An der Dimension wird nicht gerüttelt »Es wird immer faszinierender«

Herford (WB). 98 Kinder und Jugendliche sind es diesmal gewesen. Mühelos könnte Lars Meyer zu Bexten die doppelte Anzahl an Teilnehmern einladen. »Aber das ist gar nicht unser Ziel«, sagt der neue Turnierleiter der German Friendships.

Von Lars Krückemeyer
Das beste Kinderteam: Anna Schröder und die Mexikanerin Eugenia Garcia (von links) werden vom Fördervereins-Vorsitzenden Rainer Körfer und Schirmherrin Ursula von der Leyen geehrt.
Das beste Kinderteam: Anna Schröder und die Mexikanerin Eugenia Garcia (von links) werden vom Fördervereins-Vorsitzenden Rainer Körfer und Schirmherrin Ursula von der Leyen geehrt. Foto: Lars Sundermann

Er hat diesen Posten von seinem Vater und Turniererfinder Ulrich übernommen und durchaus etwas mehr Stress als in den Jahren zuvor. »Das Wichtigste ist, dass das Turnier unfallfrei  war. Das Wetter hat sich seit Mittwoch täglich gebessert und unsere Neuerungen wie die Showblöcke am Samstagabend und die Begrüßungsparty für den Anhang der Reiter sind gut angekommen.

Ich bin super zufrieden«, lautete sein Fazit. Die  lange  Vorbereitung hätte  sich wieder einmal gelohnt.  Konzept und der etwas erweiterte Kern der Hauptverantwortlichen seinen eine gute Kombination für das Turnier.

Durch seine Reisen – in zwei Wochen geht  es schon wieder nach China – hat der Trainer  Lars Meyer zu Bexten das Turnier weltweit   bekannt gemacht. Entsprechend groß  sind die Anfragen, entsprechend oft  muss er absagen. »Das hat  auch mit Verantwortung zu tun. Wir gucken bei deutschen und ausländischen Teilnehmern gleichermaßen, dass das Niveau von Reiter und Pferd passt«, betont er.

Ein besonderes Beispiel für den Stellenwert des Turniers ist für ihn, dass Profireiterin Janne Friederike  Meyer am Mittwoch kurz vor dem Nationenpreis am Freitag in Hickstead zum Training mit den Kindern nach Herford gekommen war.

Eines der wichtigsten Telefonate im Vorfeld führt Ulrich Meyer zu Bexten schon lange vor dem Turnier. »Das erste Mal meldet er sich immer ein Jahr vorher, wenn der Frühling zu Ende ist.  Dann blocke ich den Termin und lege alle anderen drumherum«, verriet Schirmherrin Ursula von der Leyen.

 Die German Friendships sind ebenso alle zwei Jahre fester Bestandteil in ihrem Kalender, wie sie   es selbst für das Turnier geworden ist. »Man kann nur so gut sein, wie das Echo«, gibt sie die Wertschätzung an die Gastgeber und die vielen Helfer und Teilnehmer zurück. Alle zwei Jahre »immer faszinierender und bewundernswerter« findet  die 56-Jährige das Turnier. Herz, Bodenständigkeit und Leidenschaft zeichneten die  Organisatoren aus. In  Gesprächen mit Reitern und deren Eltern habe sie erfahren, dass viele internationale Freundschaften entstanden sind und aufrecht erhalten werden.

Das bestätigt auch Maximilian Beermann aus Waltrop. Der 26-Jährige startete im Jahr 2007 zum ersten Mal bei den German Friendships und kommt immer wieder gerne zu den Prüfungen für ehemalige Teilnehmer. »Hier hat alles angefangen mit meiner Reiterei. Ich hatte Teampartner aus Irland, Griechenland und Neuseeland.

Der Ire Alexander  Duffy ist inzwischen Profireiter. Wir sind seit 2007 befreundet und ich habe ihn auch schon besucht«, berichtet Beermann. Berufsreiter ist er zwar nicht geworden, hat aber unter  anderem   schon das Goldene Reitabzeichen für zehn gewonnene S-Springen erworben.  Sein Können demonstrierte der frühere Reitschüler von Lars Meyer zu Bexten auch in Herford. Mit seinem Spitzenpferd Lennox Lewis gewann er gestern das Finale der Golden Tour, ein S*-Springen mit Stechen.

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