Bei den Wiedenbrücker Fußballern purzeln Kilos – Panadic spielt vor Vorm Anschwitzen abgespeckt

Rheda-Wiedenbrück (WB). Als Überraschungs-Dritter ist der SC Wiedenbrück in der Fußball-Regionalliga West in dieser Saison dick im Geschäft. Dazu sind die Männer von Trainer Björn Mehnert jetzt wohl auch noch die Leichtgewichte der Liga. Beim Aufgalopp nach den Feiertagen hat der 41-Jährige am Freitagabend zufrieden festgestellt: »70 Prozent aller Spieler haben abgenommen.«

Von Christian Bröder
Gut gelaunt haben die Wiedenbrücker Fußballer Mariusz Rogowski (von links), Julian Wolff, Jeffrey Volkmer, Marcel Leeneman, Oliver Zech, Daniel Brinkmann und Robin Twyrdy am Freitagabend auf dem Kunstrasen am Jahnstadion die Winter-Vorbereitung aufgenommen.
Gut gelaunt haben die Wiedenbrücker Fußballer Mariusz Rogowski (von links), Julian Wolff, Jeffrey Volkmer, Marcel Leeneman, Oliver Zech, Daniel Brinkmann und Robin Twyrdy am Freitagabend auf dem Kunstrasen am Jahnstadion die Winter-Vorbereitung aufgenommen. Foto: Wolfgang Wotke

Ente, Gans, Klöße, Stollen oder Lebkuchen? Von wegen! Übertrieben geschlemmt hat bei den Emsstädtern zwischen den Jahren wohl niemand. Schon vor dem ersten Anschwitzen sind bei einigen Kickern vom Jahnstadion zum Teil ordentlich Kilos gepurzelt. »Das ist überraschend. Wir werden natürlich in den nächsten Tagen prüfen, ob es sich bei einigen um ein Heilfasten im Schnellverfahren handelt«, scheint der Ex-Profi dem Braten breit grinsend noch nicht ganz zu trauen.

Die Zahlen, die sein Assistent Dirk Flock im dichten Gedränge der durchtrainierten Herren um die Waage im Physioraum notiert, sind für Björn Mehnert jedoch nur eine Bestätigung und Sinnbild dessen, was seine Mannschaft in der Saison 2017/18 auszeichnet.

"

Die Jungs haben verstanden, wie es geht. Deswegen bin ich auch sehr positiv angetan.

Björn Mehnert

"

»Die Jungs haben verstanden, wie es geht. Deswegen bin ich auch sehr positiv angetan. Der erste Saisonteil ist für uns super gelaufen und ich glaube, dass sie Blut geleckt und einen gewissen Ehrgeiz entwickelt haben«, erklärt der Dortmunder, der sich in der Winterpause mit den Voraussetzungen für den Fußballlehrer-Schein auseinandergesetzt hat.

Das auf ihn und seine Mannschaft zuletzt so oft bezogene Vokabular (Überraschungsteam der Regionalliga, Trainer des Jahres) empfindet er als »positive Wertschätzung«, an der auch im Jahr 2018 weiter gearbeitet werden soll. Eine Platzierungs-Vorgabe seitens der Klub-Offiziellen gibt es nicht. »Ich weiß aber, dass ein Rang vor dem SC Verl in der Tabelle immer für ein Lächeln im Gesicht sorgt«, erklärt Mehnert, der von einer guten Grundstimmung berichtet und am Freitagabend 24 Akteure begrüßt.

Sohn von Ex-Bundesliga-Profi Andrej Panadic soll vorspielen

Nach dem Abgang von Stürmer Pierre Merkel (BSG Chemie Leipzig) soll für die Offensive noch Verstärkung her. »Im Idealfall wären es zwei Leute«, erläutert Mehnert, der ab Montag zunächst zwei Akteure im Probetraining hat. Abgesagt hat zwar Justin Bock (20/VfB Homberg), dafür sollen aber Tim Mannek (20/SC Paderborn) und mit dem kroatischen Stürmer Mateo Panadic (23/vereinslos) der Sohn des ehemaligen Bundesliga-Profis Andrej Panadic vorstellig werden.

»Wir haben jetzt vier Wochen Zeit – auch für die Personalien. Die werden wir nutzen«, kündigt Björn Mehnert an. Zu den vier Tests könnte noch einer hinzukommen. Der SV Waldhof Mannheim, der am Donnerstag Bernhard Trares als neuen Coach vorgestellt hat, zeigt sich interessiert.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.