Handball-Verbandsliga: Steinhagener Berg- und Tal-Fahrt beim 28:28 gegen Rödinghausen Nach 1:8-Start den Sieg verschenkt

Steinhagen (WB/ vos). Einfach das Leistungsvermögen abrufen und gewinnen – das gelingt Spvg. Steinhagen in dieser Handball-Saison anscheinend nicht. Auch das 28:28 (12:15) gegen CVJM Rödinghausen war wieder eine ständige Berg- und Talfahrt sowie kein Verbandsliga-Spiel für zart besaitete Nerven.

Einige starke Szenen, am Ende dann im Pech: Steinhagens Linkshänder Joachim Vogel.
Einige starke Szenen, am Ende dann im Pech: Steinhagens Linkshänder Joachim Vogel. Foto: Sören Voss

Tatsächlich stand sich das Cronsbach-Team gegen einen mittelklassigen Gegner wieder einmal selbst im Weg. »Wir haben uns das Leben selber schwer gemacht. Aber wenn du dich nach einem 1:8 wieder herankämpfst, spricht das auch für die gute Moral der Mannschaft. Die zweite Halbzeit war in Ordnung«, lautete das Fazit von Trainer Torben Gottsleben.

Der angesprochene Beginn war bis zum 1:8 (10.) ein neues Kapitel für die in dieser Saison mehrfach strapazierte Rubrik »Horror-Start«. Steinhagen attackierte in der Abwehr halbherzig und warf seine Chancen lustlos weg, die Paraden des starken Torwarts Jan-Henrik Koch ermöglichte den Gästen eine Reihe von Gegenstößen. Immerhin stabilisierte sich die Spvg. mit der Umstellung auf eine 6-0-Abwehr sowie der Hereinnahme von Torhüter Sebastian Brüggemeyer (13.) und zeigte mit mehr Emotionen jetzt, wie man Rödinghausen bekämpfen muss.

Die Gastgeber waren vor 180 Zuschauern nun das stärkere Team und schafften es, ihre Vorteile in der individuellen Dynamik und im Zusammenspiel besser aufs Feld zu bringen. Weil die Wurfausbeute jedoch weiterhin nicht optimal war, dauerte es bis zur 45. Minute, ehe Joachim Vogel den Ausgleich zum 21:21 besorgte und sogar bis zur 52., ehe erneut Vogel Steinhagen erstmals mit 25:24 in Führung brachte. Alles sprach für die Spvg., als Linksaußen Yannik Peperkorn zunächst das 26:24 und später das 28:26 besorgte. Mehrfach hatte Steinhagen danach die Chance zur Entscheidung. Weil aber 30 Sekunden vor Schluss Joachim Vogel vorne an Koch scheiterte und hinten Lukas Zwaka zu Fall brachte, kam Rödinghausen neun Sekunden vor Schluss von der Siebenmetermarke zur Ausgleichschance, die sich Lukas Reese nicht nehmen ließ.

Viele Steinhagener hatten in der letzten Szene ein Stürmerfoul gesehen. »Für mich war es auch eins«, sagte Joachim Vogel, »aber ich habe wohl im Kreis gestanden. So passte das mit dem Siebenmeter. Auch mit dem Ergebnis, für das sich Rödinghausen heute bei seinem Torwart bedanken kann.«

Daten & Fakten

Spvg. Steinhagen: Köhne (bis 14.), Brüggemeyer (ab 14.); Peperkorn (3), Lewanzik (1), Maiwald (1), Lünstroth (4), Vogel (2), R. Kasper (2), Höner (n.e.), Schulz (4), K. Kasper (3), Lindemann (7/3), Ansorge (1).

CVJM Rödinghausen: Koch, Kreft (n.e.); Deuker (5), Maschmann, Götsch (1), Co. Krenz (2), Ziege (6), Taubenheim (6), Ci. Krenz (1), Meier, Reese (5/4), Zwaka (2).

Stationen: 0:2, 1:8 (10.), 5:11, 10:13, 12:15 (HZ), 12:16, 14:16, 16:21 (41.), 21:21 (45.), 25:24 (54.), 28:26 (59.), 28:28.

Zeitstrafen: 5:3. - Zuschauer: 180.

So geht’s weiter: Fr., 16. März, 19.30 Uhr TSG Harsewinkel (A)

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