Zehn Jahre Boccia beim FC Stukenbrock – Sport und Geselligkeit als Erfolgsmodell  Von 9 auf 66 gewachsen 

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Aus einer Idee Dietmar Gebauers ist eine Erfolgsgeschichte geworden, die seit mittlerweile zehn Jahren anhält – Boccia beim FC Stukenbrock.

Von Bernd Steinbacher
Sie gehören zu den Gründern: (von links) Winfried Nöh, Günter Ellermann, Karl-Heinz Wohlhaupt, Willi Beermann, Heinz Brock, Wolfgang Dressler und Dietmar Gebauer. Auf dem Bild fehlt Helmut Moschko. Gründungsmitglied Heinz Mühlner ist bereits gestorben.
Sie gehören zu den Gründern: (von links) Winfried Nöh, Günter Ellermann, Karl-Heinz Wohlhaupt, Willi Beermann, Heinz Brock, Wolfgang Dressler und Dietmar Gebauer. Auf dem Bild fehlt Helmut Moschko. Gründungsmitglied Heinz Mühlner ist bereits gestorben.

 Neun Senioren der Tennisabteilung haben am 19. Januar 2005 eine Boccia-Gruppe gegründet und den Bau von zwei Bahnen auf dem Sportgelände am Kruskotten beschlossen. 66 Mitglieder, alle über 60 Jahre alt, sind aktuell dabei. Das zehnjährige Bestehen feierten 54 Teilnehmer am Mittwochabend im Bokelfenner Krug.

 Boccia ist eine Unterabteilung der Tennisabteilung. Dietmar Gebauer führt die Geschäfte und Karl-Heinz Wohlhaupt ist der Abteilungsleiter. FC-Vorsitzender Karl Marxcord sieht neben dem Engagement vieler weiterer diese Beiden als Grund für den großen Erfolg der Boccia-Abteilung an. Er überreichte ihnen während der Feier je einen FC-Schal als Dankeschön. »Die Abteilung zeichnet sich durch ein sehr großes Zusammengehörigkeitsgefühl und ein nichtalltägliches Engagement aus, wenn es um Arbeit an der Boccia-Anlage oder um Unterstützung für die Tennisabteilung geht«, sagte Marxcord. Die Boccia-Spieler stärkten nicht nur das »Wir-Gefühl« im Verein, sondern seien durch ihre zahlreichen Aktivitäten im ganzen Kreis Gütersloh bekannt.

 Eine ganze Reihe von Veranstaltungen stehen auch im Jubiläumsjahr an. Neben dem Training der Gruppen wird, wie in anderen Jahren auch, ein Rahmenprogramm angeboten. Nächster Termin ist ein Skat-Turnier in der Boccia-Hütte am Freitag, 30. Januar. Einer der Höhepunkte dürfte eine Zwei-Tage-Bustour ins Ahrtal sein. Dietmar Gebauer wies aber auch auf die Wanderung hin, die am Mittwoch, 17. Juni, stattfindet. So wird als Bestandteil des Programms des 115. Deutschen Wandertages in Paderborn auch an den Quellen des Furlbachs und der Ems gewandert. »Dabei wird die gleiche Strecke zurückgelegt, wie im Gründungsjahr 200«, sagte Gebauer. Zudem gibt es Firmenbesichtigungen bei Ewers und Richard Brink sowie weitere Wanderungen und Ausflüge.

 Boccia gespielt wird 2015 natürlich auch. Es gibt mehrere Spielrunden des Landratscups, der Liga und das dritte Boßel-Pokalendspiel findet am Samstag, 25. April, statt. Boßeln? Ja, denn die Boccia-Abteilung hat die Sportart aus Norddeutschland ab 2009 in Schloß Holte-Stukenbrock bekannt gemacht. Vier Strecken gibt es mittlerweile in der Stadt. Wer die Sportart ausprobieren will, kann Kugeln, Spielmaterial und den zwingend notwendigen Bollerwagen beim FC Stukenbrock ausleihen.

 Doch im Vordergrund steht Boccia. Die beiden Bahnen am Kruskotten wurden zwischen April und Oktober 2005 in Eigenleistung und ohne Zuschüsse gebaut. Auf dem Gelände entstanden außerdem eine Kinderspielfläche mit Mühle/Dame und mit einem Schachfeld. Seit 2008 gibt es einen vereinsinternen Boccia-Wettbewerb. Später folgten Stadt- und Vereinsmeisterschaften. Seit 2014 wird der Landratscup auf Kreisebene ausgespielt. Schirmher ist Landrat Sven-Georg Adenauer.

 Die Boccia-Abteilung ist Partner des Landessportbundes NRW und des Kreissportbundes Gütersloh im Rahmen des Programms »Bewegt älter werden in NRW«. »Durch das Boccia-Angebot bleiben ältere Mitglieder im Verein und weitere Senioren kommen dazu«, freut sich Gebauer über die große Akzeptanz des Angebotes.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.