Schwimmen: Dorothea Brandt gibt einmalige Trainingseinheit beim SSC 90 Ein Hauch von Olympia

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Eine Hand wäscht die andere. So halten es Kai Schirmer, Trainer des SSC 90 Schloß Holte-Stukenbrock, und seine Kollegin Dorothea Brandt. Beide kennen sich aus der Sportfördergruppe der Bundeswehr. Die 33-Jährige benötigte den Rat des erfolgreichen Rettungsschwimmers.

Von Carina Teckentrup
Eine Hand wäscht die andere: Dorothea Brandt und Kai Schirmer standen am Montagabend gemeinsam am Beckenrand. Die SSC 90-Leistungsschwimmer profitierten von der Erfahrung der zweifachen Olympia-Teilnehmerin.
Eine Hand wäscht die andere: Dorothea Brandt und Kai Schirmer standen am Montagabend gemeinsam am Beckenrand. Die SSC 90-Leistungsschwimmer profitierten von der Erfahrung der zweifachen Olympia-Teilnehmerin. Foto: Carina Teckentrup

»Ich habe vor einiger Zeit etwas Nachhilfe von Kai im Rettungsschwimmen gebraucht«, sagt die Kurzstrecken-Spezialistin. Im Gegenzug machte sie sich am Montagnachmittag von Essen auf dem Weg zum Hallenbad nach Schloß Holte-Stukenbrock. Und brachte nicht nur wertvolle Tipps für Schirmers Schwimm-Nachwuchs mit, sondern auch einen Hauch von Olympia. Brandt waren bei den Olympischen Spielen in Rio 2016 und Athen 2004 zwar keine Medaillen vergönnt. Aber allein das Wissen, dass sie auf so hoher Ebene aktiv war, sorgte bei den Kindern und Jugendlichen für Respekt. Mit Spaß und ihrer lockeren, motivierenden Art gab die Europameisterin ihre Erfahrungen weiter. »Heute wird nicht so viel geschwommen, es wird aber kognitiv anstrengend«, sagt Schirmer, selbst mehrfacher Welt- und Europameister im Rettungsschwimmen. Sein Schwimm-Credo: Nur ein kluger Schwimmer ist ein guter Schwimmer. Der Trainer hatte seine Stoppuhr am Montagabend nicht an den Beckenrand mitgebracht, denn Grundlagen standen auf dem Trainingsplan der 12- bis 19-Jährigen des SSC 90.

Brandt hat eine Trainer-C-Lizenz für den Breitensport und arbeitet auf Leistungssport-Lizenzen C und B hin. »Ich finde es wichtig, dass ich mein Wissen weitergebe. Wenn die Kinder heute nur um ein paar Prozent besser werden, hat sich die Fahrt im Schneegestöber schon gelohnt«, sagt Brandt und gibt wichtige Tipps zu Abstößen, Rumpfstabilität und Wasserlage. Die Psychologiestudentin, der erst im Alter von 13 Jahren mit dem Leistungsschwimmen begann, möchte weiter ehrenamtlich Kindern das Schwimmen auf hohem Niveau näherbringen. Derzeit hilft sie am Bundesstützpunkt in Essen drei Leistungsgruppen zu betreuen: »Wenn die Trainer einmal keine Zeit haben, übernehme ich.« Von der SSC-Truppe ist sie angetan: »Die Jugendlichen machen einen guten Eindruck. Ich arbeite mit ihnen an ihrer Selbstwahrnehmung im Wasser und der Rumpfstabilität.« Schirmer freut sich über die kompetente Unterstützung. »Es ist wichtig, Input von so erfolgreichen Sportlern zu bekommen.«

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