Fußball: Der FC Stukenbrock startet mit Kreisliga-Spielern in der Bezirksliga Willkommen bei den Außenseitern

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Das Abenteuer beginnt. Die erste Mannschaft des FC Stukenbrock ist in ihre Vorbereitung auf die Bezirksliga-Saison gestartet. Neben dem Großteil seiner Kreisliga-B-Mannschaft aus der Vorsaison begrüßt Trainer Artur Olenberg auch fünf Neuzugänge beim »Abstiegskandidaten Nummer 1«.

Von Hendrik Fahrenwald
Neue Gesichter: Artur Olenberg (Mitte) begrüßt die Neuzugänge (von links) Dominik Pollmeier (TSV Oerlinghausen), Jannik Walter (A-Jugend), Julian Lüke (A-Jugend) und Kevin Komorowski (SV Sudhagen). Es fehlt Malte Laabs (SJC Hövelriege).
Neue Gesichter: Artur Olenberg (Mitte) begrüßt die Neuzugänge (von links) Dominik Pollmeier (TSV Oerlinghausen), Jannik Walter (A-Jugend), Julian Lüke (A-Jugend) und Kevin Komorowski (SV Sudhagen). Es fehlt Malte Laabs (SJC Hövelriege). Foto: Hendrik Fahrenwald

25 Spieler umfasst der aktuelle Kader der ersten Mannschaft. Olenberg zollt jedem einzelnen großen Respekt dafür, dass sie mit ihm das große Wagnis, den Sprung von der B-Liga in die Bezirksliga eingehen. »Jeder Spieler, der jetzt anfängt und im nächsten Jahr noch dabei ist, sollte einen Ehrenpreis bekommen«, sagt Olenberg. Denn er weiß den Dienst, in den sich seine Mannschaft stellt, bereits schon nach den ersten Trainingseinheiten zu schätzen.

Nachdem das gesamte ehemalige Bezirksliga-Team inklusive Trainer sich im Zuge der Umstrukturierung der Fußballabteilung vom Kruskotten verabschiedete, fand der FCS in Olenberg, Co-Trainer Tobias Berkenkamp und ihrer Mannschaft Ersatz. Aus der ehemaligen B-Liga-Reserve des Vereins, die zuvor aus der C-Liga aufstieg und die Saison auf dem achten Platz beendete, ist somit plötzlich ein Bezirksligist geworden. Dabei weist Olenberg und sein Team eine beachtliche Bilanz vor. »Wir gehen als Team in unser drittes Jahr und sind sozusagen viermal aufgestiegen«, sagt Olenberg über den unerwarteten Sprung zwei Ligen höher.

Wohin der Weg weiter führt, weiß am Kruskotten keiner so recht. »Für viele sind wir der Abstiegskandidat Nummer eins«, sagt Olenberg, der sich mit einem direkten Saisonziel zurückhält. Er habe den langfristen Weg, den der Verein eingeschlagen hat, im Blick. »Wir wollen in 24 Monaten eine Mannschaft aufbauen, die in egal welcher Liga, gut mitspielt.«

Diesen Weg werden auch fünf Neuzugänge gehen. Eine mögliche sechste Verpflichtung soll folgen. »Wir sind noch in Verhandlungen«, sagt Olenberg. Neben den A-Jugendlichen Julian Lüke (Verteidigung) und Yannik Walter (Mittelfeld) hat sich das Team mit drei externen Spielern verstärkt. Der frühere Holter Torwart Dominik Pollmeier kommt von der zweiten Mannschaft des TSV Oerlinghausen und wird sich mit Jan-Patrick Marx und Hendrik Gerdtommarkotten um den Platz zwischen den Pfosten messen. Für das Mittelfeld kommt Malte Laabs vom SJC Hövelriege. Eine Option für den Sturm bietet Kevin Komorowski vom B-Ligisten SV Sudhagen.

Alle Jungs seien sich der Aufgabe, die ihnen bevorsteht, bewusst, sagt Olenberg, der mit einem breit aufgestellten Kader die Vorbereitung absolviert. »Jeder darf sich probieren«, sagt Olenberg, der sich allerdings vorbehält, den Kader zu verkleinern. »Der Plan ist mit 23 Spielern in die Saison zu gehen.« Die Auswahl treffe er in den nächsten Wochen. Bis dahin könne sich jeder Einzelne in den Trainingseinheiten und den Testspielen präsentieren.

Bereits am Samstag ist der FCS beim Bezirksligisten SV Atteln zu Gast. »Dort wissen die Spieler gleich, wo der Hase lang läuft«, sagt Olenberg. Er weiß bereits jetzt, vor welch schwerer Saison seine Mannschaft steht. »Wir sind ein B-Liga-Team, das A-Liga-Niveau hat und in der Bezirksliga spielt«, sagt Olenberg. Dennoch wolle der FCS den anderen Vereinen von Spiel zu Spiel mehr Paroli bieten.

Dafür werde der FC von der Dreierkette auf eine Viererkette in der Abwehr wechseln. Weitere Umstellungen werde die Vorbereitung mit sich bringen. Bereits jetzt sei aber klar. »Es wird jede Woche brutal für uns werden, denn wir werden in kein Spiel als Favorit gehen«, so Olenberg.

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