Fußball-Kreispokal: SC Herford gewinnt 2:1 beim TuS Bruchmühlen Gegentor rüttelt den Favoriten wach

Rödinghausen (HK). Sehenswerte Spielzüge, hart geführte Zweikämpfe und Spannung bis zum Schluss: Die Partie zwischen dem TuS Bruchmühlen und dem SC Herford in der 2. Kreispokal-Runde hat unterhalten. Der Gast setzte sich mit 2:1 durch.

Von Marc Schmedtlevin
Pascal Widdecke   (vorne rechts) behauptet sich im Duell mit Simon Domann. Auch sein SC Herford hat sich im Pokalspiel beim TuS Bruchmühlen  mit 2:1  durchsetzen können.
Pascal Widdecke (vorne rechts) behauptet sich im Duell mit Simon Domann. Auch sein SC Herford hat sich im Pokalspiel beim TuS Bruchmühlen mit 2:1 durchsetzen können. Foto: Marc Schmedtlevin

In der Anfangsphase deutete sich zunächst eine Überraschung an. Der Bezirksligist ging bereits in der 6. Minute in Führung. Dennis Krätzig setzte sich nach einer Flanke von der linken Seite im Zentrum per Kopf durch und traf zum 1:0. Nur fünf Minuten später zog Luigi Di-Bella aus 16 Metern ab, sein Schuss ging knapp am Tor vorbei. Der favorisierte Westfalenligist Herford benötigte einige Minuten, um sich von diesem Rückstand zu erholen und sich an die robuste Spielweise der Gastgeber zu gewöhnen.

Nach einer Viertelstunde verschoben sich die Kräfteverhältnisse langsam. Der SCH kam besser in die Partie und drängte den TuS nach und nach etwas tiefer in die eigene Hälfte. Erste Chancen waren die Folge. In der 19. Minute schoss Giacomo Serrone über das Tor. Drei Minuten später war Martin Fuhsy treffsicherer. Nach Vorlage von Saliou Abou und Pascal Röber netzte der Angreifer gekonnt per Direktabnahme ein (22.). Die Gäste blieben überlegen.

TuS-Torwart Nils Radtke verhinderte aber einen Rückstand seines Teams. Zunächst lenkte er einen Serrone-Freistoß glänzend zur Ecke (22.), und parierte anschließend einen Fernschuss von Pascal Widdecke (28.). »Wir haben das Spiel dominiert, hätten das zweite Tor nachlegen müssen«, sagte SCH-Trainer Sascha Cosentino, der sich über die teilweise harte Gangart des Gegners aufregte. Nach kurzer Auszeit meldete sich auch Bruchmühlen zurück. Schüsse des Ex-Herforders Kai Wiebusch (37.) sowie von Alexander Hegner (40.) landeten nicht im Tor.

Auch nach der Pause hatten die Gäste mehr vom Spiel. Bis es wieder zu Torraumszenen kam, dauerte es aber bis zur 56. Minute. Dann strich ein Schuss von Stephan Eggert knapp am TuS-Tor vorbei. Drei Minuten später ging der SCH dann aber in Führung. Nach einer Serrone-Hereingabe von rechts rutschte Jörn Seifert in den Ball und platzierte ihn in die linke Torecke (59.). Von da an setzten die Gäste auf Spielkontrolle. Sie hatten viel Ballbesitz, ließen den Ball und den Gegner laufen. »In Rückstand wird es gegen so eine Mannschaft natürlich schwer«, sagte TuS-Trainer Christian Meyer.

Sein Team gab sich aber nicht auf, wartete auf mögliche Chancen. Die letzte größere hatte Di-Bella in der 78. Minute, als sein Schuss von der Strafraumkante knapp rechts unten das Tor verfehlte. Auf der Gegenseite vergab Zugang Janik Brosch die Großchance, auf 3:1 zu stellen. Kurz darauf wurde abgepfiffen. »Herford ist der verdiente Sieger, aber wir haben lange Paroli geboten«, sagte »Klappi« Meyer.

TuS Bruchmühlen: Radtke, Schneider, Krätzig, Klei, Klußmann, Domann, Hegner, Bajohr (59. Schapowalsky), Joerend (65. Berger), Wiebusch (55. Meyer), Di-Bella. SC Herford: vom Hofe – Eggert (84. Versick), Abou, Matys, Widdecke, Klaßes, Papaspiros, Serrone, Röber (71. Kirmaci), Seifert, Fuhsy (60. Brosch).

Tore: 1:0 Krätzig (6.), 1:1 Fuhsy (16.), 1:2 Seifert (59.).

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