Zehn Jahre »Schmidteinander«: Rekordspieler über seine Liaison mit dem Sportclub Das Gesicht des SC Verl

Gütersloh (WB). In der zehnten Saison an der Poststraße ist Julian Schmidt immer noch hungrig. Der 31-Jährige verlängerte sein Arbeitspapier jetzt um ein Jahr bis 2019, ist mit 295 Pflichtspielen der Rekord-Fußballer und das Gesicht des SC Verl. Das sagt »Jule« über Coach, Klub und Kinder.

Von Christian Bröder
Sonnyboy, Käpt’n und Abwehrchef: »Jule« Schmidt spielt seine zehnte Saison in Verl.
Sonnyboy, Käpt’n und Abwehrchef: »Jule« Schmidt spielt seine zehnte Saison in Verl. Foto: Wolfgang Wotke

Das Highlight mit dem SC Verl... ...war das DFB-Pokalspiel gegen 1860 München (1:2 am 14. August 2010, d.Red.). Es war mit das aufregendste Spiel und hatte die größte Medienaufmerksamkeit.

Zwei Tore in 270 Regionalliga-Spielen sind... ... eines zu wenig (lacht). Ich habe 2012 mal in Oberhausen (2:3) und letztes Jahr gegen Alemannia Aachen (1:1) getroffen. Wenn man so wenige Tore erzielt, kann man sich umso besser erinnern.

Mein ärgster Gegenspieler war... ...Gerald Asamoah. Der war schon sehr bissig. Es waren immer heiße Duelle mit ihm.

Ich habe es nie höherklassig probiert, weil... ... ich mich so wohl fühle in Verl. Zehn Jahre – das passt gut ins Profil. Außerdem war und ist ein zweites Standbein wichtig, was mir der SCV ermöglicht hat.

Mein schwärzester Tag in Verl... ...war für mich das verlorene Westfalenpokal-Finale gegen die Sportfreunde Lotte im Mai 2015. Im eigenen Stadion, 3:4 im Elfmeterschießen – das war bitter!

Trainings-Weltmeister... ...kenne ich auch welche.

Mit dem Rad zum Training... ...ist ein Luxus, den ich mir gönne. Ich fahre fünf Minuten. Früher ist auch Marco Kaminski geradelt, aber heute bin ich der einzige.

Was ich am SC Verl schätze... ...ist das familiäre Umfeld und die bodenständige Art.

Was ich gar nicht mag... ...sind leere Tribünen.

Das kurioseste Kabinenerlebnis... ...bleibt mein Geheimnis. Was in der Kabine passiert, bleibt in der Kabine.

Mein prägender Trainer... ...ist sicherlich Raimund Bertels gewesen. Er hat mich gefördert, mit ihm hatte ich die längste Zusammenarbeit und unter ihm bin ich in Verl zum Stammspieler geworden.

Was schafft einen mehr: 90 Minuten mit dem SC Verl oder drei Kinder ins Bett bringen? Die 90 Minuten machen einen körperlich fertig. Kinder können einen dagegen eher psychisch schaffen (lacht).

Der SC Verl und Julian Schmidt... ...harmonieren sehr gut. Das passt einfach zusammen!

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