Stadtmeisterschaften: VfB geht als Titelverteidiger in das Turnier SW Sende will Titelverteidiger ärgern

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Die sechs Vereine der Stadt spielen am Sonntag um den Stadtmeister­titel und jagen dabei den Landesligisten VfB Schloß Holte, der zuletzt dreimal hintereinander den Henkelpott in der Halle am Hallenbad holte und wieder als großer Favorit in das Turnier geht.

Von Hendrik Fahrenwald
Vladimir Rebeja (rechts) vom FC Kastrioti Stukenbrock im Zweikampf mit Calum Williams von SW Sende. Beide trafen bei der Stadtmeisterschaft im vergangenem Jahr aufeinander. Im dritten Spiel des Turniers gibt es am Sonntag ein Wiedersehen.
Vladimir Rebeja (rechts) vom FC Kastrioti Stukenbrock im Zweikampf mit Calum Williams von SW Sende. Beide trafen bei der Stadtmeisterschaft im vergangenem Jahr aufeinander. Im dritten Spiel des Turniers gibt es am Sonntag ein Wiedersehen. Foto: Patrick Pollmeier

Seit drei Jahren hat der VfB den Pokal des Stadtmeisters gepachtet. Gut möglich, dass am Sonntag ein weiteres Jahr hinzukommt. Denn die Landesliga-Truppe von Trainer Mario Lüke ist zumindest auf dem Papier nahezu konkurrenzlos. Bereits vergangenes Jahr kam der VfB als einziger Landesligist seiner Favoritenrolle nach und wies den zeitweise Paroli bietenden FC Stukenbrock in die Schranken. Nun tritt der FCS mit einem nominell schwächeren Team und misst der Titeljagd keinen hohen Stellenwert bei. »Das Turnier hat für uns keine große Bedeutung, dafür fehlt der Reiz«, sagt Stukenbrocks Trainer Artur Olenberg, der die Stadtmeisterschaften nicht zur Pflichtveranstaltung gemacht hat. »Es spielen nur diejenigen mit, die richtig Bock haben.«

Ohne die Futsal-Spieler

Kampflos wird sich der VfB, der die Stadtmeisterschaften ausrichtet, am Sonntag allerdings nicht zum Titel spielen, dafür will der Sender A-Ligist sorgen. »Wir wollen mindestens Zweiter werden, wenn wir nicht sogar am Ende den Holtern im Spiel um den ersten Platz gefährlich werden«, sagt SW-Co-Trainer Lenard Schröder. Ausgerechnet das letzte Spiel des Turniers wird von Schloß Holte und Sende bestritten und VfB-Trainer Mario Lüke hat die Sender auf dem Zettel. »Sende wird eine bessere Rolle als in den vergangenen Jahren spielen«, sagt er, betont aber, »wir wollen unserer Rolle gerecht werden.« Schließlich gehe sein Team als Favorit in das Turnier. Geführt werden die Holter am Sonntag von VfB-Torwart Marcel Rogalla, der, wie in der Halle für den VfB üblich, die Rolle des Spielertrainers einnimmt. Dabei muss der Holter Hüter auf den womöglich besten Hallenspieler der Stadt verzichten. VfB- und Futsal-Spieler Memos Sözer sitzt am Sonntag mit der Futsal-Nationalmannschaft im Flieger Richtung Lettland, um dort ab Montag die EM-Qualifikation zu spielen. Außerdem ist der Einsatz von Ibrahim Kalemci fraglich, ebenfalls Futsal-Spieler und im erweiterten Kreis der Nationalmannschaft. Das ändere nichts an den Ambitionen, am Ende des Turniers den vierten Titel zu feiern. »Wir haben den Anspruch, das Ding zu gewinnen«, sagt Lüke.

Angst vor Verletzungen

Das Bedürfnis hat Liemkes Trainer Tobias Brockschnieder nicht. »Einige von uns kicken gerne in der Halle, ich hoffe allerdings nur, dass sich niemand verletzt.« Mit einer Verletzung hat Liemke vergangenes Jahr seine Erfahrung gemacht. Der nun ehemalige Liemker Alexander Schiller zog sich einen Jochbeinbruch zu.

Wenig Chancen, die Großen zu ärgern, rechnen sich die Außenseiter des Turniers aus. Naim Pajaziti, Spielertrainer des B-Ligisten FC Kastrioti Stukenbrock, bastelt an seinem Hallenkader. »Ich muss zusehen, dass ich eine Truppe aufstelle, die sich benimmt«, sagt Pajaziti, dem selbst aufgrund einer roten Karte beim Senne-Cup nur das Zusehen bleibt. Für ihn geht es vor allem um das Wiedersehen mit den anderen Vereinen der Stadt. »Wir wollen Spaß haben und alte Bekannte treffen.«

»Es ist schön, dass wir zusammenkommen«, findet auch Marcus Pfeiffer, Trainer des C-Ligisten PSV Stukenbrock-Senne, der nicht nur aufgrund der Ligazugehörigkeit krassester Außenseiter ist. »Dem hinzu kommt, dass viele von uns nicht spielen wollen.«

Bevor der Stadtmeister der Senioren ausgespielt wird, stürmen die Reserve-Teams aus der Stadt das Parkett. Dabei geht SW Sende II als Titelverteidiger in das Turnier. Im vergangenem Jahr hatten die Sender mit einem 2:2-Unentschieden gegen den FC Stukenbrock II im letzten Spiel den Pokal gewonnen.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.