German Friendships: Pheline Ahlmann und Thomas Triggol wollen sich wiedersehen Hand drauf!

Herford (HK). Nach sechs gemeinsamen Tagen ist Pheline Ahlmann wieder in die schleswig-holsteinische Heimat gefahren und Thomas Triggol fliegt am Dienstag zurück nach Südafrika. Eines stand aber schnell fest: Sie werden sich wiedersehen.

Von Lars Krückemeyer
Starkes Team: Pheline Ahlmann (links) und ihr südafrikanischer Teampartner Thomas Triggol klatschen sich nach ihrem Null-Fehler-Ritt in der Siegerrunde ab. Zusammen gewinnen sie bei ihrer ersten Turnierteilnahme die Junioren-Konkurrenz.
Starkes Team: Pheline Ahlmann (links) und ihr südafrikanischer Teampartner Thomas Triggol klatschen sich nach ihrem Null-Fehler-Ritt in der Siegerrunde ab. Zusammen gewinnen sie bei ihrer ersten Turnierteilnahme die Junioren-Konkurrenz. Foto: Lars Krückemeyer

Und zwar nicht nur, weil sie am Sonntag die Teamwertung der Junioren bei den 9. German Friendships in Herford gewonnen haben. »Thomas ist sehr sympathisch«, sagt die 16-Jähre. Und der zwei Jahre jüngere Johannesburger findet sie »sehr hübsch«. Eine Einladung für einen Besuch in Südafrika hat er schon ausgesprochen und nach ihrer ersten Turnierteilnahme wollen die beiden im Jahr 2017 unbedingt wieder dabei sein.

»Ich wusste vorher gar nicht viel über die German Friendships. Ich hätte nie gedacht, dass hier so viele Reiter und Zuschauer sind. Wir haben ganz viel Spaß gehabt«, sagt Thomas Triggol, der seit seinem sechsten Lebensjahr reitet und von Pheline ein Pferd für die Turniertage gestellt bekommen hat.

Pheline hatte von Anfang an ein gutes Gefühl, dass sie mit ihrem Teampartner auch erfolgreich sein könnte. Der Südafrikaner half auf Anhieb im Stall mit und hatte außer seinem Onkel sogar seinen Trainer mitgebracht. »Der hat auch mir sehr geholfen und Tipps gegeben. Das war sehr professionell«, sagt Pheline Ahlmann, die auf dem Turniergelände in einem Lkw übernachtet hat.

Auch die Auswahl der Pferde passte. Thomas Triggol blieb auf Lavita in allen Umläufen des Turniers genau wie seine Partnerin Pheline Ahlmann auf Zaminta ohne Fehler. »Sie hat mir überhaupt keinen Druck gemacht«, erklärt der junge Reiter aus Südafrika das Erfolgsrezept des Teams Aboyeur.

Anna Christ hat mit ihrer Partnerin aus den USA den zweiten Platz in der Team-Wertung der Kinder belegt. Foto: Lars Krückemeyer

Die 16-Jährige aus Reher (bei Itzehoe) verbringt derzeit jeden Tag mit Pferden, drei verschiedene reitet sie gerade. Nachdem sie bereits dem Bundeskader der Kinder angehörte, ist das auch ihr Ziel im Juniorenbereich. Bald startet sie außerdem bei der Deutschen Meisterschaft und beim Salut-Festival in Aachen.

Im Springsport fühlt sich Pheline Ahlmann wohl, Vater Dirk betreibt in Reher eine Hengststation sowie einen Turnier- und Ausbildungsstall. Gut möglich, dass auch sie eines Tages beruflich mit Pferden zu tun haben wird. »Ich kann mir gar nicht vorstellen, nur im Büro zu sitzen. Aber ich werde mir gerne noch andere Dinge ansehen«, verrät sie.

Auch für Thomas Troggol ist die Reiterei schon zu mehr als nur einem Hobby geworden. Er war bereits dreimal in Deutschland um Pferde auszusuchen und im Turnierstall von Hilmar Meyer in Thedinghausen zu trainieren. Als Hintergrundbild seines Handys hat der Südafrikaner übrigens das Brandenburger Tor gewählt. Es wird ihn an die aufregenden Tage bei den German Friendships erinnern. Aber auch daran, den Kontakt zu seiner Teampartnerin aufrecht zu erhalten.

Denn: Aus zwei vorher fremden Jugendlichen unterschiedlicher Herkunft mit verschiedenen Sprachen sind innerhalb kürzester Zeit Freunde geworden. Und die wollen sich nicht erst bei der 10. Ausgabe der German Friendships wiedersehen. Das ist und bleibt die Turnieridee.

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