Fußball-Regionalliga: Sinisa Veselinovic erzielt 1:0-Siegtreffer für Rödinghausen  SVR-Jubel am Geißbockheim 

Köln (BZ). Einen nicht unverdienten 1:0 (0:0)-Erfolg hat Fußball-Regionalligist SV Rödinghausen beim 1. FC Köln II im Franz-Kremer-Stadion gefeiert. Der Siegtreffer von Sinisa Veselinovic sorgte dafür, dass sich der SVR restlicher Abstiegssorgen entledigte.

Von Micha Lemme
Florian Rüter (links) kämpft im Zweikampf mit einem Gegenspieler des 1. FC Köln II um den Ball. Rüter lieferte auf der rechten Seite eine starke Vorstellung ab und belohnte sich mit seinen Teamkollegen mit einem 1:0-Auswärtssieg.
Florian Rüter (links) kämpft im Zweikampf mit einem Gegenspieler des 1. FC Köln II um den Ball. Rüter lieferte auf der rechten Seite eine starke Vorstellung ab und belohnte sich mit seinen Teamkollegen mit einem 1:0-Auswärtssieg.

Im Vergleich zum 1:0-Heimsieg gegen Fortuna Düsseldorf II am vergangenen Wochenende nahm Trainer Mario Ermisch eine Änderung in der Startelf vor: Felix Frank rutschte als Außenverteidiger ins Team, Lennart Madroch musste dafür mit einem Platz auf der Bank Vorlieb nehmen. Der Gegner trat in einem defensiven 5-3-2 an und machte den spielstarken Rödinghausern damit das Leben von Beginn an schwer.

Häufig wartete der FC-Nachwuchs kompakt und dicht gestaffelt in der eigenen Hälfte auf den angreifenden SVR, so dass nur wenige Chancen aus dem Spiel heraus zu verzeichnen waren. Die erste Rödinghauser Tormöglichkeit resultierte aus einem langen Einwurf von Kai-Bastian Evers, den Veselinovic verlängerte und damit Bülter in Szene setzte. Dieser schoss per Direktabnahme jedoch aus zehn Metern knapp unten rechts vorbei. Ansonsten waren Großchancen Mangelware, lediglich ein verdeckter Fernschuss vom Kölner Christian Kühlwetter, den SVR-Torwart Jan Schönwälder stark parierte (33.), sorgte für Aufregung. Erst zum Ende der ersten Halbzeit kamen auch die Rödinghauser noch einmal gefährlich vor das gegnerische Gehäuse, als der auffällige Florian Rüter einen Freistoß von halblinks über die Mauer hob – doch der FC-Keeper Sven Müller parierte. »Die erste Halbzeit war relativ zäh. Die Kölner standen sehr tief mit ihrer Fünfer-Kette, da konnten wir unser schnelles Spiel über außen nicht aufziehen«, erkannte Rüter.

Gefährliches Konterspiel

Stärker aus der Kabine kamen in Halbzeit zwei jedoch die Kölner und schnürten den SVR zeitweise am eigenen Strafraum ein. Die beste Chance ergab sich für André Wallenborn, dessen Zehn-Meter-Schuss Schönwälder wiederum stark parierte. Erst nach und nach befreiten sich die Rödinghauser und konnten die Partie ausgeglichen gestalten. Genau in dieser Phase gelang dem SVR die spielentscheidende Aktion. Einen langen Pass von Sören Siek verarbeite Rüter gegen die aufgerückte Kölner Hintermannschaft gut und konnte von rechts Veselinovic in Szene setzen. Dieser scheiterte im ersten Versuch noch an Müller, drückte den Ball im Nachsetzen aber zum 1:0 über die Linie (66.). »Ich habe den Ball mit dem Schienbein reingestochert, aber das war eben das Glück, dass wir im Gegensatz zu den Kölnern in dieser Phase hatten«, gab der Angreifer zu. Und tatsächlich fiel das Tor in einem Spielabschnitt, in dem auch ein Treffer auf der anderen Seite die Partie hätte entscheiden können.

Doch dann verdiente sich der SVR die Führung mit gefährlichem Konterspiel bei gleichzeitig konsequenter Defensivarbeit. Erst zögerte Veselinovic frei vor Müller einen Moment zu lange und wurde noch abgegrätscht (71.), dann hatten sowohl Rüter (76.) als auch Madroch (80.) sehr gute Einschussmöglichkeiten, die jedoch das Gehäuse verfehlten oder von den Kölnern geblockt wurden. Der FC-Nachwuchs kam nur noch einmal gefährlich vor Schönwälder zum Abschluss, doch der Kopfball von Kühlwetter aus acht Metern ging knapp am unteren rechten Pfosten vorbei (75.). Die Schlussphase überstanden die Rödinghauser schadlos.

»Vom Spielverlauf wäre vielleicht auch ein Remis gerecht gewesen, deswegen sind wir natürlich nicht unzufrieden mit dem Ergebnis«, gestand Trainer Mario Ermisch. Mit den erneuten drei Punkten liegt der SVR nun sicher im Tabellenmittelfeld und hat bei zwölf Punkten Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz den Klassenerhalt praktisch sicher. Die Kölner U21 dagegen ist noch mittendrin im Abstiegskampf und muss in den nächsten Wochen punkten, um den Klassenverbleib zu sichern.

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