Westfalenliga: SC Herford auf gutem Weg zum Klassenerhalt – keine weiteren Abgänge  »Ein Meilenstein« 

Herford (HK). Zwei Siege, kein Gegentor und neun Punkte Vorsprung auf die Abstiegsplätze: Fußball-Westfalenligist SC Herford ist perfekt in das Fußballjahr 2015 gestartet. Fabio Serrone und Tim Vezzon konnten das 2:0 in Dornberg allerdings nicht genießen.

Von Lars Sundermann
Rustikal: Die Herforder Pascal Röber (links) und Alban Shabani (rechts) kämpfen mit Dornbergs Sherif Alassane um den Ball.
Rustikal: Die Herforder Pascal Röber (links) und Alban Shabani (rechts) kämpfen mit Dornbergs Sherif Alassane um den Ball.

 »Das war ein Meilenstein im Projekt Klassenerhalt. Wir haben uns jetzt eine gute Ausgangsposition für den weiteren Saisonverlauf geschaffen«, freute sich der Sportliche Leiter Sven Moning. Mit dem 2:0 beim TuS Dornberg blieb Herford auf dem sechsten Platz, setzte sich aber deutlich ab.

 Wie schon das 1:0 gegen Nottuln war auch der Erfolg im Bielefelder Westen zu keinem Zeitpunkt der Partie gefährdet. Zwar hatten die Dornberger wesentlich mehr Ballbesitz, aber SCH-Trainer Sascha Cosentino konnte sich abermals voll und ganz auf seine starke Defensive verlassen. 18 Gegentoren in 18 Spielen: Nur Tabellenführer Preußen Münster II (15) ist in dieser Statistik besser. »Schön, dass wir uns auf unsere Abwehr verlassen können. Aber am Ende sind wir schon ein wenig in Verlegenheit geraten«, sagte Cosentino. Dass in den letzten Minuten gezittert werden musste, lag jedoch eher an den nicht konsequent zu Ende gespielten Kontern. Die Flügelspieler Giacomo Serrone und Pascal Röber schafften es nicht, sich durchzusetzen und Stürmer Jörn Seifert mit Bällen zu bedienen. Daher war es kein Wunder, dass der erste Treffer nach einer flachen Freistoßvariante fiel.

 Außerdem missfiel Cosentino, dass seine Offensivspieler in der ersten Hälfte nicht das verordnete Pressing nach seinen Vorstellungen umsetzten. Das hatte Konsequenzen: Tim Vezzon fiel bereits nach 28 Minuten einer taktischen Umstellung zum Opfer und wurde gegen Sebastian Klaßes ausgewechselt. Der 20-Jährige stampfte danach wütend in die Kabine. »Verständlich, dass er sauer war. Es wäre auch schlimm, wenn nicht«, sagte der Trainer.

 Mit seiner schlechten Laune dürfte Vezzon am Sonntag nicht alleine gewesen sein. Auch Fabio Serrone stand in Dornberg nicht im Kader und wurde zur zweiten Mannschaft in die Kreisliga A geschickt. »Ich kann nur 18 Spieler mitnehmen und die anderen haben besser zu dem Spiel gepasst«, erklärte Sascha Cosentino diese Maßnahme. Damit verpasste Fabio Serrone auch das zweite Spiel in diesem Jahr. Er hat sich seine letzten Monate in Herford sicher anders vorgestellt, ehe er sich dem Bezirksligisten SV Eidinghausen-Werste anschließt.

 Nach der Verpflichtung Istvan Gals als Co-Trainer der ersten Mannschaft und Alexander Bosnjaks als neuer Trainer der Kreisliga-Mannschaft steht die Kaderzusammensetzung für Sven Moning nun an erster Stelle. Der Vertrag des Sportlichen Leiters gilt übrigens über die Saison hinaus. »Wir sind auf einem guten Stand bei den Spielerverträgen. Wir dürften keinen weiteren Spieler verlieren«, meinte Moning. Neben Fabio Serrone steht bisher wie berichtet einzig Kai Wiebusch (TuS Bruchmühlen) als Abgang fest.

 Während es für den SC Herford nicht besser hätte laufen können, bleibt der neue Trainer David Odonkor mit dem TuS Dornberg nach zwei Niederlagen auf einem Abstiegsplatz – was der vorherige Herforder Co-Trainer nicht fassen konnte: »Wir waren klar die bessere Mannschaft. Und vor dem 1:0 für Herford muss der Schiedsrichter Freistoß für uns pfeifen.« Am nächsten Spieltag steht der TuS durch die Niederlage gegen Herford beim Vorletzten RW Maaslingen noch mehr unter Druck.

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