Fußball-Kreisliga A: Herringhausen belohnt sich – Spvg. nimmt Kampf nicht an »Haben dran geglaubt« 

Kreis Herford (HK). Eine weiterhin ungelöste Trainerfrage, Abstiegsängste, dumme Gegentore und die Überwindung alter Zeiten: All das hat es am 18. Spieltag in der Fußball-Kreisliga A gegeben.

Von Vanessa Schröder
Einen Punkt geholt: Nach einem 0:2-Rückstand bejubelt die SG FA Herringhausen-Eickum noch ein 2:2 beim SC Herford II.
Einen Punkt geholt: Nach einem 0:2-Rückstand bejubelt die SG FA Herringhausen-Eickum noch ein 2:2 beim SC Herford II.

 RW Dreyen:Nach dem 1:1 gegen den VfL Herford war Trainer André Placke niedergeschlagen: »Das war sehr bitter und gefühlt eigentlich eine Niederlage für uns.« Dass lag zum einen daran, dass er seine Mannschaft über die komplette Spieldauer als die bessere einschätzte. Dreyen stand defensiv gut, was Herford daran hinderte, gefährlich vor das Dreyener Tor zu kommen. Besonders den vielen ungenutzten Chancen trauerte Placke nach. Außerdem ärgerte sich der RW-Trainer, dass das 1:1 überhaupt fallen konnte: »Der Ball war vorher schon deutlich im Aus. Der Schiedsrichter war aber wie in vielen Situationen nicht auf Ballhöhe und hat das nicht gesehen. Wir haben dann abgeschaltet.« Mit einem Sieg hätte Dreyen nach Punkten gleichziehen können mit dem VfL Herford. So bleibt Rot-Weiß auf dem Relegationsplatz.

 Spvg. Hiddenhausen:Auch Hiddenhausen tat sich gegen eine Mannschaft aus der unteren Tabellenregion, den TuS Hunnebrock, schwer und verlor 0:1. »Das Gegentor war eine ganz dumme Sache. Die Situation schien schon geklärt und dann treten wir über den Ball«, kommentierte Trainer René Hahne die entscheidende Szene des Spiels. Bis dahin hätten sich beide Mannschaften über das 0:0 nicht beschweren können. Die Hiddenhauser versuchten zwar, das Spiel zu gestalten. Gegen die sehr aggressiven und laut Hahne teils sogar unfair spielenden Gäste hielten sie aber nicht richtig dagegen. »Das war ein Kampfspiel, in dem wir die Zweikämpfe nicht gut genug angenommen haben und nach vorne nicht konsequent genug waren. Wir sind selbst Schuld an der Niederlage«, analysierte Hahne.

 SG FA Herringhausen-Eickum:Als gefühlter Sieger ging Frisch-Auf nach dem 2:2 beim SC Herford II vom Platz. Immerhin hatte der Sport-Club schon 2:0 geführt – in früheren Zeiten wäre damit für Herringhausen alles vorbei gewesen. »Da war es so, dass dann nichts mehr ging. Diese Zeiten haben wir aber zum Glück hinter uns«, sagte ein zufriedener Trainer Jens Mühlenweg. Allerdings gab er auch zu, dass seine Mannschaft Glück gehabt habe. Immerhin hätte der SC Herford II bereits vor dem 1:2 das Spiel vorzeitig entscheiden müssen – genug Chancen gab es. Mühlenweg: »Nach dem 2:1 hatten aber wir plötzlich auch gute Möglichkeiten. Wir haben die gesamte Zeit dran geglaubt, dass noch was drin ist.«

 SC Herford II:Am Sonntag coachte Tony Yeung als Spielertrainer die Mannschaft. Zukunft: ungewiss. Trotz dieser ungewöhnlichen Situation hatte der SCH die Partie im Griff. Doch letztlich half es auch nicht, dass mit Pascal Widdecke, Jan König, Fabio Serrone, Alban Shabani und Kai Wiebusch fünf Spieler aus dem Kader der ersten Mannschaft mitspielten. »Wir standen nach dem Anschlusstreffer nicht mehr so kompakt. Das war alles in allem eine unglückliche Sache«, meinte Yeung. Gleiches gilt für die Trainersuche: Es gibt anscheinend niemanden, der die Mannschaft übernehmen möchte. Wollte der Verein schon längst eine Lösung präsentieren, so wurde jetzt deutlich, dass verschiedene Kandidaten abgesagt haben. Yeung wird erstmal Interimstrainer bleiben.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.