Badminton: Verl hat Aufstieg abgehakt – Baby-Alarm in der Sporthalle Tränenreiches Heimfinale

Verl (WB). Caroline Schulz und ihr für den verletzten Björn Stövesand in die Bresche gesprungener Mixed-Partner Nico Wannecke sind hoch motiviert: Beide wollen Badminton-Verbandsligist TV Verl das Remis sichern. Der Aufstieg winkt!

Von Uwe Caspar
ie Verler Badminton-Spielerin Caroline Schulz ist unglücklich umgeknickt und bekommt sofort Ersthilfe.Die niederschmetternde Diagnose für sie später im Gütersloher Krankenhaus: Achillessehnenriss. Ein Schock für Schulz und ihre TVV-Mitstreiter.
ie Verler Badminton-Spielerin Caroline Schulz ist unglücklich umgeknickt und bekommt sofort Ersthilfe.Die niederschmetternde Diagnose für sie später im Gütersloher Krankenhaus: Achillessehnenriss. Ein Schock für Schulz und ihre TVV-Mitstreiter. Foto: Uwe Caspar

Es sieht gut aus für die Gastgeber im letzten Heimmatch gegen den 1. BC Vlotho: Das Verler Duo gewinnt den ersten Satz mit 21:17 und liegt auch im zweiten vorne. Da passiert’s: Schulz bricht mit einem lauten Aufschrei zusammen. Weinend vor Schmerzen liegt sie am Boden, der verständigte Sanitärdienst rückt kurz darauf an. Die für »Caro« später niederschmetternde Diagnose im Krankenhaus: Achillessehnenriss! Nun droht der Pechmarie eine Zwangspause, die bis zu einem Jahr dauern kann.

Die Aufgabe im Mixed, das die Verler höchstwahrscheinlich zu ihren Gunsten entschieden hätten, besiegelt die bittere 3:5-Schlappe. Der Traum vom erstmaligen Aufstieg in die Oberliga dürfte somit beendet sein, wenngleich noch eine theoretische Chance besteht. Denn der am TVV wieder vorbeigezogene BC Lippstadt könnte am letzten Spieltag beim noch nicht gesicherten BSC Gütersloh stolpern.

Unter keinem guten Stern

Die Verler indes sollten auch ohne Schulz ihre finale Auswärtsaufgabe bei dem als Absteiger feststehenden BC 64 Steinheim lösen. Trotzdem rechnet sich Janine Büteröwe keine Chance mehr aus. Die TVV-Spielerin sagt seufzend: »Mit der aktuellen Niederlage haben wir unserer Aufstiegshoffnungen begraben. Lippstadt lässt sich das bestimmt nicht mehr nehmen.«

Die Partie gegen Vlotho steht nicht nur für Caroline Schulz unter einem unglücklichen Stern. Aufgeben muss ebenso das erste Herrendoppel, weil Björn Stövesand schon länger Rücken und Nacken einige Probleme bereiten. Auch der Vlothoer Carsten Detering packt während seines Einzels gegen Thomas Geuenich wegen Verletzung vorzeitig seinen Schläger wieder ein.

Baby-Alarm

In der Verler Sporthalle gibt’s zudem Baby-Alarm: Deterings bundesligaerfahrener Teamkollege Stephan Löll (er schmetterte früher für Rot-Weiß Wesel) muss sich um seine Kinder Jonathan (zehn Monate) und Nina (zweieinhalb Jahre) kümmern. »Meine Frau konnte nicht mitkommen, weil sie zeitgleich eine Theateraufführung in Minden hat«, erklärt der Daddy seine nicht einfache Doppelrolle als Akteur und Babysitter.

Obwohl der 38-Jährige bei seinem Einzel gegen Mike Gnanagunaratnam stets ein wachsames Auge auf seinen am Spielfeldrand kauernden Nachwuchs hat, siegt Löll dennoch. Danach kommt der Super-Papa seinen familiären Pflichten nach: Füttern und wickeln!

Kommentare

einfach nur pietätlos

Da wird über Sensationsfotos von Schaulustigen an Unfallorten diskutiert ... und dann ein solches Foto in der Lokalpresse. Ich weiß nicht, was schlimmer ist. Einfach nur pietätlos. Hat sich ein Herr Caspar bei dem Foto auch nur einen Augenblick Gedanken über das Gefühlsleben der Spielerin gemacht, wenn sie solch ein Foto in der Zeitung sehen muss ??
Vielleicht sollte sich der besagte Herr einfach mal den serösen Artikel seiner Kollegen in der NW ansehen.

absolut geschmacklos

Da sieht ein sowohl für den dürftigen Text als auch die sehr fragwürdige Bilderauswahl verantwortlicher Herr Uwe Casper mehr als 2 Stunden lang eine hoch motivierte und sehr gut aufschlagende Mannschaft des TV Verl, erlebt spannende Spiele mit tollen Ballwechseln und hat genug Gelegenheit, entsprechende sportliche Fotos zu schießen und einen Bericht zu schreiben, der die Wichtigkeit der Spiele im Hinblick auf einen möglichen Aufstieg der Mannschaft und die Dramatik der abrupten Beendigung des Spielbetriebs widerspiegelt. Und was kommt dabei heraus ? Das Bild einer mit schmerzverzerrtem Gesicht auf dem Boden liegenden Spielerin und eine Auskunft über Baby-Alarm in der Sporthalle. Chapeau ! Über die Gefühle der Sportlerin, die sich so abgelichtet in der Zeitung wiederfindet, hat man sich offensichtlich keine Gedanken gemacht. Meiner Meinung nach: Absolut geschmacklos !!!

Leute das geht echt gar nicht!

Ich wollte mal anmerken, dass es total daneben ist, einen Sportler in so einer schmerzlichen Sekunden abzulichten und das Bild dann auch noch groß und fett in der Zeitung zu drucken!!!
Daumen runter dafür!!!

3 Kommentare

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