Handball-Oberliga: Loxten empfängt Mennighüffen mit Coach Jedrzej Das stärkste Bollwerk der Liga

Versmold-Loxten  (WB/guf). Volle Konzentration auf die nächste schwierige sportliche Aufgabe: Handball-Oberligist SF Loxten will im Heimspiel gegen VfL Mennighüffen und eine Woche später in Ferndorf das Punktekonto von derzeit 10:12 zum Hinserienende in den Plusbereich wandeln.

Union Halles ehemaliger Coach Zygfryd Jedrzej ist mit dem VfL Mennighüffen bisher auf Erfolgskurs. An diesem Samstag stellt er sich mit seinem Team bei SF Loxten vor – eine knifflige Aufgabe für die Gastgeber, die Heiner Steinkühler ersetzen müssen.
Union Halles ehemaliger Coach Zygfryd Jedrzej ist mit dem VfL Mennighüffen bisher auf Erfolgskurs. An diesem Samstag stellt er sich mit seinem Team bei SF Loxten vor – eine knifflige Aufgabe für die Gastgeber, die Heiner Steinkühler ersetzen müssen. Foto: Sören Voss

»Mit drei Punkten wäre ich zufrieden, vier wären optimal«, gibt Trainer Thomas Lay das Ziel für die nächsten zwei Spiele aus. Vor Jahresfrist hatten die Frösche die erste Saisonhälfte mit 13:13 abgeschlossen und anschließend noch Platz vier erreicht. Derzeit beträgt das Polster zum Tabellenvorletzten sechs Punkte (diesmal steigen definitiv nur zwei Oberligisten ab). Aber die Loxtener Ambitionen richten sich natürlich auf die obere Hälfte. Dort hat sich Mennighüffen – nach Platz zwölf im Vorjahr – diese Saison von Anfang an etabliert.

Obwohl Torjäger Arne Kröger (nach Altenhagen-Heepen) und Arne Kämper (nach Jöllenbeck) den VfL verlassen haben, gehört Mennighüffen mit 15:7 Zählern zum Spitzenquartett und hat auch auswärts bereits bei den Loxten-Bezwingern Hamm II und LIT gewonnen. Die Erfolgsbilanz basiert auf der exzellenten Abwehr: Mit 255 Gegentreffern hat sie in bisher elf Spielen noch 26 weniger kassierte als Spitzenreiter TSG Bielefeld. Eindeutig die Handschrift von Trainer Zygfryd Jedrzej: Der ehemalige Erfolgscoach von Frauen-Drittligist Union 92 Halle steht nach mehrmonatiger Krankheitspause erfreulicherweise seit Saisonbeginn wieder am Regiepult und hat seine personell stark veränderte Crew bisher auf fast jeden Gegner optimal eingestellt.

Deshalb hat natürlich auch Thomas Lay den nötigen Respekt vor den Gästen aus dem Kreis Herford. »Mennighüffen ist traditionell stark in der Defensive. Durch die Rückkehr von Routinier Uli Neumann und eine hohe Einsatzbereitschaft sind sie dieses Jahr besonders effektiv«, sagt Loxtens Coach. Auch mit Blick auf den VfL-Angriff hat die Spielvorbereitung viel Aufwand erfordert. Lay: »Früher war viel von der Achse Büschenfeld/Kröger abhängig. Mit den neuen Leuten wie Mailänder und Schumann wird das jetzt auf mehr Schultern verteilt.« Der Ex-Steinhagener Jonas Köster als Linkshänder und der aus Hille gekommene Oldie Tomek Tluczynski (2007 Vize-Weltmeister mit Polens Nationalteam) sind ebenfalls wertvolle Mosaiksteine im Erfolgsbild.

In Versmold muss der VfL auf den bisher starken Mittelmann Arne Halstenberg (USA-Aufenthalt) und eventuell auch auf Kreisläufer Malte Ames (Nasenbeinbruch) verzichten. Auf Loxtener Seite wiegt der Ausfall von Heiner Steinkühler (Fußblessur) schwer. Christian Kalms ist nach Verletzungspause noch nicht voll belastbar, Paul Blankert und Marian Stockmann waren grippekrank, sind ebenfalls nicht bei 100 Prozent. »Es wird auf jeden Fall wieder ein hartes Stück Arbeit«, weiß Thomas Lay. Mit Blick auf die neue Saison steht fest, dass Thilo Stinhans die Sportfreunde in Richtung Spvg. Versmold verlässt.

Kommentare

Sicherheits-Text:*

Mit * markierte Felder sind Pflichtfelder