Handball-Verbandsliga: Steinhagen kassiert mit 22:23 erste Heimniederlage Zehnmal Maiwald – aber Serie reißt

Steinhagen  (WB/vos). Serie gerissen: Die bislang so heimstarke Spvg. Steinhagen hat nach vier Siegen vor heimischem Publikum die erste Niederlage kassiert. Gegen TuS Nettelstedt II gab es in der Handball-Verbandsliga ein 22:23 (13:13).

Der letzte Freiwurf bringt nichts ein: Robin Kasper vergräbt das Gesicht im Trikot, die Nettelstedter bejubeln den Sieg.
Der letzte Freiwurf bringt nichts ein: Robin Kasper vergräbt das Gesicht im Trikot, die Nettelstedter bejubeln den Sieg. Foto: Sören Voss

Die 180 Zuschauer sahen am Cronsbach eine tempo- und abwechslungsreiche erste Halbzeit. Beide Kontrahenten setzten auf eine 3-2-1-Deckung und versuchten jeweils mit spielerischen Mitteln zu Torchancen zu kommen, schafften es aber nicht, ihre Konzeptionen fehlerfrei aufs Parkett zu bringen. Über 60 Minuten einen guten Job machte Steinhagens Abwehr, aus der Torhüter Sebastian Brüggemeyer mit insgesamt 16 Paraden (darunter einige »frei vor«) noch herausragte.

In der Offensive sorgte Jonas Maiwald für Steinhagener Glanzlichter: Der Rechtsaußen hatte seine linke Wurfhand, wie schon zum Jahresende, wieder glänzend justiert und versenkte alle seine zehn Versuche im Tor der Bundesliga-Zweitvertretung. Von so einer Quote konnten alle übrigen Steinhagener nur träumen, denn in Abwesenheit von Jan Phillip Lindemann (Fingerverletzung) und Fabian Karnath (Bänderriss im Freitag-Training) hatte die Spvg. große Probleme, speziell am bulligen Innenblock der Gäste vorbei zu kommen. Christoph Lewanzik war nach überstandener Fußverletzung im Rückraum mit Anspielen und drei Toren zwar ein Aktivposten. Wie bei Robin Kasper (fünf Tore bei elf Versuchen) wechselten jedoch Licht und Schatten.

Es sprach für die Steinhagener Moral, dass die Spvg. trotz der sich häufenden Fehler nicht aufsteckte. Auch nach zwei verworfenen Siebenmetern (Schulz und Ansorge) stimmte der Einsatz und in der Schlussphase kämpfte sich die Cronsbach-Crew von 18:21 (50.) in 6:4-Überzahl auf 21:21 (55.) heran. Danach gab es vier Chancen, um zumindest einen Punkt zu retten: Doch Einläufer Colin Peperkorn kam einen Schritt zu spät, Gäste-Keeper Jan Wesemann parierte die Doppelchance von Leonard Haselbach und Lewanzik sensationell und Robin Kaspers letzter direkter Freiwurf blieb in der TuS-Mauer hängen. So machte auf der Gegenseite das Tor von Jan Grzesinski zum 23:22 die erste Spvg.-Heimpleite seit April (26:29 gegen Jöllenbeck) perfekt.

Eigentlich hatte Torben Gottsleben mit seinem Team noch auf einen Platz in der Verbandsliga-Spitzengruppe geschielt, doch dieses Thema dürfte jetzt vorerst vom Tisch sein. Der Trainer gab nach Abpfiff ehrlich zu: »Immer wenn man das Gefühl hat, dass wir nach oben kommen, machen wir einen Schritt zurück. Das ist schon frustrierend.«

Daten & Fakten

Spvg. Steinhagen: Köhne (n.e.), Brüggemeyer; Haselbach, Lewanzik (3), Y. Peperkorn, Maiwald (10), Lünstroth (n.e.), Vogel, Höner, Schulz (2/1), Ansorge (2), R. Kasper (5), C. Peperkorn.

TuS Nettelstedt II: Schröder, Wesemann; Mündemann (1), Schmidt (1), Kruse (1), Steinhauer (2/1), Schirge (1), Grzesinski (5), Ronnig, Spreen, Oevermann (3), Pohnke, Glöckner (3/2), Byczinski (6).

Stationen: 3:3 (7.), 6:6 (13.), 9:9 (20.), 12:10 (24.), 13:13 (HZ), 15:13, 16:17 (42.), 17:19, 18:21 (50.), 22:22, 22:23.

Zeitstrafen: 5:6 – Zuschauer: 180

So geht es weiter: Sa., 20. Januar, 18 Uhr, HSG Spradow (A).

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