Freundschaftsspiel: VfB Schloß Holte unterliegt DSC Arminia Bielefeld mit 1:10 (0:5) Gänsehaut vor der Meckerecke

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Vor 2200 Zuschauern unterlag der VfB am Freitagabend 1:10 (0:5) gegen den DSC Arminia Bielefeld und ließ es sich nicht nehmen, den Ehrentreffer von Laurenz Frevert in der 59. Minute gebührend zu feiern. 

Von Hendrik Fahrenwald
Tobias Rutowicz (VfB Schloß Holte) im Zweikampf mit Arminias Peer Kluge.
Tobias Rutowicz (VfB Schloß Holte) im Zweikampf mit Arminias Peer Kluge. Foto: Patrick Pollmeier

Dabei kannte die erste Hälfte der Partie zunächst noch einen anderen Namen: Fabian Klos. Der Bielefelder Stürmer startete gleich furios mit Treffern in der 2. und 6. Minute. »Ihr könnt ruhig in die Zweikämpfe gehen«, forderte VfB-Coach Mario Lüke am Spielfeldrand, als er sah, wie seine Mannschaft zu zaghaft agierte und das Toreschießen der Gäste nicht unterband.

In der Halbzeitpause traten die F-Jugendlichen des VfB im Elfmeterschießen an. Sebastian Wiese kommentierte. Foto: Hendrik Fahrenwald

Bereits nach 10 Minuten konnte Klos seinen lupenreinen Hattrick perfekt machen – 3:0. Nur eine Minute später zappelte das Leder erneut durch Klos hinter VfB-Torwart Marcel Rogalla im Kasten, der zwar bis dato nur einen Freistoß von Brian Behrendt (8.) entschärfte, aber bei allen seinen Gegentoren nichts machen konnte.

Zu oft ließ sich die Hintermannschaft des VfB von der DSC-Offensive rauslocken und kam zu spät hinter den Ball. Doch die Holter hatten nicht nur mit Arminia zu kämpfen, sondern auch mit dem rutschigen Untergrund. Festen Halt hatte hingegen weiterhin Torjäger Klos, der auf Lewandowskis Spuren wandelte, als er drauf und dran war, den Fünferpack perfekt zu machen. In der 28. Minute war es soweit: Michael Görlitz bediente seinen gut positionierten Stürmer, der trocken zum 5:0 einschob.

Dieser stand nur vier Minuten später wieder im Zentrum des Geschehens. Diesmal allerdings in der eigenen Hälfte im Zweikampf gegen Patrick Sielhorst. Der Holter ließ Klos aussteigen und ballte die Fäuste vor Freude über die geglückte Aktion. Von den Zuschauern ging daraufhin das erste Raunen aus, ehe sie unmittelbar danach den ersten VfB-Torschuss durch eben jenen gewitzten Sielhorst bejubelten. In der Holter »Meckerecke« war kein Halten mehr: »Holter Löwen olé« schallte es durch das Stadion. Bis zur Pause schalteten die Arminen ein paar Gänge zurück und verwalteten das Ergebnis.

Nach dem Wiederanpfiff wechselten beide Teams mehrfach durch, bei den Holtern blieben nur Benjamin Nagel und Andre Wagner aus der Startelf in der Partie. An der Überlegenheit der Bielefelder indes änderte sich nichts. Dafür zeichnete sich der eingewechselte VfB-Keeper Nils Leistner in der 48. Minute gegen den ebenfalls hereingekommenen Christopher Nöthe aus. Kurze Zeit später ließ dieser dem Holter Schlussmann allerdings keine Chance, als er das 0:6 markierte.

Luca Hörster gratuliert Laurenz Frevert mit der Nummer 15. Foto: Patrick Pollmeier

Die Zuschauer störte dieser Treffer aber nicht. »Ohne Holte wäre hier gar nichts los«, sangen die VfB-Anhänger munter weiter. Dann auf einmal brannte das Holter Rund: Nach einer Ecke von Marvin Correia wurde ein Klärungsversuch der Bielefelder vor die Füße von Laurenz Frevert geköpft, der nicht lange fackelte und den Ball ins rechte untere Eck drosch. »Ein geiles Erlebnis. Das habe ich mir nicht erträumen lassen. Als ich den Diver vor der Meckerecke gemacht habe, hatte ich Gänsehaut«, freute sich Frevert, und auch sein Trainer fand: »Er steht gut, trifft gut und den hält auch kein Zweitliga-Torwart.« 

Nicht zu halten waren allerdings auch die weiteren Treffer der Arminen. In der 65. Minute erhöhte Dennis Mast auf 1:7. Dann sorgte Christoph Hemlein für das 1:8 (79.), bei dem sich der Bielefelder Außenstürmer allerdings am Knie verletzte und vom Platz humpelte. »Die Verletzung ist nicht so schlimm«, gab DSC-Trainer Norbert Meier aber Entwarnung.

In den Schlussminuten sorgten die Treffer von Björn Jopek (86.) und Nöthe (88.) für eine zweistellige Niederlage der Holter, die von den Zuschauern und den müden VfB-Spielern dennoch gefeiert wurde.

»Es war schon sehr anstrengend, aber die Atmosphäre war überragend«, sagte VfB-Kapitän Benjamin Nagel. Ebenso angetan von der Stimmung war Lüke: »Vor mehr als 2000 Zuschauern zu spielen war klasse. Wichtig war, dass wir ein Tor geschossen haben, aber noch wichtiger ist das Spiel am Sonntag.«

VfB Schloß Holte: Rogalla (46. Leistner/74. Ellguth) - Hofmann (46. Schubert), Rutowicz (46. Mende), Bertram (46. Ellers), Nagel - Pähler (46. Frevert), Sielhorst (5. Hörster), Ulrich (46. Klippenstein), Lakämper (46. Correia) - Bredenbals (46. Szymura), Wagner

Arminia Bielefeld: Davari - Lang, Behrendt, Börner, Schuppan (46. Mast) - Kluge, Jopek - Görlitz, Ulm (71. Hemlein/79. Benamar), Affane - Klos (46. Nöthe)

Tore: 0:1 Klos (2.), 0:2 Klos (6.), 0:3 Klos (10.), 0:4 Klos  (11.), 0:5 Klos  (28.), 0:6 Nöthe (53.), 1:6 Frevert (59.), 1:7 Nöthe (65.), 1:8 Hemlein (79.), 1:9 Jopek (86.), 1:10 Nöthe (88.)

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