Oberliga-Chancen der TSG Harsewinkel werden geklärt – TV Verl setzt auf Heimeffekt »Drei Mörderspiele in sechs Tagen«

Harsewinkel/Verl (WB). Am späten Freitagabend des 16. März wird Handball-Verbandsligist TSG Harsewinkel wissen, ob er sich weiterhin mit einem Aufstieg in die Oberliga beschäftigen darf. Denn Staffelleiter Andreas Tiemann hat das Nachholspiel der TSG gegen den SuS Oberaden für Dienstag, 13. März, um 19.30 Uhr terminiert. »Drei Mörderspiele in sechs Tagen«, stöhnt der Harsewinkeler Spielertrainer Manuel Mühlbrandt

Von Dirk Heidemann
Für Florian Bröskamp und die TSG Harsewinkel geht es in den kommenden drei Wochen ganz schön zur Sache. Fünf Spiele, vier davon gegen direkte Konkurrenten um den Aufstieg, stehen für den Handball-Verbandsligisten an.
Für Florian Bröskamp und die TSG Harsewinkel geht es in den kommenden drei Wochen ganz schön zur Sache. Fünf Spiele, vier davon gegen direkte Konkurrenten um den Aufstieg, stehen für den Handball-Verbandsligisten an. Foto: Wolfgang Wotke

Los geht es am Samstag, 10. März, mit dem Gastspiel bei Spitzenreiter LIT Tribe Germania II, es folgen die Heimauftritte gegen Oberaden sowie das Freitagabend-Derby gegen Steinhagen. Tiemann hatte ein Machtwort gesprochen, da sich Harsewinkel und Oberaden nicht auf einen Termin verständigen konnten. »Bei der Ansetzung gibt es keinen Gewinner«, meint Mühlbrandt.

Vor dem komprimierten Dreierpack wartet noch das Derby gegen den TV Verl sowie am morgigen Samstag (19.15 Uhr) mit dem CVJM Rödinghausen ein echter Prüfstein. In der weiterhin ultraengen Verbandsliga-Staffel 1 trennen den Tabellenzweiten und den Rangachten vier Punkte. Mittendrin sind die TSG als Fünfter (18:12 Zähler) und Rödinghausen als Sechster (18:14). »Wir werden richtig was zu tun bekommen. Rödinghausen hat Verl 32:15 geschlagen, das ist eine deutliche Sprache. Sie werden um den Aufstieg ein Wörtchen mitsprechen«, sagt Manuel Mühlbrandt.

Um den »super Handballern« Alexander Deuker und Lukas Reese adäquat entgegentreten zu können, sei eine wie zuletzt gegen Emsdetten II propagierte 4:2-Abwehr nicht das geeignete Mittel. In einem 6:0-Verbund könnte Moritz Schneider eine zentrale Rolle spielen, doch »Mo« leidet an einem Haarriss im Handgelenk. »Wenn ich ihm aber sage, dass er spielen muss, wird er kein Problem damit haben und das Gelenk tapen«, so »Mühle«, der auf ein Comeback von Torhüter Johnny Dähne (ebenfalls Verletzung am Handgelenk) hofft. Ein letztes Mal gesperrt ist Malik St. Claire.

TV Verl

Die 15:23-Megaklatsche in Rödinghausen hat in Verl zu einem Umdenken geführt. »Derzeit geht es nicht darum, Altenbeken einzuholen, sondern Porta Westfalica und Hüllhorst hinter uns zu lassen«, will TVV-Trainer Hubertus Neuhaus zunächst einmal den momentanen zwölften Tabellenplatz verteidigen. Hilfreich wären zwei Punkte im morgigen Heimspiel gegen die HSG TuS/EK Spradow (19 Uhr). »Zuhause fühlt sich die Mannschaft wohler, da kommt sie besser zurecht und tritt selbstbewusster auf«, hofft Neuhaus auch auf Unterstützung von der Tribüne. Ihre neun Punkte holten die Verler alle in eigener Halle.

Damit es gegen die noch mit vagen Aufstiegshoffnungen behafteten Spradower (Rang sieben/17:15 Zähler) die Heimpunkte zehn und elf gibt, erwartet Hubertus Neuhaus Einstellung, Kampf und Disziplin. Personell sieht es bei den Verlern gut aus. Lediglich Thomas Fröbel (Kreuzbandriss) fällt aus. Allerdings müssen die nicht regelmäßig trainierenden Mazedonier Kristijan Talevski und Kristijan Kostovski sowie der Ukrainer Dmytro Bruy weiter in die Mannschaft integriert werden. Bruy, der in Rödinghausen erstmals für den TV Verl im Einsatz war, spielte zuletzt in der ersten portugiesischen Liga und überbrückt die Zeit bis zum Saisonende in Verl. Wie es anschließend mit dem Rückraum-Linken weitergeht, ist völlig offen. Die Planungen sind auch abhängig von der Ligazugehörigkeit des TVV.

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