Radsport: Westhoff-Wittwer ist bester Deutscher in Hoogerheide Die WM-Generalprobe gelingt

Schloß Holte-Stukenbrock  (WB). Vor den Cross-Weltmeisterschaften hat Radsporttalent David Westhoff-Wittwer vom RSV Gütersloh beim Weltcup-Rennen im niederländischen Hoogerheide (Nordbrabant) eine gelungene Generalprobe gefeiert. In der Juniorenklasse U 19 ist der deutsche Vizemeister aus Schloß Holte-Stukenbrock mit nur 1:16 Minuten Rückstand auf Sieger Thomas Pidcock auf den 29. Platz unter 70 Startern gefahren.

Von Hendrik Fahrenwald

Für Westhoff-Wittwer ist es sein bisher bestes Ergebnis im Weltcup und damit bewies der Nachwuchsfahrer vor dem WM-Wochenende seine bestechende Form. Dementsprechend zufrieden zeigte sich Westhoff-Wittwer nach auch dem Rennen. »Ich hatte mir vor der Saison zum Ziel gesetzt, im Weltcup unter die besten 30 zu fahren. Das habe ich geschafft, und deshalb kann ich mit mir zufrieden sein«, sagt Westhoff-Wittwer.

Dem WM-Start im luxemburgischen Bieles sieht er gelassen entgegen. Ein erstes WM-Gefühl kam bei ihm vermutlich schon angesichts des Teilnehmerfelds auf. »Das Weltcup-Rennen war besonders gut besetzt, weil die Amerikaner, Kanadier, Australier und Japaner angereist waren«, sagt Westhoff-Wittwer und räumt deshalb seinem Abschneiden einen besonderen Stellenwert ein.

Zudem stimmte den Nachwuchsmann des RSV die Tatsache, dass die Weltspitze mit nur 1:16 Minuten Vorsprung verhältnismäßig knapp vor ihm ins Ziel huschte, besonders zuversichtlich.

Sturz auf gefrorener Fahrbahn

»Ich habe mich in den Weltcup-Rennen in dieser Saison enorm gesteigert. Nach zwei Runden hatte ich nur 15 Sekunden Rückstand auf die Spitze und habe diese immer noch in Sichtweite gehabt«, sagt Westhoff-Wittwer.

Etwas verärgert war er über seinen Sturz in der vorletzten von sechs Runden. Auf dem hart gefrorenen 2,7 Kilometer langen Rundkurs in Hoogerheide erwischte Westhoff-Wittwer in einer der zahlreichen Kurven eine mit Eis bedeckte Stelle und rutschte weg. »Das hat mich mindestens 20 Sekunden gekostet, weil die Kette abgesprungen war. Zudem war die schöne Gruppe weg«, ärgerte sich der Nationalkaderfahrer, über die verpasste Top-20-Platzierung, die sich der Belgier Arne Vrachten mit 57 Sekunden Rückstand als 19. sicherte.

Dem Gerangel und dem kleinen Sturz gleich zu Beginn konnte Westhoff-Wittwer gut ausweichen und so wurde er nur unwesentlich behindert. Schnell setzte er sich auf dem Kurs in einer Gruppe von fünf Fahrern fest, die um Platz 20 fuhren. Mit knapp 50 Sekunden Rückstand auf Westhoff-Wittwer folgte Lukas Baldinger als zweitbester Deutscher.

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