Stadtmeisterschaften: VfB holt zum fünften Mal in Folge den Pokal – Liemke Zweiter Ruhe bewahren lautet das Erfolgsrezept

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Der VfB Schloß Holte hat erneut seine Übermacht bei den Stadtmeisterschaften gezeigt und mit vier Punkten Vorsprung vor Liemke gewonnen. Zunächst ging es für den Landesligisten aber holprig los.

Von Carina Teckentrup
Futsal-Nationalspieler Ibrahim Kalemci vom VfB kämpft mit Yannick Fischer vom SCW Liemke um den Ball. Der VfB zeigte erneut seine Übermacht in der Halle und gewann die Stadtmeisterschaft mit 13 Punkten vor Liemke (9 Punkte).
Futsal-Nationalspieler Ibrahim Kalemci vom VfB kämpft mit Yannick Fischer vom SCW Liemke um den Ball. Der VfB zeigte erneut seine Übermacht in der Halle und gewann die Stadtmeisterschaft mit 13 Punkten vor Liemke (9 Punkte). Foto: Patrick Pollmeier

Im Eröffnungsspiel der Stadtmeisterschaft der Senioren am Sonntag sorgte der PSV Stukenbrock-Senne gleich für eine Überraschung. Als hätte es der Co-Trainer des VfB, André Koslowski, vorhergesehen, überrumpelte der C-Ligist den ligahöchsten Verein und sorgte überraschend für ein 1:1-Unentschieden. »Ausgerechnet die Kleinen, der PSV und FC Kastrioti, haben uns zu Beginn Schwierigkeiten gemacht«, stellte auch VfB-Hallenbeauftragter Marcel Rogalla fest.

Denn auch der FC Kastrioti Stukenbrock aus der Kreisliga B sorgte für eine kleine Sensation und ging gegen den VfB mit 1:0 in Führung. Die konnten die Holter noch in ein 1:2 verwandeln. »Es sitzt schon viel Brisanz in manchen Spielen, aber das gehört grundsätzlich dazu«, sagte Rogalla über die aufgeheizte Stimmung in der Halle. Er feierte mit dem VfB den zweiten Hallensieg nach dem Senne-Cup. »Wir haben in den entscheidenden Situationen die Ruhe bewahrt.«

Hart gekämpft

Die Mannschaft des FC Kastrioti, die sich im letzten Jahr teilweise disziplinlos gezeigt hatte, kämpfte zwar hart, aber genauso fair wie die anderen Teams. Sie freuten sich über einen 4. Platz mit Siegen über den PSV (1:0) und Bezirksligist SW Sende (3:1). Die Sender reisten mit nur sieben Feldspielern und einem Torwart an. Als Robert Große wegen eines vermeintlichen Handspiels im Spiel gegen den FC Stukenbrock eine rote Karte kassierte, zog sich Henry Koch die Handschuhe an.

Das Spiel verlor Sende dann mit 0:2. Den einzigen Sieg im Turnier feierten sie gegen den PSV (5:3), schlussendlich wurde es Platz 6. »Der Rest von uns ist zum Testspiel nach Steinhagen gefahren. Die Vorbereitung für die Liga hat für uns Vorrang«, sagte Mavin Fernandes Vilas Boas. Er war erst am Samstag im Testspiel gegen Liemke seit einer Schulterverletzung das erste Mal wieder zum Einsatz gekommen und war nach dem Turnier »ziemlich platt«.

Den Sieg verspielt

Besser lief es für die Liemker, die insgesamt drei Siege und Platz 2 erspielten. Der PSV ärgerte aber nicht nur den VfB, sondern auch die Liemker, gegen die sie ihren einzigen Sieg (2:1) feierten. »Gegen den PSV haben wir den Sieg verspielt. Auch gegen den VfB haben wir schlecht gespielt. Da waren wir nicht clever genug«, bilanzierte Waldeslust-Trainer Tobias Brockschnieder. »Es ist vieles möglich im Hallenfußball. Es ist schön, dass sich niemand von uns verletzt hat«, freute sich Brockschnieder nicht nur über den Vizemeistertitel.

Sebastian Räker vom PSV freute sich auch, obwohl seine Mannschaft das letzte Spiel gegen den FCS seiner Meinung nach hätte gewinnen müssen. »Aber wir waren das einzige Team, das gegen den VfB Punkte geholt hat. Das tröstet. Personell sind wir auf dem Zahnfleisch gegangen«, sagte Räker über die wenigen PSV-Spieler in der Halle. »Wir haben gesehen, was gegen die Großen möglich ist«, freute sich auch Ulf Gansauge vom PSV, der das Turnier organisierte. Zufrieden war auch Siggi Wecker, Trainer beim A-Ligisten FC Stukenbrock. »Wir haben einen guten Start hingelegt. Die letzten Sekunden gegen den PSV haben uns den dritten Platz gerettet«. Stefan Friesen hatte 34 Sekunden vor Schluss zum 1:1 und dem letzten Tor des Tages getroffen.

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