Handball-Landesliga: SG Bünde-Dünne besiegt die HSG Porta verdient mit 27:23  Entscheidung vertagt 

Bünde (BZ). Der Rückstand ist geschrumpft: Die SG Bünde-Dünne hat das Spitzenspiel der Handball-Landesliga gegen Tabellenführer HSG Porta mit 27:23 (12:10) gewonnen. Damit wahrte der Zweite bei noch vier Spielen und drei Punkten Abstand auf Rang eins die Chance, doch noch Meister zu werden.

Von Gerrit Nolte

 Nicht nur wegen der Kulisse in der Sporthalle des Marktgymnasiums verdiente sich die Begegnung das Prädikat »Spitzenspiel«. Vor etwa 450 Zuschauern lieferten sich die Topmannschaften der Landesliga ein packendes und spannendes Duell auf Augenhöhe. Die Bünder zeigten großen kämpferischen Einsatz, doch auch die Gäste aus Porta hielten voll dagegen und gestalteten die Partie bis kurz vor dem Ende offen.

 Mit einem überragenden Swen Herrendörfer im Tor und dem starken Sven Pohlmann, der die Verantwortung auf dem Feld übernahm, musste die SGBD nur beim 0:1 einen Rückstand verkraften. Pohlmann sorgte mit vier der ersten neun Tore der Bünder dafür, dass sich seine Mannschaft über ein 3:1 und 6:3 in der 21. Minute auf 9:6 absetzen konnte. Doch auch nach dem 10:7 von Björn Ebert ließ sich Porta nicht abschütteln. Ganz im Gegenteil: Nur etwa fünf Minuten später glich Stefan Coors zum 10:10 aus. Da Tobias Paffrath und Arne Weiler in der Schlussphase der ersten Hälfte trafen und Porta zweimal scheiterte, gingen die Gastgeber mit einem 12:10-Vorsprung in die Kabine.

Beflügelt durch die Stimmung

 Beflügelt durch die großartige Stimmung in der Halle und mit der Führung im Rücken, knüpfte die SGBD im zweiten Durchgang nahtlos an die Vorstellung aus der ersten Hälfte an. Aber Porta hielt wiederum dagegen und ließ die Hausherren nicht deutlich davon ziehen. Zwar kamen die Bünder zu einem 16:13 und 20:17 (47.), doch die Gäste antworteten mit dem 16:16 und 19:20.

 Zur Schlüsselszene des Spiels kam es in der 51. Minute. Da trat Portas Patrick Kurz zum Siebenmeter an. Doch mit einer starken Fußabwehr verhinderte Herrendörfer das 20:20, im Gegenzug markierte Nils Wilmsmann das 21:19. Nach dem 22:20 durch Ebert trafen die Gäste nur den Pfosten, in der Folge sorgten Ebert, Pohlmann, Lukas Mailänder und Witt für einen 26:21-Vorsprung – die Entscheidung war dreieinhalb Minuten vor dem Ende gefallen.

 Nun ging es in den verbleibenden Minuten noch um den direkten Vergleich. Und auch den entschieden die Bünder nach der 23:26-Niederlage im Hinspiel für sich. Zwar kam Porta zu genau diesem Zwischenstand, doch das 27:23 von Nico Mailänder 15 Sekunden vor dem Ende konnten sie nicht mehr verhindern.

 »Das war einfach ein geiles Spiel vor so einer Kulisse. Wir haben 60 Minuten lang sehr gut gekämpft und sind am Ende im Vergleich zu anderen Spielen cool geblieben und haben es clever runter gespielt«, sagte SGBD-Torwart Swen Herrendörfer. Trainerin Andrea Nobbe fügte hinzu: »Es war ein intensives und temporeiches Spiel, in dem wir kollektiv eine super Leistung gezeigt haben.« Portas Trainer Dennis Eichhorn haderte: »Wir haben es nicht geschafft, unsere Leistung abzurufen. Zudem haben wir es in den Phasen, in denen wir wieder dran waren, nicht geschafft, mal in Führung zu gehen. Das hätte vielleicht nochmal gepusht. So war es aber eine verdient Niederlage«, sagte er.

SG Bünde-Dünne: Herrendörfer, Feist (bei zwei Siebenmetern) – L. Mailänder (4/2), N. Mailänder (4), Ebert (5), Wilmsmann (3), Weiler (3), Witt (1), Paffrath (1), Pohlmann (6), Wittemeier.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.