Handball: FC Stukenbrock siegt mit 30:27 (13:13) gegen SG Handball Detmold 2 Ein fast schon vergessenes Gefühl

Schloß Holte-Stukenbrock (WB/hf). Die Durststrecke ist beendet: Der FC Stukenbrock gewinnt mit 30:27 (13:13) zu Hause gegen die SG Handball Detmold 2.

Über die Abwehr hinweg: Christopher Deittert kurz vor dem Torabschluss. Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte können sich die Stukenbrocker erst im zweiten Abschnitt absetzen. Der FC gewinnt mit 30:27 (13:13) und feiert seinen zweiten Saisonsieg.
Über die Abwehr hinweg: Christopher Deittert kurz vor dem Torabschluss. Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte können sich die Stukenbrocker erst im zweiten Abschnitt absetzen. Der FC gewinnt mit 30:27 (13:13) und feiert seinen zweiten Saisonsieg. Foto: Patrick Pollmeier (Archiv)

Acht Spieltage in Folge haben die Stukenbrocker das Siegesgefühl vermisst. Nur in der ersten Partie der Saison gelang dem Aufsteiger ein Erfolg. Der Druck auf den FC wuchs von Spiel zu Spiel. »Wir mussten gewinnen, um den Anschluss an das untere Mittelfeld zu halten«, sagt FC-Spieler und Interimstrainer Michael Ueberle.

Er selbst konnte nur von der Seitenlinie auf das Spielgeschehen einwirken. Ueberle fehlte den Stukenbrockern verletzungsbedingt, ebenso wie Thorsten Grunwald, Peter Menke und Karim Ezzine. »Damit mussten wir wichtige Eckpfeiler unseres Spiels ersetzen«, sagt Ueberle. Dies gelang den Gastgebern. Sie spielten mutig auf, agierten wach und legten mit zwei Treffern vor.

Die Detmolder zogen prompt gleich. An der Torabfolge hielten beide Mannschaften in den weiteren Minuten fest. Immer wieder erzielte der FC die Führung (4:3/6:5), um anschließend den Ausgleich hinzunehmen. Zwar sah sich auch die SG in Front (7:6/8:7/9:8), doch ließen sich die Stukenbrocker nicht abhängen, glichen aus und führten wieder – 11:10.

Kurz vor der Halbzeit legte der FC mit 13:12 vor. Die Pausenführung war den Hausherren allerdings nicht vergönnt. Detmold glich erneut aus – 13:13. »Das war eine enge Kiste. Bis zur Halbzeit konnte sich keine Mannschaft absetzen«, sagt Ueberle, der auch im zweiten Durchgang zunächst das gleiche Spielbild verfolgte.

Auf dem Feld ging es hin und her. Der FC behielt aber stets die Oberhand und ließ eine Führung der Gäste nicht zu. Mit fortschreitender Spieldauer kamen die Stukenbrocker in die alles entscheidende Spielphase: In den zurückliegenden Partien war das größte Manko des FC der Leistungsabfall in der Schlussphase.

Doch anstelle die Führung zu verspielen, drehten die Stukenbrocker ab der 45. Minute erst richtig auf. Erstmals gelang dem FC eine Vier-Tore-Führung – 24:20. Anschließend gerieten die Gastgeber in die doppelte Unterzahl. Detmold witterte die letzte Chance, zog an und kam auf 23:25 ran. Die Stukenbrocker behielten die Nerven und hatten mit Björn Gohl im Tor einen starken Rückhalt.

Vorne wussten allen voran Nico Kuhlenkamp und Marvin Steinhöfer, wie im gesamten Spielverlauf, zu überzeugen. In den Schlussminuten baute der FC seinen Vorsprung aus und gewann mit 30:27. Ueberle sieht eine »geschlossene Mannschaftsleistung«, als Garant für den zweiten Saisonsieg. Die Stukenbrocker haben nach einer langen Durststrecke bewiesen, dass sie auch über 60 Minuten eine konstante Leistung zeigen können.

Nach dem Sieg kann der FC im Tabellenkeller den TSV Hillentrup hinter sich lassen. Die Stukenbrocker belegen den zwölften Tabellenplatz.

FC Stukenbrock: Gohl – Kuhlenkamp, Steinhöfer, Klose, Tanger, Spittler, Neufeld, Ehlebracht, Dirks, Klima, Deittert.

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