Handball: Torwart glänzt in ungewohnter Rolle – FC schlägt Lage 43:25  Menke verhilft Stukenbrock zum Sieg 

Schloß Holte-Stukenbrock (WB/mh). Die Handballer des FC Stukenbrock haben in der 1. Kreisklasse gegen TG Lage II einen 43:25 (19:12)-Kantersieg erzielt. Der nominelle Torhüter Peter Menke spielte dabei überraschenderweise auf dem Feld, und machte seine Sache gut.

Julian Klima erzielte gegen Lage fünf Tore für Stukenbrock. Weil er den Treffer Nummer 40 markierte, schuldet der Außenspieler dem Team einen Kasten Bier.
Julian Klima erzielte gegen Lage fünf Tore für Stukenbrock. Weil er den Treffer Nummer 40 markierte, schuldet der Außenspieler dem Team einen Kasten Bier.

 Spielertrainer Thorsten Grunwald erklärt: »Ich habe Peter vor dem Spiel gefragt ob er sich das vorsellen kann, und er hat ja gesagt.« Mit nur neun Spielern trat der Tabellendritte zu Hause gegen Lage an. Karim Ezzine fehlte beruflich, Marcel Klose, Marvin Steinhöfer, Daniel Spittler und der erkrankte Michael Ueberle waren ebenfalls nicht einsatzfähig. »Michael hat sich sogar noch auf die Bank gesetzt, aber sein Einsatz sollte nur im Notfall kommen.«

 Von einem Notfall konnte beim deutlichen Sieg des FCS keine Rede sein. Von Beginn an dominierte die beste Offensive der Liga den Vorletzten aus Lage. Nur beim 0:1 lag der FCS kurzzeitig zurück, danach führten die Stukenbrocker durchgehend. Beim 7:2 betrug der Vorsprung schon fünf Tore, bis zur Halbzeit erhöhten die Hausherren auf 19:12. Im Rückraum spielte das Trio Nico Kuhlenkamp, Daniel Papajewski und Philipp Papajewski eine gute Partie. Am Kreis begann zunächst Spielertrainer Thorsten Grunwald, bevor Mitte der zweiten Hälfte Peter Menke eingewechselt wurde. Zwei Tore erzielte der Schlussmann für den FC, eines davon per Tempogegenstoß. Grunwald erklärte verschmitzt: »Peter hat mir nach dem Spiel gebeichtet, dass ihm ganz schön die Pumpe ging, konditionell hängt er natürlich etwas hinterher.«

Den anderen Treffer erzielte Menke in bester Kreisläufer-Manier. Ein Zuspiel von Nico Kuhlenkamp nahm Menke mit dem Rücken zum Tor auf, drehte sich, und vollstreckte. »Das hat er stark gemacht, vielleicht setzten wir ihn da jetzt öfter ein.« Neben der Verletzungsmisere gab es noch einen anderen Grund für Menkes Einsatz auf dem Feld. »Peter hat Probleme mit der Leiste, wenn er da im Tor immer drauf fällt oder Bälle hinbekommt, wird es natürlich nicht besser.« Björn Gohl, der sich sonst mit Menke im Tor abwechselt, spielte diesmal 60 Minuten durch und stellte sein Können mit 13 Paraden unter Beweis. Trotzdem fand Grunwald: »25 Gegentore sind zuviel, aber wenn man so deutlich führt, geht man in der Abwehr auch nicht mehr den letzten Schritt.« Drei Tempogegenstöße leitete Gohl mit langen Pässen ebenfalls ein.

 Auch nach dem Seitenwechsel bot sich den Zuschauern in der Sporthalle am Hallenbad ein ähnliches Bild. Mit Julian Klime (5 Tore), Dennis Ehlebracht (5) und Henning Dirks (2) auf den Außenpositionen überliefen die Stukenbrocker die Gäste. Beim 25:13 hatten die Hausherren bereits zwölf Tore Vorsprung. Bis zum Ende der Partie wuchs der auf 18 Tore an, die Stukenbrocker warfen die Gäste förmlich aus der Halle. Allen voran Rückraumspieler Philipp Papajewski, der elf Tore für den FCS erzielte. Trainer Grunwald urteilte: »Wir haben das souverän runter gespielt, aber die erste Halbzeit war prinzipiell besser.« Außerdem freute sich der Trainer über drei Kästen Bier die demnächst fällig werden. Peter Menke, der sein erstes Tor erzielte, schuldet dem Team gleich zwei Kästen. Einen fürs erste Tor und einen, weil er das 30. Tor des Tages erzielte. Auch Julian Klima muss investieren, er warf das 40. Tor.

 FC Stukenbrock: Gohl, Menke (2 Tore), Dirks (2), Ehlebracht (5), Klima (5), Grunwald (5), Daniel Papajewski (5), Kuhlenkamp (7), Philipp Papajewski (11).

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