Fußball-Regionalligist SC Verl zu Gast beim Tabellenzweiten Uerdingen – Coach Capretti: Respekt ja, Angst nein Ohne Zittern zum Giganten in die Grotenburg

Verl (WB). Trainer Guerino Capretti hat eine klare Vorstellung davon, was die Fußballer des SC Verl am Samstag (14 Uhr) in der Grotenburg-Kampfbahn beim KFC Uerdingen, dem Tabellenzweiten der Regionalliga West, erwarten dürfte. »Dieses Auswärtsspiel wird das schwerste der Saison für uns werden«, erklärt der 36-Jährige, der vor allem der besten Abwehr der Liga Respekt zollt.

Von Christian Bröder
Daniel Mikic (Mitte) und Zlatko Muhovic (rechts) reisen mit dem SC Verl am Samstag zum KFC Uerdingen.
Daniel Mikic (Mitte) und Zlatko Muhovic (rechts) reisen mit dem SC Verl am Samstag zum KFC Uerdingen. Foto: Wolfgang Wotke

Nur 14 Gegentore – starke Defensive um Ex-Madrilenen Schorch

Das »Starensemble« seines Kollegen Michael Wiesinger (45), der 2001 als Spieler des FC Bayern München die Champions League gewann, hat in 20 Spielen gerade einmal 14 Gegentreffer kassiert – auch ein Verdienst des einst für Real Madrid aktiven Christopher Schorch. »Gerade in der Defensive verfügen die Uerdinger über eine brutale Qualität. Der KFC ist eine Spitzenmannschaft mit lauter Topleuten«, sagt Capretti.

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Respekt ist da, aber Angst dürfen wir nicht haben. Wir wissen, was wir gegen Düsseldorf falsch gemacht haben.

Guerino Capretti

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Mit schlotternden Knien wird der Rangneunten von der Poststraße die Reise zum Giganten aus der Grotenburg, der sich im Winter noch einmal mit Ex-Profi Maximilian Beister namhaft verstärkt hat, gleichwohl nicht antreten: »Respekt ist da, aber Angst dürfen wir nicht haben. Wir wissen, was wir gegen Düsseldorf falsch gemacht haben«, spricht Capretti die Abschlussschwäche seines Teams beim 0:1 vom 17. Februar an und warnt: »Gegen Uerdingen bekommen wir sicher nicht so vielen Möglichkeiten.«

Im Training Rückkehr auf Rasen – Nächste Woche zwei Verlängerungen

Auch deshalb lag der Schwerpunkt in einer Übungseinheit dieser Woche wieder auf dem Torabschluss und dem Herausspielen von Chancen. Das Training wurde übrigens auf dem Rasenübungsplatz der Sportclub-Arena durchgeführt. »Die Jungs sind froh, wieder auf Rasen trainieren zu können. Das hat fast etwas Befreiendes«, erklärt Präsident Raimund Bertels, der Kaderplanung weiter forciert.

Am Donnerstag ist mit Trainer Capretti und Assistent Maniyel Nergiz der aktuelle Stand erörtert worden. Schon in der nächsten Woche sollen die Vertragsverlängerungen mit zwei weiteren Akteuren bekannt gegeben werden. Bertels sieht eine Chance der Verler in Krefeld darin, dass der KFC, dem der frühere Verler Trainingsgast Christian Müller fehlt, nach der Winterpause »noch nicht in Form ist«.

Schröder und Diallo fehlen dem SC Verl

Das 0:0 im Test gegen Turu Düsseldorf, ein 0:2 gegen Oberhausen im Niederrhein-Pokal und das 3:3 in Wattenscheid in der Liga sind Belege – dazu ein zeitweilig mies gelaunter KFC-Boss Mikhail Ponomarev. Der russische Geschäftsmann will Uerdingen weiter professionalisieren. »Wenn sie vorhaben aufzusteigen, rechnen sie gegen uns klar mit drei Punkten«, weiß Guerino Capretti. Ihm fehlen nur Jannik Schröder (Kreuzbandriss) und Cellou Diallo (Fieber).

So könnte der SC Verl spielen: Brüseke - Choroba, Schmidt, Stöckner, Sansar - Müller, Mikic (Kurt) - Schaal (Muhovic), Özkara (Liehr), Kurzen - Maier.

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