Fußball: Erhöhte Qualität in Wiedenbrück – Verl mit möglicher Startelf Viertligisten feilenam letzten Schliff

Verl/Rheda-Wiedenbrück (WB). Eine Woche bleibt den Dirigenten Björn Mehnert und Guerino Capretti, um mit geschultem Gehör die letzte Misstöne abzustellen. Ihren Fußball-Ensembles vom SC Wiedenbrück und SC Verl steht am letzten Wochenende der Wintervorbereitung die Generalprobe bevor.

Von Dirk Heidemann und Christian Bröder
Für Cellou Diallo (links), der sich hier im Luftkampf gegen den Gütersloher Ivan Skara behauptet, steht an diesem Wochenende mit dem SC Verl die Generalprobe für die Meisterschaft an. In der Tönnies-Arena geht’s gegen Rot-Weiß Ahlen.
Für Cellou Diallo (links), der sich hier im Luftkampf gegen den Gütersloher Ivan Skara behauptet, steht an diesem Wochenende mit dem SC Verl die Generalprobe für die Meisterschaft an. In der Tönnies-Arena geht’s gegen Rot-Weiß Ahlen. Foto: Wolfgang Wotke

Fünf Tests, 7:7 Tore, zwei Pleiten, ein Remis und zwei Siege: Die vorläufige Bilanz von »Rino« Capretti fällt vor dem letzten Verler Vorbereitungsspiel gegen Rot-Weiß Ahlen in der Tönnies-Arena (Samstag, 14.00 Uhr) »gemischt« aus. »Es lief nicht alles reibungslos und es hat nicht alles funktioniert, aber ich habe es lieber jetzt so, als in der Meisterschaft«, erklärt der 35-Jährige.

Dass beim 0:0 gegen den FC Gütersloh am vergangenen Sonntag »viele gute Spielzüge nicht abgeschlossen wurden«, habe sich letztlich auf die nicht optimale Zweikampfführung ausgewirkt. Eine solche Erkenntnis hilft ihm aber, bevor es am Samstag kommender Woche im Heimspiel gegen die U23 von Borussia Dortmund erstmals wieder ernst wird.

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Es wird eine Aufstellung im Hinblick auf den Ligastart geben. Das ist allerdings nicht in Stein gemeißelt: Keiner kann sich zurücklehnen.

Guerino Capretti

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Im Hinblick darauf stellt der SCV-Coach auch seine Startelf gegen Ahlen zusammen – taktisch wie personell. »Wir werden im gewohnten System spielen und es wird eine Aufstellung im Hinblick auf den Ligastart geben. Das ist allerdings nicht in Stein gemeißelt: Keiner kann sich zurücklehnen«, kündigt Capretti an. Abgesehen vom Langzeitverletzten Jannik Schröder (Kreuzbandriss) stehen alle Akteure des Aufgebots zur Verfügung. Auch Zlatko Muhovic ist nach auskurierter Gruppe wieder einsatzfähig.

Zwei verschiedene Tests, zwei verschiedene SCW-Teams

In den letzten beiden Vorbereitungsspielen dieses Winters wird der SC Wiedenbrück mit zwei völlig verschiedenen Mannschaften auflaufen. »Ich will jedem die Chance geben, am kommenden Wochenende beim Meisterschaftsauftakt gegen Bonn im 18-er Aufgebot zu stehen«, begründet SCW-Trainer Björn Mehnert seine Maßnahme, gegen den SV Lippstadt (Samstag, 11.00 Uhr, in Wadersloh-Liesborn) und gegen den 1. FC Kaan-Marienborn (Sonntag, 14.00 Uhr, in Duisburg) nahezu alle Akteure über 90 Minuten einzusetzen.

Twyrdy, Matovina und Müller müssen pausieren

Ausnahmen bilden Viktor Maier (»Er ist etwas müde von meinem Training«) und Tammo Harder (Rückstand), die nicht über die volle Distanz gehen werden. Pausieren müssen Robin Twyrdy (Schulter), Kresimir Matovina (grippaler Infekt) und Max Müller (Sprunggelenk).

Durch die vier Neuzugänge, neben Harder und Müller kamen noch Michél Harrer sowie Tristan Duschke, hat sich die Qualität im Wiedenbrücker Kader erhöht – für Mehnert eine komfortable Situation. Er kann, orientiert an seinen taktischen Vorgaben, nun noch besser variieren. Neben dem als gesetzt geltenden 4-2-3-1, aus dem im Umschaltspiel ein 4-3-3 wird, ist nun auch eine Variante mit zwei Sturmspitzen denkbar.

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