Schwimmen: Klaus Schwarz hört auf – Verein im Umbruch Schirmer wird SSC’90-Trainer

Schloß Holte-Stukenbrock  (WB). Kai Schirmer wird ab März neuer Trainer des SSC’90 Schloß Holte-Stukenbrock. Damit übernimmt er das Amt von Klaus Schwarz, der zur Ahlener SG wechselt. Zudem soll ein neuer Vorstand beim SSC folgen.

Von Hendrik Fahrenwald
Kai Schirmer, Co-Bundestrainer der DLRG, hier mit Bundestrainerin Elena Prelle in dieser Woche, übernimmt ab März den Trainerposten des SSC’90 Schloß Holte-Stukenbrock. Er folgt damit dem langjährigen Trainer Klaus Schwarz.
Kai Schirmer, Co-Bundestrainer der DLRG, hier mit Bundestrainerin Elena Prelle in dieser Woche, übernimmt ab März den Trainerposten des SSC’90 Schloß Holte-Stukenbrock. Er folgt damit dem langjährigen Trainer Klaus Schwarz. Foto: DLRG

Der heimische Schwimmverein erfindet sich derzeit neu. »Der SSC ist im Wandel«, sagt Kai Schirmer, der ab 1. März das Training des Nachwuchs und der 1. Mannschaft leiten wird. Auch Geschäftsführer Michael Morgenstern, sieht unter anderem durch die Verpflichtung von Schirmer, einen Umbruch. »Wir brauchen eine Umstrukturierung.«

Seit fast einem Jahr ist die Stelle des ersten Vorsitzenden nicht besetzt. Zudem gehören die sportlichen Glanzzeiten des Schwimm-Vereins größtenteils der Vergangenheit an.

»Der Verein steckt in einer kleinen Krise«, sagt Klaus Schwarz, der zwölf Jahre für den SSC arbeitete und unter anderem 1997 die Herrenmannschaft in der 2. Bundesliga oder vor zwei Jahren Noa Hörster als Deutsche Jahrgangsmeisterin betreute. Für den Trainer aus Sendenhorst ist sein neuer Verein aus Ahlen, im Gegensatz zum SSC, nur wenige Kilometer entfernt. »Ich bin im Jahr rund 24 000 Kilometer gefahren, aber das war nicht der ausschlaggebende Grund für den Wechsel«, sagt Schwarz, auch wenn er anfügt. »Der Verein braucht jemanden, der vor Ort ist.«

Diese Rolle nimmt nun Kai Schirmer ein. Schirmer ist somit nicht nur Co-Bundestrainer der DLRG-Nationalmannschaft und in der Ortsgruppe der DLRG engagiert, sondern nun auch beim SSC. Dort ist er seit 2005 Mitglied. Sein Werdegang ist derselbe wie im Rettungssport. »Ich war Sportler, Mannschaftssprecher und jetzt Trainer«, sagt Schirmer. Eines seiner langfristigen Ziele sei es, bei dem Deutschen Mannschaftswettbewerb wieder »eine schlagkräftige Truppe zusammenzustellen«, so Schirmer.

Kurzfristig sei eine der größten Veränderungen des Trainings, dass er ein Athletiktraining der Schwimmer einführt, sagt Schirmer. Die Sportler werden somit nicht nur im Becken, sondern auch im Fitnessstudio gefordert werden. »Ich habe schon richtig Lust auf meine neue Aufgabe und hoffe, dass die Sportler genauso Lust haben«, sagt Schirmer.

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