Basketball: FCS Wombats gewinnen Spitzenduell mit 75:71 nach Verlängerung Was für ein Wahnsinnskrimi!

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Das war ein spektakuläres Kreisliga-Spitzenspiel . Gegen TuSpo 09 Rahden haben die FC Stukenbrock Wombats knapp mit 75:71 (13:15; 16:10; 17:22; 13:10; 16:12) gewonnen. Dafür musste aber erst eine fünfminütige Verlängerung her, denn beide Mannschaften kämpften bis zum Ende erbittert um jeden Punkt.

Von Carina Teckentrup
Der Ball war über die gesamte Spielzeit hart umkämpft , hier von Wombats-Topscorer Marvin Hanke (Mitte) und seinen Rahdener Gegenspielern. Man merkte beiden Mannschaften die Anspannung an, die das Spitzenspiel begleitete.
Der Ball war über die gesamte Spielzeit hart umkämpft , hier von Wombats-Topscorer Marvin Hanke (Mitte) und seinen Rahdener Gegenspielern. Man merkte beiden Mannschaften die Anspannung an, die das Spitzenspiel begleitete. Foto: Carina Teckentrup

Den etwa 80 Zuschauern boten die beiden Topkonkurrenten ein hitziges und intensives Spiel. FCS-Coach André Walke schickte zunächst Nate Saveedra, Paul Dreßler, Moritz Pohlmann, Sebastian Wanzke und Philip Snelting auf das Feld.

Beiden Teams merkte man sofort an, wie wichtig dieses Spiel war. So wurde das erste Viertel immer wieder von Führungswechseln geprägt und kein Team konnte sich deutlich absetzen. »Punktetechnisch war es eher kein Feuerwerk, doch die Spieler auf beiden Seiten waren hellwach und hoch motiviert«, sagt Wombats-Pressesprecher Pascal Lideck. In der Schlussminute entschied Rahden das Viertel mit 15:13 für sich.

Im zweiten Viertel erwischten die Gastgeber den besseren Start und erspielten sich zunächst eine 18:15 Führung (11. Minute). Drei Führungswechsel folgten, aber erneut schaffte es keine der beiden Mannschaften, sich entscheidend abzusetzen – bis es den Wombats in der letzten Minute des Viertels gelang, vier Punkte in Folge zu erzielen und so mit 29:25 in die Halbzeit zu kommen.

Rückstand Minute für Minute wieder aufgeholt

Nach dem Seitenwechsel war die Mannschaft auch weiter spielbestimmend und schaffte es, sich weiter abzusetzen (41:31; 23. Minute). Rahden war zu einer Auszeit gezwungen und die brachte Erfolg. Das Team ließ sich nicht abschütteln und mit einem 18:5-Lauf drehten die Spieler die Partie. »In den letzten beiden Minuten ist uns kein Korb mehr gelungen und wir haben die Führung zu nachlässig aus der Hand gegeben«, berichtet Lideck. Im letzten Viertel legte Rahden weiterhin nach und setzte sich auf 53:46 ab (31.).

Den Zuschauern war das Entsetzen über den unerwarteten Spielverlauf anzumerken. »Wir hatten Probleme, in der Offensive Fuß zu fassen. Die Rahdener haben uns zu schwierigen Würfen gezwungen. Auch unsere Freiwurfquote war unterirdisch«, sagt Lideck über den FCS-Einbruch. Lediglich 6 von 14 Freiwürfen gingen in den Korb.

Letzter Angriff führt nicht zum Sieg

Doch auch die Gäste brachen ab der 35. Minute ein und Rahden gelang offensiv ebenfalls nicht mehr viel. Die Wombats bekamen den Spitzenreiter wieder in den Griff und holten Minute für Minute den Rückstand auf. Der entscheidende Ausgleich fiel in der letzten Spielminute durch zwei sicher verwandelte Freiwürfe von Philip Snelting. Dann meinte es das Glück noch einmal gut mit den Wombats: Im letzten Angriff der regulären Spielzeit kam Rahden noch zum Angriff, der Ball wollte aber nicht mehr in den Korb.

Es kam zur ersten Verlängerung in dieser Saison. »Was anderes konnte man bei diesem Spiel fast nicht erwarten«, sagt Lideck über den nervenaufreibenden Basketballkrimi am Freitagabend.

In der Verlängerung mobilisierten die Stukenbrocker alle Kräfte und starteten mit einem 8:0-Lauf in den ersten zwei Minuten. Das Team von Walke legte weiter nach und lag in der 44. Minute mit 72:63 vorne. »In der letzten Minute kassierten wir von Rahden noch zwei Dreier, doch wir konnten sie weiter auf Abstand halten«, freut sich Lideck über den Spielausgang.

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