Landesliga: Der VfB Schloß Holte spielt 2:2-Unentschieden beim SV Höxter »Der Liga nicht würdig«

Schloß Holte-Stukenbrock (hf). Der VfB Schloß Holte erspielt sich kurz vor Schluss ein 2:2 (1:1)-Unentschieden beim SV Höxter. Das fünfte Remis in Folge bringt den VfB Schloß Holte aber in den Abstiegskampf.

Stürmt: Henrik Bredenbals vom VfB Schloß Holte rennt an zwei Gegenspielern vorbei auf den SV-Kasten zu. Oft haben die Holter Ball und Tor im Blick, doch selten können sich die Gäste mit Treffern belohnen. Die Ungenauigkeit bringt den VfB in Gefahr.
Stürmt: Henrik Bredenbals vom VfB Schloß Holte rennt an zwei Gegenspielern vorbei auf den SV-Kasten zu. Oft haben die Holter Ball und Tor im Blick, doch selten können sich die Gäste mit Treffern belohnen. Die Ungenauigkeit bringt den VfB in Gefahr. Foto: Patrick Pollmeier

»Wir waren heute der Liga nicht würdig«, sagt VfB-Trainer Mario Lüke. Erneut kämpfte seine Mannschaft leidenschaftlich. Doch der Ertrag ist zu gering, denn die Luft im Abstiegskampf wird dünn. Die Gründe dafür präsentiert der VfB seit Wochen. So zeigten sich die Holter auch beim abgeschlagenen Tabellenvorletzten hinten mit einer stetigen Unordnung und vorne mit einer bleibenden Unentschlossenheit. Katastrophal war bereits der Start: Einen SV-Freistoß konnte der VfB zwar klären, doch schlussendlich landete der Ball vor den Füßen von Stürmer Sascha Zeisberg, der das 1:0 markierte (6.).

Erst nach dem Rückstand präsentierte sich der VfB stärker. Aus fünf Metern köpfte Stürmer Henrik Bredenbals dem SV-Schlussmann Dennis Ferranti in die Arme (15.). Dieser war auch wenig später die Holter Endstation: Statt den flachen Abschluss zu suchen, versuchte es Bredenbals per Lupfer. Diesen fischte Ferranti, dank seiner Körperlänge von 1,90 Meter, aus der Luft (17.). Drei Minuten später versuchte es der VfB durch Maximilian Ulrich aus 16 Metern – ohne Erfolg (20.). Schlussendlich brauchten die Gäste einen Strafstoß zum Ausgleich. Zwar hatte der Linienrichter ein Stürmerfoul von Ibrahim Kalemci gesehen, doch Schiedsrichter Marijan Zalovic stimmte über seinen Kollegen und sprach den Holtern einen Elfmeter zu, den Ulrich zum 1:1 verwandelte (37.).

Im Abschluss schwach

In der zweiten Hälfte zeigte sich der VfB weiterhin im Abschluss schwach: Ulrich kam über die linke Seite, spielte auf Kalemci, der aus fünf Metern vergab (60.). Aufgrund des Chancenplus der Gäste kam die erneute Führung der Gastgeber aus dem Nichts: Eine Flanke von Luca Hasenbein fand am langen Pfosten Zeisberger, der mit Hilfe des Aluminiums zum 2:1 traf (66.). Für die Holter Schlussoffensive ließ Lüke daraufhin im 3:4:3-System stürmen, in dem er mit Julian Lakämper einen weiteren Stürmer für Verteidiger Tobias Rutowicz brachte. Die Umstellung brachte einen späten Erfolg: Kalemci legte ab auf VfB-Joker Lakämper, der unbedrängt aus 16 Metern den Ausgleich erzielte (88.). »Julian war der einzige Lichtblick«, sagt Lüke, der mit dem Punkt nur schwer leben kann. »Wir sind in einer Situation, in die wir nie geraten wollten.«

Die Holter auf Platz elf sind nun punktgleich mit den Rängen 13 und 14. Der Abstand auf den ersten Abstiegsrang beträgt nur noch drei Zähler.

VfB Schloß Holte: Rogalla - Hofmann, Bertram, Rutowicz (73. Lakämper), Weigmann - Sielhorst, Kompodietas (58. Frevert), Ulrich, Kalemci, Wagner - Bredenbals (63. Klippenstein).

Tore: 1:0/2:1 Sascha Zeisberg (6./66.), 1:1 Maximilian Ulrich (37.), 2:2 Julian Lakämper (88.).

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