Fußball-Landesliga: VfB kassiert in der Nachspielzeit 1:1 gegen Holsen Déjà-vu-Erlebnis statt Revanche

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Der VfB Schloß Holte hat in der Fußball-Landesliga den nächsten Punkt eingefahren. Doch der hat einen Beigeschmack. Erneut lässt sich der VfB in der Nachspielzeit die Führung nehmen.

Von Carina Teckentrup
Mittelfeld-Mann Stefan Elfers versucht einem Holsener den Ball abzunehmen. Der 1:1-Ausgleich in der umkämpften Partie fällt durch ein Strafstoßtor in der Nachspielzeit. Ausgerechnet VfL-Spieler Niklas Kerksiek trifft für die Gäste.
Mittelfeld-Mann Stefan Elfers versucht einem Holsener den Ball abzunehmen. Der 1:1-Ausgleich in der umkämpften Partie fällt durch ein Strafstoßtor in der Nachspielzeit. Ausgerechnet VfL-Spieler Niklas Kerksiek trifft für die Gäste. Foto: Patrick Pollmeier

Co-Trainer André Koslowski sprach von einem Déjà-vu-Erlebnis. Dabei wollte sich der VfB eigentlich sportlich revanchieren. Wie schon im Hinspiel gegen die Holsener, als die Holter auswärts führten und in der Nachspielzeit den Ausgleich nach einem umstrittenen Handspiel kassierten, sorgte eine zumindest bei den Zuschauern fragliche Entscheidung des Schiedsrichters für den 1:1-Anschlusstreffer in der letzten Minute der hart umkämpften Partie.

Eine weitere Parallele zum Hinspiel: Ausgerechnet VfL-Spieler Niklas Kerksiek traf wieder in den Holter Kasten. Dieses Mal, nachdem ein Holsener im Sechzehner gefoult wurde. Vermeintlicher Übeltäter auf VfB-Seite war Marco Weigmann. Der Schiedsrichter gab Elfmeter, Kerksiek verwandelte. »Den konnte man geben«, sagt Koslowski. »Es ist einfach enttäuschend, dass der Ausgleich wieder in der Nachspielzeit fällt. Aber über die gesamten 90 Minuten betrachtet, ist das Ergebnis leistungsgerecht«, zieht der Co-Trainer das Fazit zum Spiel. »Es war viel Mittelfeldgeplänkel.«

Dabei gehörte die erste Hälfte der Partie gegen den VfL, der einen Platz in der Tabelle gutmachen konnte und aktuell auf Rang vier steht, den Holtern. Kapitän Kevin Kröger schoss nach einem Freistoß von Maximilian Ulrich, der zunächst den zweiten Pfosten traf, zum 1:0 (27.) ins lange Eck. Ulrich und Julian Lakämper hatten weitere Chancen.

Nach der Pause änderte sich das Spiel, die Holsener drückten vermehrt in den Holter Strafraum. »Wir standen zu tief und nach der Auswechslung von Kevin Schubert haben wir an Stabilität verloren«, sagte Koslowski zum Wechsel in der 57. Minute. Nachdem er umknickte, wurde auch Lakämper in der 75. Minute durch Laurenz Frevert ersetzt. Die Mannschaft fand im zweiten Durchgang wenig Entlastung und konnte sich von den schnellen Holsenern nicht befreien.

VfB-Keeper Feim Statovci machte über die gesamte Partie einen überragenden Job. Er angelte sich jede VfL-Chance und hielt mit »sensationellen Paraden« den Kasten bis zur letzten Minute sauber. Nur gegen den Elfmeterschuss von Kerksiek war er machtlos. »Er hat uns im Spiel gehalten. Schade, wenn es dann am Ende doch nicht reicht«, sagt Koslowski.

»Grundsätzlich ist das Ergebnis gegen eine Top-Fünf-Mannschaft der Liga nicht schlecht. Es waren auch gute fußballerische Elemente dabei. Aber Unentschieden bringen uns nicht weiter. Für den großen Sprung reicht es so nicht«. Der VfB liegt nach dem Punktgewinn mit nun 19 Punkten weiterhin auf dem zwölften Tabellenplatz. Die Mannschaft hat mit sieben Remis die meisten Unentschieden der Landesliga. Am kommenden Sonntag trifft der VfB auf die Spielvereinigung Brakel.

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