Herforder Jugendsportlerwahl – Folge 4: Schwimmerin Benja Vahldiek (SC Herford) Auf der Erfolgswelle

Herford (HK). Die Kombination aus Talent und kontinuierlicher Trainingsarbeit lassen Benja Vahldiek auf der Erfolgswelleschwimmen. Die Sportlerin des SC Herford hat erste Plätze bei NRW- und OWLMeisterschaften belegt. Diese Leistungen machen sie zu einer Kandidatin für die Wahl zum Jugendsportler des Jahres.

Im Becken gehört sie zu den Besten: Schwimmerin Benja Vahldiek vom SC Herford.
Im Becken gehört sie zu den Besten: Schwimmerin Benja Vahldiek vom SC Herford. Foto: Marc Schmedtlevin

»Dass ich zu den Auserwählten gehöre, ist eine große Ehre für mich«, sagt die 14-Jährige. Die Nominierung sei auch eine Bestätigung für die Trainingsarbeit und zugleich Ansporn, sich weiterhin verbessern zu wollen. Dabei sind Erfolge für die junge Schwimmerin längst keine Seltenheit mehr.

Bei Meisterschaften in Ostwestfalen-Lippe und Nordrhein-Westfalen hat sie sich bereits einen Namen gemacht – vor allem2014. Bei den NRW-Titelkämpfen in Dortmund setzte sie sich in ihrem Jahrgang 2000 über 50 Meter Brust durch. 34,42 Sekunden benötigte das Talent und war fast eine Sekunde schneller als die Konkurrenz. Ihre Vielseitigkeit stellte Benja Vahldiek mit vierten Plätzen über 100 Meter Brust, 50 Meter Freistil und 50 Meter Schmetterling unter Beweis. »Auf der langen Bahn schwimme ich am liebsten Brust, auf der kurzen Freistil. Ich versuche, mich aber so breit wie möglich aufzustellen«,sagt die SCH-Schwimmerin. Ebenfalls überzeugen konnte Benja Vahldiek bei den OWLMeisterschaften. Mit acht Siegen und einem zweiten Platz bei ihren neun Starts zählte sie zu den herausragenden Teilnehmern. Außerdem wurde sie Mehrkampf-Kreismeisterin in der offenen Wertung und belegte vordere Ränge in der NRW-Jahrgangs-Bestenliste.

Ein Höhepunkt der noch jungen Karriere war ihr zweiter Start bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften, die in der Berliner Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark ausgetragen wurden. Eine Veranstaltung, die für Benja Vahldiek etwas Besonderes ist. »Diese Meisterschaften sind anders. Die Halle ist viel größer undes herrscht eine andere Atmosphäre.Man kennt sie zwaraus dem Fernsehen,aber es ist etwas anderes,wenn man dort selbst am Start ist«, sagt die Bad Oeynhausenerin.Sportlich lief es inBerlin nicht nachPlan. Vahldiek reiste mit ihrer Familie einenTag vor den Wettkämpfen an, wurde vor Ort aber krank. Eigentlichhatte sie für drei Strecken gemeldet, musste die 200 Meter Brust aufgrund der fehlenden Kraft aber absagen. Über 100 Meter Brust und 50 Meter Freistil reichte es immerhin zu den Plätzen 27 und 31. »Das hat nicht so geklappt, wie ich es mir vorgestellt hatte. Ich wollte zumindest ein Finale erreichen«, erklärt Vahldiek, die dennoch etwas Positives mitnehmen konnte: »Es motiviert, auf die Besten zu treffen und man kann sich etwas abschauen.«

Ihre Erfolge hat sich Benja Vahldiek erarbeitet. In der Regel steigt sie fünfmal pro Woche ins Becken und trainiert. Stehen am Wochenende Wettkämpfe an, werde der Plan verändert. Bei der Verbesserung von Zeiten und Technik helfe auch die Familie. Vater Michael und die zwei Jahre ältere Schwester Anna zählen ebenfalls zu den erfolgreichsten SCH-Schwimmern. »Es ist schön, wenn man zusammen zum Training oder Wettkampf fahren kann«, erklärt Benja Vahldiek. Einen Konkurrenzkampf innerhalbder Familie gebe es nicht. »Mal ist die eine schneller, mal die andere. Da meine Schwester älter ist, treffen wir sowieso nur selten aufeinander. Wenn doch, wollenwir zusammen auf dem Treppchen stehen«, sagt Vahldiek, die fürdieses Jahr wieder große Ziele hat. Neben den Titelverteidigungenbei den NRW- und OWL-Meisterschaften,will sie auch wieder an den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften teilnehmen. »Ich möchte dort den Endlauf erreichen«, sagt die 14-Jährige. Ihre nächste Titelchance hat die Schwimmerin aber schon Ende Januar – bei der Wahl der Jugendsportlerin des Jahres.

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