Handball: Loxten und Steinhagen stellen sich absoluten Spitzenteams Bei den torhungrigen Wölfen

Halle (WB/guf). Auswärts gegen zwei absolute Spitzenteams: Handball-Oberligist SF Loxten (beim Tabellenführer SG Menden) und Verbandsligist Spvg. Steinhagen (bei Aufstiegsanwärter TuS Möllbergen) haben am 15. Saisonspieltag nichts zu verlieren.

Heiner Steinkühler (hinten/Mittelhandbruch) wird diesmal fehlen, wenn Loxten Florian Bußmeyer (am Ball) an die Kette zu legen versucht.
Heiner Steinkühler (hinten/Mittelhandbruch) wird diesmal fehlen, wenn Loxten Florian Bußmeyer (am Ball) an die Kette zu legen versucht. Foto: Sören Voss

Oberliga

SG Menden - SF Loxten. »Sauerland Wölfe« nennt sich die Spielgemeinschaft aus Menden, Lendringsen und Schwitten seit Beginn dieser Saison – und wie ein gieriges Raubtier-Rudel hat die Mannschaft mit 23:5 bisher auch Punktebeute gemacht. Sogar aus schier aussichtsloser Position wie am vergangenen Sonntag beim 34:29-Sieg in Nordhemmern. 13:19 (Halbzeit) und 16:24 lag der Favorit zurück, beim Stand von 18:25 (43.) verwarf Rückraumspieler Marcel Vogler einen Siebenmeter – aber über die Stationen 22:27, 28:28 (52.) und 31:28 nahm die Truppe von Trainer Micky Reiners doch noch beide Punkte mit. Diese Dramaturgie passt zur Gegner-Einschätzung von Loxtens Trainer Thomas Lay: »Die kommen sehr über den Kampf. Jeder hat die Fähigkeit sich zu zerreißen, geht mit absoluter Energie eins gegen eins.«

Im Hinspiel brachten giftige Loxtener Frösche die Angriffswucht der Wölfe (Treffer-Schnitt 31,3 pro Spiel) ins Stocken. »Leider haben wir da auch selbst viele Fehler gemacht. Sehr ärgerlich, dass dieses Spiel verloren ging«, wurmt Thomas Lay bis heute die knappe 24:25-Schlappe vom 17. September. Als Einfädler und sicherer Siebenmeterschütze war der Werthe­raner Florian Bußmeyer mit 7/5 Treffern damals Mendens erfolgreichster Werfer. Inzwischen ist er mit 76/30 Toren Siebter aller Oberliga-Goalgetter.

Gegen Bußmeyer & Co. wartet auf die Loxtener Abwehr eine Herkules-Aufgabe. Micky Reiners spielt die Favoritenrolle seines Teams jedoch herunter. Nachdem sein Team den TuS Spenge (wegen Pokal-Verpflichtungen spielfrei) als Spitzenreiter abgelöst hat, dämpft Mendens Trainer die Aufstiegserwartungen: »Es sind noch zwölf Spiele und das Glück, dass wie am Sonntag 18 Minuten ausreichen, um ein Spiel zu drehen und noch zu gewinnen, haben wir in der Regel nicht.«

Die Loxtener wollen die SG in Schwierigkeiten bringen. Nicht einsatzfähig: die verletzten Steinkühler (Dienstag an der Hand operiert), Stockmann und Dieckmann. Christian Kalms und Elvir Selmanovic wollen trotz Trainingsrückstands spielen. Kim Harting hofft, dass es trotz Erkältung geht.

Verbandsliga

TuS Möllbergen - Spvg. Steinhagen. »Durch Jöllenbecks Niederlage hat Möllbergen im Kampf um die Spitze noch mal einen Schub bekommen und wird sich keine Blöße geben.« Als krassen Außenseiter sieht Interimstrainer Marc-Oliver Pieper seine Mannschaft am Samstagabend beim Tabellenzweiten. Das entspricht auch der Einschätzung des neu­tralen Beobachters: Zu verkrampft war Steinhagens jüngste Darbietung gegen Gütersloh (20:22), zu schlecht die Trainingsbedingungen in der Woche. Die Ski-Urlauber Sebastian Brüggemeyer, Robin Kasper und Christoph Lewanzik werden hoffentlich gesund und rechtzeitig zum Spiel zurück sein, bei Philipp Henselewski, Tim Ansorge und Joachim Vogel steht wegen Krankheit oder Verletzung noch ein Fragezeichen hinter dem Einsatz. »Wir haben versucht, mit den wenigen verbliebenen Leuten an den Problemen im Angriff zu arbeiten. Mehr war nicht möglich«, berichtet Pieper.

Möllbergen (24:4 Punkte) hatte beim Hinspiel in Steinhagen bis zur 45. Minute arge Probleme mit einer starken Spvg.-Leistung, gewann schließlich 32:28 und hat zuhause bisher noch keinen Punktabgegeben. Das Team von André Torge ließ in 14 Spielen erst 317 Gegentore zu, beherrscht vor allem die 5-1-Deckung meisterhaft.

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