Fußball-Regionalliga: Nico Hecker zieht sich in Rheda einen Cut zu SC Verl kassiert auswärtig erste Heimpleite, SCW verliert 0:3

Rheda-Wiedenbrück (WB). Kein gelungener Start: Die beiden Fußball-Regionalligisten aus dem Kreis Gütersloh haben zum Auftakt des zweiten Saisonteils am Samstag Niederlagen hinnehmen müssen. Der SC Verl handelte sich in der Tönnies-Arena in Rheda gegen Fortuna Düsseldorfs U23 mit 0:1 (0:0) die erste Heimniederlage ein. Auf dem Tivoli in Aachen kassierte der SC Wiedenbrück gar ein 0:3 (0:1).

Von Dirk Heidemann        und Christian Bröder
Nico Hecker (links) hat sich beim 0:1 des SC Verl am Samstag einen Cut zugezogen.
Nico Hecker (links) hat sich beim 0:1 des SC Verl am Samstag einen Cut zugezogen. Foto: Wolfgang Wotke

Dass die Verler sich bei ihrem auswärtig durchgeführten »Heimspiel« gegen die Rheinländer am Ende mit leeren Händen da standen, führte Trainer Guerino Capretti vor allem auf mangelnden Siegeswillen zurück.

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Ich habe hier keine Verler Mannschaft gesehen, die unbedingt gewinnen wollte.

Guerino Capretti

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»Ich habe hier keine Verler Mannschaft gesehen, die unbedingt gewinnen wollte und bin enttäuscht über die Art und Weise«, erklärte der 35-Jährige. Vor 278 Zuschauern offenbarten die Gastgeber auf dem Kunstrasen einmal mehr eine eklatante Abschlussschwäche und ließen bereits zur Pause ein klares Chancenverhältnis von 4:1 ungenutzt. Allein Jan Lukas Liehr ließ zwei »Hundertprozentige« (35./45.) liegen.

Ebenso schmerzlich: Der gerade nach Verletzung zurückgekehrte Nico Hecker zog sich bei einem Luftduell mit Anderson Lucoqui einen stark blutenden, tiefen Cut über dem linken Auge zu . Er musste mit Verdacht auf Gehirnerschütterung ins Krankenhaus gebracht werden (18.). »Irgendwo war das ein Dämpfer für uns, aber kein Knackpunkt«, erklärte Trainer Capretti.

Bezerra Ehret gelingt später Lucky Punch (85.) für Düsseldorf

Nach dem Seitenwechsel versuchten die Verler, den Druck zu erhöhen. In der Schlussphase scheiterte Viktor Maier gleich dreimal in aussichtsreicher Position (78./80./83.), ehe Fortuna den »Lucky Punch« hinlegte: Dario Bezerra Ehret gelang nach Zuspiel von Joker Kaito Miyake mit einem 16-Meter-Schlenzer das 0:1 (85.). »Ein typisches Spiel. Vorne machen wir die Dinger nicht – selber Schuld«, bilanzierte SCV-Kapitän Julian Schmidt selbstkritisch.

SCW dominiert vor 4600 Zuschauern, aber kassiert ein 0:3

Das reine Ergebnis des 0:3 (0:1) des SC Wiedenbrück vor 4600 Zuschauern bei Alemannia Aachen lässt auf ein klares Spiel vermuten. Die Realität ist auf dem traditionsreichen Tivoli am Samstagnachmittag eine andere gewesen: Ein Chancenverhältnis von 5:1 und ein Eckballverhältnis von 7:1 – beides für den SC Wiedenbrück – notierten die Betrachter der Partie, bevor die Alemannia gnadenlos und eiskalt zuschlug.

Die Ostwestfalen um Trainer Björn Mehnert hatten gut in die Partie gefunden und durch Aygün Yildirim früh zwei gute Gelegenheiten. Doch quasi mit dem ersten Schuss auf das Tor des SCW ist Mergim Fejzullahu nach einem Abpraller von Torwart Marcel Hölscher das 1:0 (37.) geglückt. Bitter! Und genauso ging es weiter: Eigentlich spielten die Wiedenbrücker auch nach dem Seitenwechsel gut mit, dominierten eingangs gar. Ein Kopfball von Aygün Yildirim wurde von Alemannias Schlussmann an die Latte gelenkt, der SCW war am Drücker.

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Aachen hat letztlich verdient gewonnen, weil sie den Sieg mehr wollten und galliger waren.

Björn Mehnert

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Doch dann das: Der erste Aachener Konter der zweiten Hälfte, ein Sonntagsschuss von Joy-Slayd Mickels, und es stand 2:0 (63.). »Damit war die Partie im Grunde entschieden. Aachen hat letztlich verdient gewonnen, weil sie den Sieg mehr wollten und galliger waren«, resümierte SCW-Coach Björn Mehnert. Das 3:0 erzielte noch Meik Kühnel (82.) für die Aachener, die in der Tabelle den dritten Platz vom SC Wiedenbrück einnehmen. Die Emsstädter sind derweil auf Rang fünf abgerutscht.

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