Landesliga: 2:0 – Peckelohs Zweikampfstärke entnervt VfB Fichte Störfeuer stoppt Spitzenreiter

Versmold-Peckeloh (WB). Während der 90 Minuten hat er sich heiser geschrien, nach dem Abpfiff trägt Markus Kleine-Tebbe ein Dauergrinsen im Gesicht: Beim 2:0 (1:0)-Coup von Fußball-Landesligist SC Peckeloh ist der Plan des Trainers gegen den bisherigen Spitzenreiter VfB Fichte Bielefeld voll aufgegangen.

Von Gunnar Feicht
Stefan Nienaber (vorne, 2. von links) wird von den Teamkollegen fast erdrückt: Soeben hat er das entscheidende 2:0 erzielt.
Stefan Nienaber (vorne, 2. von links) wird von den Teamkollegen fast erdrückt: Soeben hat er das entscheidende 2:0 erzielt. Foto: Feicht

Bis zum Auftritt in der Wöste hat VfB Fichte in den ersten drei Saisonspielen gezaubert: kein Punktverlust, 14:2 Tore. Aber beim SCP beißen die Rastellis von der Rußheide auf Granit. Vor dem Abwehrtrio Berger/Hall/Timon Weinreich hat Markus Kleine-Tebbe Vorwärtsverteidigung verordnet. Im ersten Durchgang stört Dauerläufer Kevin Ikeakhe den Aufbau der Gäste schon am gegnerischen Strafraum, tatkräftig unterstützt von Robin Sander und Daniel Schnadwinkel. Die gesamte SCP-Elf leistet ein Riesen-Laufpensum, scheut keinen Zweikampf, lässt dem Favoriten keinen Platz für Kombinationen. »Gegen uns ist es schon schwierig zu spielen, und die Jungs haben es sehr gut gemacht. Ich habe kaum eine große Torchance für unseren Gegner gesehen«, freut sich Markus Kleine-Tebbe.

Glück braucht der Außenseiter eigentlich nur beim Türöffner zum Sieg, dem Foulelfmeter zum 1:0. Gerrit Weinreich scheitert zunächst an Keeper Michael Arnolds, bringt aber den Nachschuss im Netz unter. Zuvor hat Daniel Schnadwinkel im Zweikampf mit Niklas Wittmann etwas theatralisch abgehoben, wird aber auch klar am Bein getroffen – mit dem Rücken zum gegnerischen Tor...

Der Favorit ist vom Rückstand sichtlich geschockt. Nur zwei Minuten später lässt sich Robin Sander auf linksaußen nicht aufhalten, sprintet auf den »kurzen Pfosten« zu, bringt der Ball aber nicht präzise zum mitgelaufenen Ikeakhe. Der ist kurz darauf halbrechts durch, steht jedoch knapp im Abseits. Auf der Gegenseite bedrohen Baris Orhan, Bielefelds gefährlichster Offensivmann, und Lennard Warweg das Tor des souveränen Keepers Tom Weber, scheitern aber.

In der zweiten Spielminute des zweiten Durchgangs scheint Orhan die Großoffensive der Gäste einzuleiten. Doch sein Querpass findet keinen Abnehmer. Die Peckeloher sind danach sofort wieder hellwach, stehen jetzt etwas tiefer, fast immer mit optimalem Abstand zwischen den Positionen und lassen kaum etwas zu.

Erst in der 84. Minute brennt’s noch mal lichterloh vor Weber, der – unterstützt von Hall – glänzend klärt. Im Gegenzug macht ein erfolgreicher Konter den Deckel drauf: Stefan Nienaber, der nach einer Stunde den angeschlagenen Schnadwinkel (Pferdekuss) hervorragend ersetzt, trifft zum 2:0 (84.). Markus Kleine-Tebbe: »Wir waren hoch motiviert, wollten unbedingt gewinnen und zeigen, was mit unseren Möglichkeiten als Team geht.« Eine Mentalität, die sich durchsetzt – und VfB Fichte an diesem Tag die Grenzen seiner Qualitäten aufzeigt.

SC Peckeloh: Weber, Berger, Hall, T. Weinreich, Pixa, Rustige, Colak (70. Heinsch), G. Weinreich, Schnadwinkel (61. Nienaber), Ikeakhe, Sander (86. Tur).

Tore: 1:0 (28.) Gerrit Weinreich , Foulelfmeter im Nachschuss nach Torwartparade – Wittmann hat Schnadwinkel gelegt; 2:0 (84.) Stefan Nienaber , nach langem Pass auf Robin Sander, der den Torwart ausspielt und querlegt.

Gelb-Rote Karte: Schwesig (VfB Fichte/90.+2), wiederholtes Foulspiel.

So geht’s weiter: So., 11. September, 15 Uhr RW Maaslingen (A).

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