Handball-Oberliga: TuS Spenge hat die TSG A-H Bielefeld zu Gast Derby um Platz zwei

Spenge (HK). Duell der Verfolger: Im Derby der Handball-Oberliga zwischen dem TuS Spenge und der TSG A-H Bielefeld geht es darum, wer den Anschluss zu Spitzenreiter TuS Volmetal halten kann. Der Verlierer wird mit dem Aufstieg nichts mehr zu haben.

Von Marc Schmedtlevin
Sebastian Redeker (links) und der TuS Spenge haben sich auf ein kampfbetontes Duell gegen die TSG A-H Bielefeld vorbereitet.
Sebastian Redeker (links) und der TuS Spenge haben sich auf ein kampfbetontes Duell gegen die TSG A-H Bielefeld vorbereitet.

 Die Vorfreude auf das Aufeinandertreffen mit dem Nachbarn ist bei den Spengern groß. »Der Zweite trifft auf den Dritten, die Halle wird voll sein. Es ist alles geebnet für einen großartigen Handball-Abend«, sagt TuS-Trainer Heiko Holtmann.

 Er hat sich zusammen mit seiner Mannschaft ein klares Ziel gesetzt. Die Punkte sollen an die Spenger gehen, denn die Gastgeber sind auf eine Revanche aus. Das Hinspiel im November hatten die Bielefelder mit 26:25 gewonnen. »Wir haben uns in der Winterpause vorgenommen, jedes Team in der Liga mindestens einmal zu besiegen. Gegen die TSG muss es eben jetzt gelingen«, erklärt Holtmann.

 Ihm ist bewusst, dass ein Derby-Sieg natürlich nicht fest eingeplant werden kann. Auf zu ähnlichem Niveau bewegen sich beide Mannschaften. »Es wird auf Kleinigkeiten und die Tagesform ankommen«, sagt der Spenger Trainer. Ausschlaggebend könne beispielsweise die Leistung der Torhüter sein. Leichte Vorteile erhoffe sich Holtmann dank der Breite seines Kaders. Qualitative Unterschiede der jeweiligen ersten Sieben sehe er nicht, von der Bank kommend allerdings schon. »Ich denke, wir können auf fast jeder Position wechseln und dadurch gegen Ende einer Partie noch einmal zulegen. Das hat man auch im Hinspiel gesehen, als wir schon mit fünf, sechs Toren zurückgelegen haben. Es wurde aber noch einmal spannend«, sagt Holtmann.

 Er wolle großen Wert auf die Abwehrarbeit legen und einfache Treffer des TSG-Rückraums um den starken Phil Holland verhindern. Auf der Gegenseite muss sich Spenge auf eine aggressive 5:1-Abwehr einstellen. »Da wird viel Arbeit auf uns zukommen, aber unsere Mannschaft ist darauf sehr gut vorbereitet«, erklärt der Trainer, dem alle Spieler zur Verfügung stehen.

 Zusätzliche Brisanz erhält das Derby durch personelle Konstellationen. Torwart Kevin Becker und Rückraumspieler Marcel Ortjohann werden in der kommenden Saison das TuS-Trikot tragen und treffen somit jetzt schon einmal auf die neuen Kollegen. »Beide werden sicherlich sehr motiviert sein und wollen vor dem Spenger Publikum zeigen, worauf es sich freuen darf«, sagt Holtmann. Ob Ortjohann mitwirken kann, ist allerdings noch offen. »Er hat Schulterprobleme, kann den Arm nicht richtig hoch heben. So macht sein Einsatz keinen Sinn«, erklärt Michael Boy.

 Der TSG-Trainer hat sich über die Siegpläne des Gegners gefreut und verspricht: »Wir werden es Spenge nicht leicht machen.« Boy strebe mit Altenhagen-Heepen die Rückkehr auf den zweiten Tabellenplatz an und erwartet einen offenen Kampf. »Beide Mannschaften kennen sich in- und auswendig. Für Spenge spricht allerdings der Heimvorteil«, sagt Boy. Entscheidend seien auch seiner Meinung nach die Tagesform und die Torhüterleistung. Verzichten müssen wird die TSG weiterhin auf Carl-Moritz Wagner, der sein Comeback vertagen muss und erst nach den Ferien wieder eingreifen kann. »Es wird eine Partie mit hoher Intensität. Das wäre für ihn nach seiner Verletzung der falsche Einstieg«, erklärt Boy.

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