Handball-Oberliga: SF Loxten besiegt TuS 97 Bi.-Jöllenbeck 24:18 Kernige 6-0 lässt TuS 97 verzweifeln

Versmold-Loxten  (WB/vos). Geld schießt oder wirft bekanntlich keine Tore, die Gründung der Klaus-Peter-Reinert-Stiftung zugunsten des Vereins scheint die Sportfreunde Loxten aber regelrecht beflügelt zu haben: In einer starken ersten Halbzeit hat der Handball-Oberligist den Grundstein zum ungefährdeten 24:18 (14:6) gegen TuS 97 Bielefeld/Jöllenbeck gelegt.

Die Abwehr legt den Grundstein: Malte Weigel (links) und Thilo Stinhans stoppen Jöllenbecks Arne Kämper.
Die Abwehr legt den Grundstein: Malte Weigel (links) und Thilo Stinhans stoppen Jöllenbecks Arne Kämper. Foto: Sören Voss

Das Nachbarschaftsduell hatte unverkennbare Gemeinsamkeiten mit dem 31:17 vor drei Wochen gegen Mennighüffen. Wieder war die starke Abwehrarbeit die Basis des Erfolgs: Kim Harting dirigierte die kernige 6-0-Formation, hinter der Keeper Pascal Welge mit 14 Paraden (davon zwei Siebenmeter) einmal mehr glänzen konnte. Wieder feierte eine Stammkraft ein gelungenes Comeback: Diesmal war es Heiner Steinkühler, der sich nach sechswöchiger Verletzungspause stark zurückmeldete und mit seinem sechsten Tor zum 16:6 (35.) sogar den höchsten Saisonsieg aus dem Mennighüffen-Spiel in Reichweite rücken ließ.

Letztendlich, und auch das kam den Loxtener Fans unter den 550 Zuschauern bekannt vor, schafften es die Frösche aber nicht, ihre Konzentration über die kompletten Distanz hochzuhalten. Die Probleme im gebundenen Positionsangriff, hier lag die nächste Parallele, hatte SFL ohne Christian Kalms und Sebastian Hölmer zunächst noch mit den aus der Abwehrstärke resultierenden Gegenstößen kaschieren können. Weil jedoch die SFL-Deckungsarbeit mit zunehmender Spieldauer unsauberer und die Chancenverwertung schlechter wurde, ging die zweite Halbzeit mit 12:10 an die Bielefelder. Von der Aufholjagd des Hinspiels, das TuS 97 nach 10:15 noch 28:27 gewonnen hatte, waren die bis auf Torwart David Weinholz enttäuschenden Gäste aber weit entfernt. Spätestens Max Schäpers Dreierpack zum 21:13 sorgte dafür, dass die Loxtener vor den Augen des designierten neuen Trainers Dirk Schmidtmeier (offiziell ist hier immer noch nichts »verkündet«) auf Siegkurs blieben.

Und dann gab es noch eine schmerzliche Erinnerung an das letzte SFL-Heimspiel: Nachdem sich dort Sebastian Hölmer verletzt hatte, erwischte es jetzt schon in der Startphase Timo Menger mit einem umgeknickten linken Sprunggelenk. Wieder eine Fahrt ins Warendorfer Krankenhaus. Vor drei Wochen war Hölmers Hand gebrochen, Mengers Fußwurzelknochen aber ist jetzt »nur« geprellt – eine letzte Gemeinsamkeit, die zum Glück weniger schlimme Folgen hat.

SFL-Trainer Thomas Lay freute sich nach zwei Auswärtsniederlagen über zwei wichtige Punkte: »Heute hat die Grundeinstellung in der Abwehr wieder gepasst und der Siegeswille war da. Denn auswärts waren es zuletzt nicht die Gegner, die uns geschlagen haben, sondern wir selbst.«

SF Loxten: Welge, Plum (ab 51.); Schäper (4), Stinhans (2), Menger, Stockmann (4), Blankert (1), Harting (1), J. Patzelt (3), Harnacke, Weigel, N. Patzelt (3), Steinkühler (6/4), Meyer (n.e.).

TuS 97: Trittin (7m), Weinholz; Grothaus (1), Kraatz (3), Heins (3), Niehaus (1), Röttger, Meyer (4/1), Ludwigs (2), Braunheim, Schulte, Pieper, Kämper (4/1), Klapdohr.

Zeitstrafen: 6:2 – Zuschauer: 550

Stationen: 2:2 (6.), 6:2 (12.), 10:4, 14:6 (HZ), 16:6 (35.), 18:11, 23:14, 23:18 (59.), 24:18.

So geht es weiter: So., 18. Februar, ASV Hamm II (A).

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