Handball: FC Stukenbrock verliert 23:29 beim TSV Schloß Neuhaus 2 Der große Druck ist raus

Schloß Holte-Stukenbrock  (WB). Lange Zeit galt der FC Stukenbrock in der Kreisliga als Mitfavorit um den Titel und den Aufstieg. Damit ist nun Schluss. Mit der vierten Saisonniederlage verabschiedeten sich die Stukenbrocker beim TSV Schloß Neuhaus 2 vorerst aus dem Titelrennen. Für den FCS hat die 23:29 (9:19)-Pleite ihre Vorteile.

Von Hendrik Fahrenwald
Peter Menke (rechts) hat mit dem FC Stukenbrock eine Spitzenposition in der Liga abgegeben. Die Stukenbrocker haben sich durch eine Niederlage vorerst vom Titelrennen verabschiedet.
Peter Menke (rechts) hat mit dem FC Stukenbrock eine Spitzenposition in der Liga abgegeben. Die Stukenbrocker haben sich durch eine Niederlage vorerst vom Titelrennen verabschiedet. Foto: Patrick Pollmeier

»Die Luft ist bei uns nicht raus, dafür aber der Druck«, sagt FCS-Spielertrainer Thorsten Grunwald. Immer wieder sei die Rede davon gewesen, dass die Stukenbrocker oben in der Tabelle bleiben müssen und auch können. Das sei nun vorbei, so Grunwald. Denn der Patzer gegen den Tabellenachten hat den FCS auf den vierten Platz zurückgeworfen.

Dabei hatten die Stukenbrocker gegen das vermeintlich schwächere Team von Anfang an Probleme. »Es war viel Hektik in den ersten Minuten«, sagt Grunwald. Mit seinem Team sah er in der Anfangsphase nur zu. Prompt lagen die Stukenbrocker mit 0:6 zurück. »Den schlechten Start in die Partie konnten wir anschließend nicht kompensieren«, sagt Grunwald. Denn obwohl die Gäste vereinzelt trafen, baute Schloß Neuhaus vor dem Seitenwechsel sogar die Führung auf zehn Tore aus – 19:9. Beim FCS haperte es nicht nur an einer stabilen Deckung. In den Abschlüssen warfen die Stukenbrocker oftmals über das Ziel hinaus. »Wir haben sehr hoch auf das Tor geworfen, obwohl der Torwart dort sehr stark war«, sagt Grunwald, der sich mit seinem Team lernresistent zeigte. »Wir haben unser Wurfbild nicht verändert.«

Dafür sorgte die Hereinnahme von Sascha Freyer im zweiten Abschnitt für neuen Elan, und der FCS bewies Moral. Mit einer Serie von fünf Toren verkürzten die Stukenbrocker in der ersten Viertelstunde der Hälfte den Rückstand, ohne den Führenden wirklich zu beeindrucken – 16:22 (44.). »Sie haben den Vorsprung gut heruntergespielt«, sagt Grunwald und bemängelt die schwache Offensive auch nach dem Seitenwechsel. »Wir hatten keine gute Abschlussquote.« So kamen die Stukenbrocker auf nicht mehr als sechs Tore heran und mussten sich schlussendlich mit 23:29 geschlagen geben.

Für die Stukenbrocker beginnt nun endgültig eine neue Zeitrechnung in der Kreisliga. »Wir sind ab sofort nicht mehr automatisch in der Favoritenrolle und müssen erst einmal wieder in die Spur finden«, resümiert Grunwald. Zumindest großen Druck verspürt der FCS in dieser Situation nicht mehr.

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