Handball-Oberliga: SF Loxten nach schwachem Start 33:23 gegen TuS Ferndorf II Ein Schlusspunkt wie im Film

Versmold-Loxten (WB). Ein krachender Schlusspunkt, ein glückliches Grinsen auf dem Gesicht von Christian Kalms: Bei seinem letzten Auftritt für SF Loxten hat er 13 Sekunden vor Schluss den 33:23 (12:14)-Endstand im Oberliga-Heimspiel gegen TuS Ferndorf II perfekt gemacht. In typischer Manier, mit knallhartem Schlagwurf unter die Querlatte.

Von Gunnar Feicht
Ferndorfs Abwehr durchkreuzt den Passweg von Paul Blankert (hinten) zu Jan Patzelt. Erst in Hälfte zwei klappt’s im SFL-Angriff.
Ferndorfs Abwehr durchkreuzt den Passweg von Paul Blankert (hinten) zu Jan Patzelt. Erst in Hälfte zwei klappt’s im SFL-Angriff. Foto: Gunnar Feicht

»Das war ja wie im Film«, sagt Thomas Lay schmunzelnd. Auch für den Coach ist es das letzte Spiel gewesen, bevor die Ära Dirk Schmidtmeier beginnt. Noch einmal werden die Frösche von den Fans gefeiert, Paul Blankert erhält sogar ein Geburtstagsständchen von der Tribüne. Nach einer starken zweiten Halbzeit zieht Thomas Lay zufrieden Bilanz: »Nach der Pause haben wir den Schalter umgelegt und waren voll auf Sendung.« Dass es am Ende »nur« zu Platz fünf der Abschlusstabelle reicht, weil Soest nach 26:28-Rückstand in Gladbeck noch 29:28 gewinnt, wurmt den Coach doch ein bisschen: »In der Saison zuvor hatten wir zwei Punkte mehr. Unnötige Niederlagen wie im September in Jöllenbeck und vor einer Woche in Mennighüffen, die kann ich nicht einfach ausblenden.«

Deshalb sieht Lay auch die beiden total unterschiedlichen Halbzeiten gegen Ferndorf »als Spiegelbild der Saison«. Vor der Pause scheint sich der Auftritt von Mennighüffen fortzusetzen. Zwar steht die 6-0-Abwehr, solange sich kein Deckungsspieler isolieren lässt, zwar blockt Kim Harting einige Würfe und Daniel Plum zeigt ein überzeugendes Abschiedsspiel. Aber im Spiel nach vorne agieren die Loxtener vor allem zwischen der 14. und 26. Minute total unkonzentriert. Aus der ersten Führung (6:5) wird ein 8:12- und 9:13-Rückstand.

Kim Harting gibt mit seinem Ballgewinn und dem Treffer zum 11:13 noch vor dem Wechsel das Signal zur entscheidenden Leistungssteigerung. Nicht nur wegen der Abwehrumstellung (Timo Menger offensiv gegen Ferndorfs Halbrechten) kommt SF Loxten wie verwandelt aus der Kabine. Thomas Lay: »Wir haben die Probleme in der Pause ruhig angesprochen. Als Ferndorf dann auf sieben Feldspieler umgestellt hat, haben wir das sehr gut verteidigt. Auch unser breiter Kader hat sich ausgezahlt.« Die Hausherren drücken mit schneller Mitte und der zweiten Welle konsequent aufs Tempo, treffen mehrfach ins verwaiste Gäste-Tor. Aus dem 6:0-Lauf zum 20:15 wird bald eine 27:19-Führung. Unschöner Tiefpunkt einer nickligen Partie: Ferndorfs Erik Irle sieht nach einem Bodycheck gegen Linksaußen Thilo Stinhans zu Recht Rot (57.).

SF Loxten: Plum (1. HZ/1 Tor), Welge (2. HZ); Stinhans (1), Menger (3), Stockmann, Blankert (4), Kalms (2/1), Harting (4), J. Patzelt (5), Harnacke (1), Weigel (3), N. Patzelt (5), Steinkühler (1), Meyer (3/2).

Ferndorf II: Gudmundsson (bis 40.), Keuper (ab 40.); L. Michel (2/2), Klein (1), Siegle (1), Irle (6), M. Michel (3), Sorg (2), Haupt (4), Pfeil, Paul (4).

Zuschauer : 350 – Zeitstrafen: Loxten 1, Ferndorf 2 plus Rote Karte gegen Irle (57./ grobes Foulspiel) – Siebenmeter: Loxten 4/3 (Meyer scheitert an Keuper), TuS 2/2.

Stationen: 0:2, 3:3, 4:5, 6:5 (14.), 6:8, 7:10 (20.), 8:12, 11:13 (27.), 12:14 – 14:15, 20:15 (41.), 24:16, 27:19 (48.), 28:21, 31:21 (37.), 33:23.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.