Landesliga: SCP kassierte vierte Niederlage in Folge – Eigentor von Weinreich Null Durchschlagskraft

Versmold-Peckeloh (WB). Das 0:1 (0:1) gegen RW Maaslingen ist bereits die vierte Niederlage in Folge. Muss Fußball-Landesligist SC Peckeloh trotz des Zehn-Punkte-Polsters zum ersten Abstiegsplatz etwa noch um den Klassenerhalt zittern?

Von Stephan Arend
Vincent Hall hat trotz Trainingsrückstandes gegen Maaslingen 90 Minuten durchgespielt. In der Schlussphase wechselte der Innenverteidiger wegen seiner Kopfballstärke in den Angriff. Doch auch er konnte sich nicht entscheidend durchsetzen.
Vincent Hall hat trotz Trainingsrückstandes gegen Maaslingen 90 Minuten durchgespielt. In der Schlussphase wechselte der Innenverteidiger wegen seiner Kopfballstärke in den Angriff. Doch auch er konnte sich nicht entscheidend durchsetzen. Foto: Stephan Arend

»Mir ist die Situation bewusst. Natürlich kann es noch einmal eng werden«, sagt SCP-Trainer Markus Kleine-Tebbe, dem vor allem seine Offensive Sorgen bereitet: »Nicht einmal die Standards waren gefährlich, wir gewinnen keinen einzigen zweiten Ball und spielen den letzten Pass oft schlecht. So schießen wir in 1000 Jahren kein Tor.«

Gegen einen an diesem Tage keinesfalls überzeugenden Tabellenzweiten ist ein Flatterschuss von Marvin Heinsch für lange Zeit die einzige gefährliche Aktion der Gastgeber. Gäste-Keeper Julian Wilde muss sich kurz nach der Pause auch bei einem 16-Meter-Schuss von Kevin Ikeakhe lang machen. Ansonsten wird der Schlussmann trotz Peckeloher Druckphasen nicht mehr gefordert. Zwar macht der eingewechselte Ikeakhe in Halbzeit zwei Dampf über die linke Seite, doch zum Abschluss kommt der SCP trotzdem nicht. Als Alban Shabani die Mitte nicht richtig besetzt und bei einer Ikeakhe-Flanke zu spät kommt, wird sein gefrusteter Coach für kurze Zeit an der Seitenlinie zum Rumpelstilzchen. »Genau diesen Ablauf trainieren wir seit vier Wochen. Wann, wenn nicht in dieser Situation, wollen wir denn ein Tor schießen?«

Maaslingen nutzt nach verhaltenem Beginn eine SCP-Einladung (verunglückter Rückpass) nicht zur Führung, weil Dennis Schmidt auf der Linie klärt. Nach 32 Minuten hilft Peckeloh den Gästen erneut, als Gerrit Weinreich einen langen Freistoß per Kopf ins eigene Tor verlängert. Die Rot-Weißen verpassen kurz danach in Person von Janek Barg zwei Mal die Vorentscheidung, verdienen sich aber so nachträglich ihre Führung.

Nach dem Wechsel hat der Rangzweite noch weniger nennenswerte Offensivaktionen, ist bei seinen wenigen Vorstößen dem zweiten Treffer aber deutlich näher als Peckeloh dem Ausgleich. Die schwache Leistung erklärt Markus Kleine-Tebbe auch mit der personellen Situation: »Wir haben viele Ausfälle, trainieren mit nur elf Leuten und müssen Spieler einsetzen, die Trainingsrückstand haben. Das ist für Landesliga-Fußball einfach zu wenig.«

SC Peckeloh: Timke; Pixa (59. Berger), Schmidt, Hall, Weinreich, Nienaber, Colak (74. Gülünay), Rustige, Heinsch, Dieckmann (46. Ikeakhe), Shabani.

Tor:  0:1 (32.) Eigentor Gerrit Weinreich, der einen langen Freistoß von Jesper Fuchs unglücklich per Kopf ins lange Eck verlängert.

So geht es weiter: Sonntag, 18. März, 15 Uhr Eidinghausen-Werste (A).

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