Landesliga: VfB Schloß Holte siegt 4:2 gegen die Spvg. Steinhagen Grandioser Schlussakkord

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Das ist ein Paukenschlag: Der VfB Schloß Holte gewinnt gegen die Spvg. Steinhagen in einer fulminanten Schlussphase mit 4:2 (0:0) und punktet dreifach für den Klassenerhalt.

Von Hendrik Fahrenwald
Abgewehrt: Marco Weigmann und Björn Pähler (rechts) vom VfB Schloß Holte klären den Ball vor Steinhagens Daniel Schröder. VfB-Torwart Marcel Rogalla muss nicht eingreifen. Bis zu den letzten zehn Minuten hielt er seinen Kasten sauber. Dann wurde es eng.
Abgewehrt: Marco Weigmann und Björn Pähler (rechts) vom VfB Schloß Holte klären den Ball vor Steinhagens Daniel Schröder. VfB-Torwart Marcel Rogalla muss nicht eingreifen. Bis zu den letzten zehn Minuten hielt er seinen Kasten sauber. Dann wurde es eng. Foto: Hendrik Fahrenwald

Als Maximilian Ulrich seine Mannschaft in der 60. Minute mit einem satten Schuss am langen Pfosten in Führung brachte, war die Erleichterung an der Oerlinghauser Straße groß. Doch bis zum Abpfiff erlebten die Holter ein Wechselbad der Gefühle.

Die Schlussphase hatte es in sich: In der 74. Minute wechselte VfB-Trainer Mario Lüke den Torschützen zum 2:0 ein. Tugay Yilmaz tanzte mit seinen ersten Ballkontakten den herausgestürmten Gäste-Torwart Philipp Schremmer aus und setzte den Ball aus 16 Metern gefühlvoll unter die Latte (75.). Sicherheit brachte der Vorsprung nicht. Denn nur fünf Minuten später kam Steinhagen ran. Mit einem Freistoß aus dem linken Halbfeld auf den langen Pfosten fanden die Gäste einen Abnehmer, der quer legte, so dass Steinhagens Stürmer Sebastian Herrmann den Ball zum Anschlusstreffer über die Linie drücken konnte (80.).

Strafstoß für die Gäste

Die Antwort auf die Gästereaktion fand der VfB kurz darauf durch Patrick Sielhorst: Nach einer Flanke von Ulrich verpasste Ibrahim Kalemci im Strafraum per Kopf den Torabschluss, doch der Ball fand seinen Weg in den Rückraum. Dort lauerte Sielhorst, zog ab und stellte den alten Vorsprung wieder her – 3:1 (85.). Dieser hatte wiederum nur eine Minute Bestand: Nach einem Foul von Luca Hörster im eigenem Strafraum sprach der Unparteiische Frank Tiemann den Gästen einen Strafstoß zu. Herrmann verwandelte zum erneuten Anschluss sicher ins rechte Eck (86.).

"

Das war ein wichtiger Schritt für den Klassenerhalt.

Rainer Mario Lüke

"

Wieder vergingen 60 Sekunden, als der Ball erneut im Holter Netz zappelte. Doch der VfB konnte durchatmen: Das Tor von Steinhagens Dennis Bresser erkannte Tiemann zur Erleichterung der Hausherren aufgrund einer Abseitsstellung ab (87.). Doch damit nicht genug: Im Gegenzug kam Kalemci im Steinhagener Strafraum zu Fall. Vom Punkt aus spielten die Holter den Schlussakkord: Ulrich, der den späten Torreigen der Partie eröffnet hatte, trat an und traf zum nun endgültigen 4:2-Endstand. »Der Sieg tut sehr gut und erleichtert uns«, resümiert Lüke. »Das war ein wichtiger Schritt für den Klassenerhalt.«

In erster Halbzeit lief’s nicht rund

Dabei waren die Holter in der ersten Hälfte von drei Punkten noch weit entfernt. Steinhagen kam seiner Favoritenrolle zunächst nach. Zwar zeigte sich der VfB nach Balleroberung sogar mit überfallartigen und schnell vorgetragenen Kontern gefährlich. Doch oftmals scheiterten die Holter an sich selbst, weil sie ihre Angriffe nicht überlegt ausspielten. So auch nach einer halben Stunde, als Henrik Bredenbals und Ulrich das Gästetor anrannten, aber das Leder vertändelten, ehe sie die Steinhagener Box erreichten (30.). Vor dem eigenen Sechszehnmeterraum verengte der VfB größtenteils die Räume, außer auf der rechten Abwehrseite von Marco Weigmann. Steinhagen verzeichnete so die besseren Chancen vor der Halbzeit und hatte die Pausenführung auf dem Fuß. Sowohl VfB-Torwart Marcel Rogalla, als auch Steinhagens Unvermögen verhinderten den Rückstand zur Pause. Erst parierte der Holter Schlussmann einen Abschluss Daniel Schröders von der Strafraumgrenze aus (38.). Anschließend verpasste Steinhagens Dennis Kipp die größte Möglichkeit, als er über eine gut getimte Hereingabe trat, die ihn freistehend 13 Meter vor dem Holter Tor erreichte (37.).

Nach dem Kabinengang erwischte der VfB den besseren Start: Kalemci legte im Strafraum ab auf Marco Weigmann, der den Ball Zentimeter über den Querbalken schoß (50.). Wenig später sollten sich die Holter mit dem Führungstreffer vor der großen Schlussoffensive mit erfolgreichem Ausgang belohnen. »Es war wichtig, dass wir mal das erste Tor gemacht haben«, sagt Lüke.

VfB Schloß Holte: Rogalla - Klippenstein, Rutowicz, Pähler, Weigmann (59. Lakämper) - Sielhorst (85. Hörster), Frevert, Schubert, Kalemci, Ulrich - Bredenbals (74. Yilmaz).

Tore: 1:0/4:2 Maximilian Ulrich (59./90.), 2:0 Tugay Yilmaz (75.), 2:1/3:2 Sebastian Herrmann (80./86.), 3:1 Patrick Sielhorst (85.).

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.