Handball-Verbandsliga: 27:23-Sieg dank zehn Toren von Danowsky Spradow ringt Nettelstedt nieder

Bünde (WB). Die HSG Spradow hat beim 27:23 (13:10) gegen TuS Nettelstedt II ihren achten Saisonsieg in der Handball-Verbandsliga eingefahren. Dabei spielte ihr der verletzungsbedingte Ausfall des Torgaranten Jan Schröder auf Seiten der Gäste sowie deren robustes Spiel in die Karten.

Von Klaus Münstermann
Die Entschlossenheit ist ihm ins Gesicht geschrieben: Helge Frederking lässt zwei Nettelstedter Abwehrspieler stehen und erzielt einen seiner vier Treffer beim 27:23-Heimsieg der HSG Spradow am Sonntagabend.
Die Entschlossenheit ist ihm ins Gesicht geschrieben: Helge Frederking lässt zwei Nettelstedter Abwehrspieler stehen und erzielt einen seiner vier Treffer beim 27:23-Heimsieg der HSG Spradow am Sonntagabend. Foto: Klaus Münstermann

Denn Nettelstedts Jannis Kruse kassierte bereits in der 19. Minute seine dritte Zeitstrafe und somit die Rote Karte. Maurice Schirge folgte ihm bereits drei Minuten nach Wiederbeginn. Zumindest das Dutzend Gäste-Anhänger fühlte sich wegen des Zeitstrafen-Verhältnisses – eine gegen Spradow, acht gegen Nettelstedt – benachteiligt und tat das mit Buh-Rufen gegen das Schiri-Gespann Arnulf Lohr (Bielefeld) und Oliver Lüchtefeld (Lippetal) deutlich kund. Dazu sagte Spradows Trainer Markus Hochhaus hinterher: »Ich habe keine Zeitstrafe gesehen, die nicht berechtigt war.«

Frühe Ausfälle auf beiden Seiten

Beiden Mannschaften machten frühe Ausfälle zu schaffen. Finn Ronning verletzte sich nach seinem Tor zum 1:0 von Nettelstedt und konnte ebenso wenig weitermachen wie Spradows Dennis Bocherding, der sich nach knapp zehn Minuten vermutlich einen Muskelfaserriss im linken Oberschenkel zugezogen hat.

Spradow verwandelte einen 3:4-Rückstand in eine 6:4-Führung und lag anschließend nicht mehr zurück. Dafür hatte Hochhaus eine Erklärung: »Die Leistung unseres Torhüters Sören Halstenberg war heute für die Verbandsliga außergewöhnlich.« Hinzu kam, dass die Abwehr gut auf das Nettelstedter Angriffsspiel ohne Jan Schröder eingestellt war und nahezu ein Dutzend Bälle blockte. Den entscheidenden Schritt zum Sieg machte Spradow vom 13:13 (36.) zum 20:16 (47.).

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