Landesliga: VfB Schloß Holte spielt 2:2 (1:1) gegen den SV Höxter Ein verspielter Sieg

Schloß Holte-Stukenbrock (hf). Zwei Führungen gab der VfB Schloß Holte aus der Hand: Zu Hause reichte es für den VfB nicht über eine  2:2 (1:1)-unentschieden gegen den SV Höxter hinaus.

Am Ziel vorbei: Schloß Holtes Nummer 10, Björn Pähler, kann den Ball nicht auf das Tor von Höxter bringen. Zweimal kann der VfB eine Führung nicht ins Ziel bringen und muss sich mit einem Punkt gegen den Tabellenletzten zufriedengeben.
Am Ziel vorbei: Schloß Holtes Nummer 10, Björn Pähler, kann den Ball nicht auf das Tor von Höxter bringen. Zweimal kann der VfB eine Führung nicht ins Ziel bringen und muss sich mit einem Punkt gegen den Tabellenletzten zufriedengeben. Foto: Patrick Pollmeier

Die Holter erwischten den besseren Start und wurden ihrer Favoritenrolle in den Anfangsminuten gerecht. Bereits nach einer Zeigerumdrehung verpasste Kevin Schubert eine Hereingabe von Robin Hofmann nur knapp am langen Pfosten. Präzisere Kombinationen und gewonnene Zweikämpfe prägten das Spielbild des VfB, während der SV nur schwer in die Partie fand. Angriffe der Spielvereinigung wusste der VfB schnell zu ersticken.

In der Folge fehlte den Holtern im Vorwärtsgang aber selbst ein wenig die Luft, ehe sie in der 15. Minute eiskalt zuschlugen: Mit Überzahl stürmte der VfB auf das Gehäuse der Gäste. Henrik Bredenbals behielt aus zentraler Position vor dem Strafraum die Übersicht, schickte Schubert in den Lauf, der aus sechs Metern das Leder am SV-Schlussmann Dennis Ferranti ins linke untere Eck vorbei legte (15.). Der perfekte Start war geglückt.

Holter präsentieren sich agil

Dennoch suchten die Holter weiterhin zwingende Aktionen in der Offensive, während sie in der Rückwärtsbewegung auch Strafraumsituationen der Gäste zuließen. Diese blieben zwar harmlos und konnten den VfB nicht aus der Ruhe bringen, zeigten aber, dass mit dem SV weiterhin zu rechnen sei.

Im Gegenzug präsentierten sich auch die Holter agil: Maximilian Ulrich flankte auf Bredenbals, der die halbhohe Hereingabe nicht an Ferranti   vorbeibringen konnte. Bis zur Halbzeit fand der VfB keine Mittel, sich in die Position zu versetzen, die Führung auszubauen. Preschten die Holter mit Tempo nach vorne, gestaltete der VfB sein Offensivspiel meist zu überhastet. Höxter indes nutzte den Umstand eines knappen Rückstands und glich in der letzten Minute aus. Am langen Pfosten stand SV-Spielertrainer Pierre Gröne nach einer scharfen Flanke von Kevin Malena blank und schob zum verdienten Ausgleich  ein (45.).

Mit dem Wiederanpfiff reagierte VfB-Coach Mario Lüke und brachte Björn Pähler für Luca Hörster in die Partie. Erneut fand der VfB besser in das Spiel und setzte früh ein Zeichen: Ulrich legte im Sechszehner auf Bredenbals ab, der aus kürzester Distanz am linken Pfosten die Führung wiederherstellte (46.). Offensichtlich hatten die Holter anschließend aus den Fehlern der ersten Hälfte gelernt. Der VfB hielt auch nach dem Führungstor das Tempo aufrecht, schnürte die Gäste in ihrer eigenen Hälfte ein und ließ dem SV nur wenig Zeit zum durchatmen. Dabei profitierte Höxter auch vom eigenem Aluminium: Nach 57 Minuten drückte der eingewechselte Pähler das Leder nach einer Ecke von Ulrich an den erzitternden  Querbalken.

Gastgeber schalten einen Gang zurück

Im weiteren Verlauf schalteten die Gastgeber allerdings plötzlich wieder einen Gang zurück und der SV zeigte sich unermüdlich. Zeit für Lüke wieder ein Zeichen zu setzten: Julian Lakämper kam für Klippenstein (72.). Die Botschaft kam bei den Holtern aber nicht an. Plötzlich wurde Höxter gefährlich. Im Strafraum konnte Marc Mende seinen Gegenspieler nur mit einem Foulspiel stoppen (76.). Der Pfiff des Unparteiischen stellte schnell klar: Elfmeter für die Gäste. Die Chance ließ sich Höxter nicht nehme. Malena verlud Marcel Rogalla und traf in der 78. Minute zum 2:2-Ausgleich. Die Kopie der ersten Hälfte war perfekt. Tugay Yilmaz kam prompt für Ulrich ins Spiel. Auf Seiten Höxters wurde jeder gewonnene Zweikampf frenetisch gefeiert.

Eine Sensation lag beinahe in der Luft, die der VfB durch eine Großchance von Lakämper verhindern wollte. Nach einer Vorlage von Yilmaz prüfte Lakämper aus aussichtsreicher Position Ferranti am  kurzen Pfosten – ohne Erfolg (87.). Dann eilte der VfB zurück und unterband einen Angriff  der Gäste durch ein Foulspiel von Patrick Sielhorst. Dieser hatte zuvor schon die Gelbe Karte aufgrund einer ähnlichen Situation gesehen und brachte sein Team in Unterzahl (90.+1). Nach intensiven Schlussminuten war die überraschende Punkteteilung perfekt.

»Ich bin sehr enttäuscht.  Wir haben  ein schlechtes Spiel gemacht und  Angsthasenfußball gezeigt«,  fand  Mario Lüke, der die richtige Einstellung seiner Mannschaft vermisste, nach dem Abpfiff. Für den Holter Coach waren es »zwei verlorene Punkte«, denn er weiß: »Wir müssen so eine Mannschaft einfach schlagen.«

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.