Fußball: Beim FC Stukenbrock geben vier Trainer ihren Abschied bekannt Erneuter Umbruch am Kruskotten

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Abschiedswelle in Stukenbrock: Die Fußballabteilung des FC Stukenbrock muss im Sommer gleich vier Trainerabgänge in der Seniorenabteilung hinnehmen. Bezirksliga-Trainer Artur Olenberg hört mit Co-Trainer Tobias Berkenkamp auf. Ebenso stehen Reserve-Trainer Mike Bröckling und Co-Trainer Sören Klugmann vor der letzten Halbserie für den FCS.

Von Hendrik Fahrenwald
Artur Olenberg (Mitte), Trainer des Bezirksliga-Teams des FC Stukenbrock, hat seinen Abschied bekannt gegeben. Nach der Rückrunde ist für ihn im Sommer Schluss.
Artur Olenberg (Mitte), Trainer des Bezirksliga-Teams des FC Stukenbrock, hat seinen Abschied bekannt gegeben. Nach der Rückrunde ist für ihn im Sommer Schluss. Foto: Fahrenwald

Nicht nur sportlich läuft es somit bei den Stukenbrockern derzeit nicht rund. Sowohl die erste, als auch die zweite Mannschaft des Vereins stehen in ihren Ligen auf dem letzten Platz. Es droht der Abstieg in die Kreisliga A und in die Kreisliga C. Darüber hinaus hat der Verein nun auch personelle Probleme.

Für Bezirksliga-Trainer Artur Olenberg ist nach der Rückrunde Schluss. »Ich werde im Sommer aufhören«, sagt Olenberg. Dabei hat sein Abschied nichts mit dem unvermeidlichen Abstieg seines Teams zu tun. »Die Gründe sind beruflicher und privater Natur, der Aufwand für die Vereinsarbeit ist zu groß geworden.«

Deshalb hört er nach insgesamt rund zehn Jahren Trainerarbeit auf. Seit drei Jahren ist er für den FC Stukenbrock tätig. Seine Stukenbrocker Bilanz lässt sich trotz des sich anbahnenden Abstiegs sehen: Mit seinem Team stieg er von der Kreisliga C in die Kreisliga B auf, um seit dieser Saison sogar mit dem Großteil seiner ehemaligen B-Liga-Mannschaft in der Bezirksliga zu spielen.

Der zweite Umbruch folgt

Denn im vergangenem Sommer übernahm er mit Co-Trainer Tobias Berkenkamp, der ebenfalls nun von seinem Amt zurücktritt, das Bezirksliga-Team des Vereins. Dadurch standen Olenberg und sein Team für den Neuanfang beim FCS, nachdem zuvor Trainer Julian Hesse, Spielertrainer Mirco Westermeier und das ehemalige Bezirksliga-Team den Verein aufgrund der Neuausrichtung der Abteilung verlassen hatten.

Nun also folgt im Sommer der zweite Umbruch. Im Vergleich zu seinem Vorgänger wird Olenberg aber nicht gänzlich von der Stukenbrocker Bildfläche verschwinden. »Er wird uns als Berater erhalten bleiben«, sagt Fußballvorsitzender Peter Glissmann. Auch Olenberg merkt an, »ich werde mit Rat statt Tat dem Verein zur Seite stehen.« Deshalb ist er schon jetzt in der Suche nach seinem Nachfolger und den ersten Gesprächen mit potenziellen Kandidaten eingebunden.

In der kommenden Woche sollen die Kandidaten der Mannschaft, die am Dienstag von dem Abschied ihres Trainers erfahren hat, vorgestellt werden. Denn die Meinung der Spieler ist dem Verein besonders wichtig. »Das Team soll mitentscheiden, wer neuer Trainer wird«, sagt Glissmann. Schließlich soll das aktuelle Bezirksliga-Team dem Verein auch in der anstehenden Kreisliga A vertreten, wenn es dort um den Klassenerhalt geht. Doch nicht nur mit dem Trainer-Casting für die erste Mannschaft hat Glissmann alle Hände voll zu tun.

Auch bei der Reserve werden Posten frei

Obendrein werden im Sommer auch zwei neue Trainerstellen bei der FCS-Reserve frei. Cheftrainer Mike Bröckling hat seinen Abschied bekannt gegeben. Ihn zieht es zum SCW Liemke. Dort wird er zur kommenden Saison Trainer der dritten Mannschaft in der Kreisliga C.

Vom derzeitigen Liemker Trainer und Bröckling-Freund, Christian Brok, der nach dem Abgang von Cheftrainer Jens Galle nun alleine das Team leitet, kam bereits die Anfrage, schon zur Rückrunde zu wechseln. Das schloss Bröckling aber aus. »Ich werde das sinkende Schiff nicht verlassen, wir werden noch ein halbes Jahr Vollgas geben und dann werden wir sehen, ob der Klassenerhalt noch möglich ist.«

Zu den Gründen schweigt Bröckling

Zu den genauen Gründen seines Abschieds wollte sich der Reserve-Trainer nicht äußern. »Es gab interne Beweggründe, es ist nicht alles so gelaufen, wie ich es mir vorstelle«, sagt Bröckling.

Nach fünf Jahren in Stukenbrock habe er einen »Tapetenwechsel« gebraucht. In Liemke wird er zusammen mit Brok die Mannschaft leiten. Unter Bröckling möchte Thomas Ruhl, derzeit bester Torschütze der Stukenbrocker in der Kreisliga B, weiterspielen und wechselt ebenso im Sommer zum SC Waldeslust.

Weitere Wechsel von Stukenbrock nach Liemke sind nicht geplant. »Ich werde keinen Spieler versuchen zu überreden.« Neben Bröckling wird auch Co-Trainer Sören Klugmann nach der Rückrunde nicht mehr weitermachen. »Er hört auch auf. Er weiß allerdings noch nicht, was er danach macht«, sagt Bröckling. Möglich ist, dass Klugmann dem Verein erhalten bleibt. »Er denkt darüber nach, Vorstandsarbeit in der Fußballabteilung zu übernehmen«, sagt Glissmann.

Gewiss ist: Durch die Abschiedswelle verlassen den FC Stukenbrock im Sommer gleich vier Trainer.

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