Organisatoren des Ems-Cups hätten sich mehr Unterstützung von ihnen gewünscht Eltern lassen Ausrichter im Stich

Rheda-Wiedenbrück (WB). Tropische Temperaturen beim 16. Ems-Cup. Da lechzen die jugendlichen Handballer nach Erfrischung, vor allem Eis ist der Renner: Nach zweieinhalb Stunden sind am ersten Turniertag die rund 200 Packungen weg – Truhe leer! Kein Problem für Wolfgang Hüffer. »Wir sind schon unterwegs, um eine neue Ladung zu ordern«, kann der Mitorganisator die Kids beruhigen.

Von Uwe Caspar
Augen zu und durch: Die für die A-Jugend des Wiedenbrücker TV spielende Elisa Fisahn erzielt einen weiteren Treffer in der Partie gegen Union Halle. Das Spiel endet 7:7. Der WTV belegt am Ende Platz drei hinter Sieger SG Klotzsche und Halle.
Augen zu und durch: Die für die A-Jugend des Wiedenbrücker TV spielende Elisa Fisahn erzielt einen weiteren Treffer in der Partie gegen Union Halle. Das Spiel endet 7:7. Der WTV belegt am Ende Platz drei hinter Sieger SG Klotzsche und Halle. Foto: Uwe Caspar

Gleich die doppelte Menge wird dann vorsichtshalber eingekauft. Denn erfahrungsgemäß schlecken die jüngsten Teilnehmer, die am nächsten Tag an der Reihe sind, noch mehr Eis als die älteren.

Mächtig ins Schwitzen kommt auch das Orga-Kernteam des ausrichtenden TV Wiedenbrück – es ist diesmal besonders gefordert. »Leider haben uns die Eltern der Spieler nicht so unterstützt, wie wir es gehofft hatten. Es fehlten Leute – am Getränkewagen, am Grill und im Kuchenzelt. Dank des unermüdlichen Einsatzes unserer Helferbasis konnten wir aber die Lücken kompensieren«, zeigt sich Hüffer enttäuscht über die ausgebliebene elterliche Mithilfe. Ändert sich das nicht, droht dem beliebten Rasen-Event gar das Aus!

Und das würde nicht nur Peter Wortmann bedauern. »Mit 66 Mannschaften haben wir zehn Prozent mehr als im Vorjahr, obwohl wir bei den Mädchen in diesem Jahr etwas schwächer besetzt sind«, freut sich der WTV-Abteilungsleiter über das nach wie vor große Interesse an der Veranstaltung.

WTV-Handballer kündigen Veränderungen an

Zum ersten Mal sind auch Handballer von Schwarz-Weiß Wehe aus dem nördlichen Kreis von Minden-Lübbecke dabei. Betreuer Friedhelm Hensel hat’s gut gefallen, er moniert nur die längeren Pausen zwischen den Partien. »Die könnte man verhindern, wenn jeder Jahrgang die Spiele in einem Rutsch austrägt«, meint der Mann aus Wehe.

Das sieht Peter Wortmann anders. »Unser bisheriges System, nämlich parallel stattfindende Begegnungen mehrerer Jahrgänge, hat sich bewährt«, bekräftigt Wortmann – und fügt schmunzelnd hinzu: »Allen kann man es eben nie recht machen.«

Der WTV-Handballchef, der beruflich oft im Ausland unterwegs ist, kündigt übrigens Veränderungen in seiner Abteilung an. »Wir müssen uns den neuen Strukturen anpassen, die unter anderem den vom Verband geforderten, aufwendigen Fitnesstest einbeziehen«, erläutert Peter Wortmann. Zudem wünschen sich er und Wolfgang Hüffer, die bewährte Ems-Cup-Doppelspitze, mehr Entlastung. Wortmann dazu: »Wir suchen für unser Turnier noch einen dritten Mann.«

Die weiteste Anreise, rund 400 Kilometer, haben diesmal die weiblichen A-Jugendlichen der SG Klotzsche – ein Stadtteil von Dresden. Hat sich für die jungen Damen auch gelohnt: Klotzsche tritt die Heimreise als Cup-Sieger an.

Auf einen Blick

Männliche A-Jugend: 1. HSV Herbede, 2. DJK Komet Dortmund, 3. Wiedenbrücker TV.

B-Jugend: 1. TuS Borussia Höchsten, 2. JSG Versmold, 3. TSG Rheda.

C-Jugend: 1. 1. HSV Herbede, 2. SC Lippstadt, 3. SV Spexard.

D-Jugend: 1. SC Lippstadt, 2. TSG Rheda, 3. TV Verl.

E-Jugend: 1. TV Verl, 2. TSG Rheda, 3. HSG Rietberg-Mastholte.

Weibliche A-Jugend: 1. SG Klotzsche, 2. HSG Union Halle, 3. Wiedenbrücker TV.

B-Jugend: 1. HSG Rietberg-Mastholte I, 2. HSG Rietberg-Mastholte II, 3. Wiedenbrücker TV.

C-Jugend: 1. TSV Schloß Neuhaus, 2. Wiedenbrücker TV II, 3. Wiedenbrücker TV I.

E-Jugend: 1. Wiedenbrücker TV, 2. TV Verl 1, 3. TV Verl II.

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