Handball: FC Stukenbrock gewinnt 28:18 gegen HSG Handball Lemgo 4 Verhaltener Jubel über Sieg

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Der FC Stukenbrock hat mit einem 28:18-Sieg gegen die HSG Handball Lemgo 4 seinen deutlichsten Saisonerfolg eingefahren. Dadurch riss die Serie von fünf Niederlagen in Folge.

Von Hendrik Fahrenwald
Der Moment vor dem Torerfolg: Nico Kuhlenkamp vom FC Stukenbrock steigt vor dem Lemgoer Torhüter zum Wurf hoch. Neunmal traf der Stukenbrocker in den Gästekasten. Dadurch sicherte sich Kuhlenkamp einen großen Anteil am Sieg seiner Mannschaft.
Der Moment vor dem Torerfolg: Nico Kuhlenkamp vom FC Stukenbrock steigt vor dem Lemgoer Torhüter zum Wurf hoch. Neunmal traf der Stukenbrocker in den Gästekasten. Dadurch sicherte sich Kuhlenkamp einen großen Anteil am Sieg seiner Mannschaft. Foto: Patrick Pollmeier

Die Hausherren waren nach ihrer langen Durststrecke gar nicht mehr gewöhnt zu feiern. So blieb es nach dem Schlusspfiff ungewohnt ruhig in der Halle am Hallenbad. »Der Jubel fiel verhalten aus«, sagt FC-Spieler Thorsten Grunwald. Dabei hatten die Stukenbrocker allen Grund zur Freude. Mit ihrem dritten Rückrundenerfolg ist den Gastgebern der Sieg mit der höchsten Differenz der ganzen Saison gelungen, und vor allem der zweite Abschnitt zeigte, wie steigerungsfähig die Stukenbrocker sind. Denn zur Halbzeit legte der FC lediglich mit zwei Toren und viel Luft nach oben vor – 13:11.

»Lemgo war nicht schön zu bespielen«, sagt Grunwald. Die Ausfälle von Christopher Deittert, Daniel Spittler und Christian Neufeld kompensierte der FC unter anderem mit der Rückkehr von Philipp Kroll, der nach einer vierwöchigen Verletzungspause und einer Trainingseinheit schon wieder auf dem Platz stand.

Dort legten die Stukenbrocker einen Fehlstart hin. Nach einem frühen 1:0 gaben die Stukenbrocker ihre Führung an die Gäste ab. Die wussten zwar ebenso wenig spielerisch zu brillieren, doch mauserten sich fortan von Tor zu Tor. »Wir kamen nicht richtig ins Spiel«, sagt Grunwald. »Wir haben zunächst sehr schlecht gestanden.« Erst als der FC-Rückstand auf 1:4 anwuchs, reagierten die Hausherren. Mit 5:5 glichen die Stukenbrocker aus und bestimmten darauffolgend das äußerst zähe Spiel, in dem die Lemgoer immer wieder den Ausgleich nach den FC-Führungen suchten und fanden. Mit 8:8, 9:9 und 10:10 ging es in die ersten Schlussminuten. Dort setzten sich die Stukenbrocker mit zwei Treffern ein letztes Mal ab, ehe der Pausenpfiff ertönte. »Da hätten wir durchaus mehr machen können«, resümiert Grunwald die ersten 30 Minuten.

Im zweiten Abschnitt machten die beiden Teams zunächst dort weiter, wo sie aufgehört hatten. »Bis zum 16:14 waren wir gleich auf«, sagt Grunwald. Dann aber kippte die Partie: FC-Spieler Daniel Tanger sah nach einem Foulspiel die rote Karte. »Das war unmotiviert, man kann sich nicht über die Entscheidung des Schiedsrichters beschweren«, kommentiert Grunwald die Aktion seines Teamkollegen. Doch die Gastgeber schockte der Verweis nicht. Stattdessen steigerten die Stukenbrocker ihre Leistung. Die Deckung stand kompakter, die Tempogegenstöße waren erfolgreicher. Schnell erhöhten die Hausherren auf 20:17, bevor eine dominante Schlussoffensive folgte. Vor allem auf die Treffsicherheit von Nico Kuhlenkamp konnten sich die Stukenbrocker verlassen. »Er hat viele Bälle abgefangen und reingemacht«, sagt Grunwald. Neunmal traf Kuhlenkamp im gesamten Spiel. In der Schlussphase blieb sein Team acht Tore in Folge ohne Gegentreffer. So dass den Lemgoern abschließend nur der Ehrentreffer zum 18:28 blieb. »Die zweite Halbzeit war in Ordnung«, sagt Grunwald.

FC Stukenbrock: Menke, Gohl – Ehlebracht, Kroll (1), Ueberle (2), Dirks (2), Klose (2), Grunwald (2), Klima (3), Neufeld (3), Steinhöfer (4), Kuhlenkamp (9).

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