Frauen-Masters: Favorit BV Werther und Titelverteidiger TuS Langenheide müssen hellwach sein Gleich im ersten Spiel hop oder top

Halle (WB). 2017 haben die Frauen des TuS Langenheide erstmals das Hallenfußball-Masters gewonnen. In den Jahren davor haben sich Rekordsieger BV Werther und DSC Arminia in die Siegerliste eingetragen. Bei der 16. Auflage am 20./21. Januar in Versmold (Dreifachsporthalle der Hauptschule) wird einer der drei Favoriten in der Vorrunde scheitern.

Von Stephan Arend
Im Vorjahr hat sich TuS Langenheide (am Ball Geesje Neuhaus) im Finale überraschend mit 1:0 gegen Titelverteidiger BV Werther (mit Julia Walkenhorst) durchgesetzt. Die heimischen Topteams treffen erneut schon in der Vorrunde aufeinander.
Im Vorjahr hat sich TuS Langenheide (am Ball Geesje Neuhaus) im Finale überraschend mit 1:0 gegen Titelverteidiger BV Werther (mit Julia Walkenhorst) durchgesetzt. Die heimischen Topteams treffen erneut schon in der Vorrunde aufeinander. Foto: Gunnar Feicht

Mit Ausnahme des Ausrichterteams SG Dissen/Versmold ist niemand gesetzt worden. Die Auslosung hat ergeben, dass das hochgehandelte Trio in der Gruppe A antritt. Und nur die jeweils zwei besten Mannschaften jeder Gruppe qualifizieren sich für die Zwischenrunde. »Ich empfinde das als sehr unglücklich. So etwas würde es bei den Männern nicht geben. Das habe ich dem Kreisvorsitzenden Markus Baumann auch selbst mitgeteilt«, sagt Langenheides Co-Trainer Eckhard Lohmann. Geändert hat dies nichts an der für seine Schützlinge kuriosen Situation. Lohmann: »Wir treffen in unserem ersten Spiel auf Arminia. Gewinnen wir, spricht vieles dafür, dass wir das Halbfinale erreichen. Verlieren wir, scheiden wir aus.« Hop oder top für den Titelverteidiger also gleich im Auftaktspiel gegen den technisch starken Bezirksliga-Kontrahenten.

Dass der TuS zum zweiten Mal in Folge als Masters-Sieger das Ticket für den FLVW-Hallenpokal (Vorrunde am 3. Februar in Herford, Endrunde am 18. Februar in Mettingen) löst, glaubt Eckhard Lohmann ohnehin nicht. Für ihn ist Nachbar BV Werther der große Favorit auf den Gruppensieg und später auch auf den Titel. »Wir haben den BV im Vorjahr im Finale zwar 1:0 besiegt, hatten aber das Glück des Tüchtigen. Werther war die beste Mannschaft, obwohl wir in stärkster Aufstellung angetreten sind.« Das wird am Wochenende nicht der Fall sein. Da für den Bezirksliga-Spitzenreiter der Aufstieg ganz eindeutig Priorität genießt und die Saison schon Anfang Februar fortgesetzt wird, sollen die angeschlagenen Leistungsträgerinnen Geesje Neuhaus, Lea Notthoff und Ann-Christin Kruse Kruse geschont werden.

Auch BV Werthers Trainerin Jennifer Damkröger würde es begrüßen, wenn die besten Mannschaften gesetzt werden. »In Herford zum Beispiel ist dafür ein Punktesystem maßgeblich, in das die Hallenergebnisse der vergangenen Jahre einfließen.« Auf der anderen Seite habe die Hammergruppe A auch einen Vorteil: »Wer das Turnier gewinnen will, muss seine Spiele ohnehin gewinnen. Und aufgrund der starken Gegner in der Vorrunde müssen wir von Beginn an fokussiert sein. Auf jeden Fall sind alle meine Spielerinnen heiß auf das Masters.« Damkröger hat wie Langenheides Co-Trainer Lohmann auch den Bezirksliga-Zweiten SC Bielefeld auf der Rechnung.

SCB tritt in der Gruppe B neben SC Peckeloh als Favorit an. SV Häger ist im Vergleich mit den beiden Bezirksligisten Außenseiter. In der Gruppe C kommt es zum Duell der beiden Kreisliga-Titelrivalen Spvg. Steinhagen und VfL Schildesche. Hier ist Bezirksligist SC Halle das klassenhöchste Team. TSV Amshausen profitiert in der Gruppe D davon, dass die Favoriten nicht gesetzt worden sind und trifft ausschließlich auf in der Kreisliga schlechter platzierte Konkurrenten. Für SV SG Hesseln geht es in der Hammergruppe A darum, sich achtbar aus der Affäre zu ziehen.

Gruppe A

SG Dissen/Versmold

TuS Langenheide

DSC Arminia

SV SG Hesseln

BV Werther

Samstag, 10.30 bis 15 Uhr.

Gruppe B

SC Bielefeld

SV Häger

SC Peckeloh

SV Ubbedissen

Samstag, 11.35 bis 14.30 Uhr.

Gruppe C

Spvg. Steinhagen

SC Halle

TuS Union Bielefeld

VfL Schildesche

Samstag, 15.15 bis 18.30 Uhr

Gruppe D

TSV Amshausen

TuS Eintracht Bielefeld

TuS Hillegossen

VfL Theesen

Samstag, 15.55 bis 19.15 Uhr

Zwischenrunde

Die acht besten Mannschaften der Vorrunde (die Gruppensieger und Gruppenzweiten) treten am Sonntag von 10.30 bis 14.30 Uhr in zwei Vierergruppen an. Die Gruppenersten und Gruppenzweiten qualifizieren sich für das Halbfinale.

Endrunde

Halbfinale 1 Sonntag, 14.40 Uhr

Halbfinale 2 15.00 Uhr

Spiel um Platz drei 15.25 Uhr

Endspiel 15.45 Uhr

Bisherige Sieger

2003: BV Werther

2004: SC Peckeloh

2005: BV Werther

2006: DSC Arminia

2007: DSC Arminia

2008: VfL Schildesche

2009: DSC Arminia

2010: Spvg. Versmold

2011: BV Werther

2012: BV Werther

2013: BV Werther

2014: DSC Arminia

2015: DSC Arminia

2016: BV Werther

2017: TuS Langenheide

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