Landesliga: VfB Schloß Holte verliert 1:3 Eine Frage der Effektivität

Schloß Holte-Stukenbrock (WB/hf). Verspielte Chancen: Der VfB Schloß Holte verliert bei Suryoye Paderborn mit 1:3 (1:1). 

Umkämpfter Zweikampf: Luca Hörster (rechts) probiert den Ball gegen seinen Gegenspieler zu behaupten.
Umkämpfter Zweikampf: Luca Hörster (rechts) probiert den Ball gegen seinen Gegenspieler zu behaupten. Foto: Agentur Klick

Der VfB-Motor wollte von Beginn an nicht richtig in Fahrt kommen. Die Holter agierten mit dem Anpfiff zu zögerlich. Wenig gewonnene Zweikämpfe und lange Bälle nach vorne prägten das Spielbild der Gäste. Um den Mittelkreis ließ der VfB den Gastgebern Zeit und Raum sich zu entfalten. »Wir haben sie im Mittelfeld zu viel spielen lassen«, sagt Lüke. Seine Mannschaft schaute den Paderborner zu. Selbst zeigte sich die Holter Elf konzeptlos. Kopflos bereitete der VfB den ersten Gegentreffer selbst vor: Laurenz Frevert spielte den Ball ins Zentrum, wo Suryoye-Stürmer Karsten Karpowicz das Geschenk vor seinen Füßen dankend annahm und kurz darauf den Ball an VfB-Torhüter Marcel Rogalla vorbei legte. »Den haben wir uns selbst reingehauen«, sagt Lüke.

Doch die Gäste gaben wenig später ihre Antwort: VfB-Kapitän Tobias Rutowicz schlug einen langen Ball auf Kevin Klippenstein, der das Leder mit dem Kopf an dem Paderborner Schlussmann Maurizio Aslan vorbei drückte – 1:1 (23.). Weitere Offensiven der Holter konnten Suryoye nicht unter Druck setzen. »Wir waren nicht konsequent genug«, sagt Lüke.

Heimreise ohne etwas Zählbares im Gepäck

In der zweiten Hälfte nahm der VfB mehr und mehr die Partie an sich. Für die Drehung des Spiels reichte es allerdings nicht. »Es war eine Frage der Effektivität«, sagt Lüke. In der 60. Minute stand Ibrahim Kalemci nach einer Holter Flanke blank. Sein Kopfball fand nur die Arme von Aslan. Kurz darauf sorgten wieder die Gäste für Gefahr im Paderborner Strafraum. Diesmal stand Patrick Sielhorst am langen Pfosten frei und hätte nur einschieben brauchen. Doch er spielte ab, und die Situation wurde von Suryoye bereinigt. »Hätten wir das Ding gemacht, wären wir mit einem Sieg nach Hause gefahren«, fasst Lüke die vergebenen Möglichkeiten zusammen. Die Heimreise trat der VfB wenig später ohne etwas Zählbares im Gepäck an. Schuld war die Schlussphase, die Paderborn für sich entschied. In der 80. Minute köpfte Christopher Selbach aus drei Metern nach einer Ecke ein – 2:1. Sieben Minuten später nutzte Andrea Cesa einen Konter zum 3:1. »Das war unglaublich unnötig. Die Punkte hätten uns sehr gut getan«, sagt Lüke. Sogar sein Gegenüber Paderborn-Coach Ritys Narusevicius habe den Sieg als »unverdient« empfunden.

VfB Schloß Holte: Rogalla - Schubert, Rutowicz (83. Lakämper), Ellers, Ulrich - Hörster (65. Wagner), Hofmann, Frevert, Sielhorst, Kalemci (75. Weigmann) - Klippenstein
Tore: 1:0 Karsten Karpowicz (15.), 1:1 Kevin Klippenstein (23.), 2:1 Christopher Selbach (80.), 3:1 Andrea Cesa (87.).

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