Handball: Weibliche A-Jugend schafft mit zwei Siegen in eigener Halle historischen Erfolg TG Hörste ist Bundesligist

Halle-Hörste  (WB/guf). Die A-Jugend-Handballerinnen der TG Hörste haben es geschafft: In eigener Halle qualifizierten sie sich am Samstag mit zwei Siegen für die Bundesliga. Damit hat die Crew des Trainergespanns Dustin Lohde und Julia Gerdes den größten Erfolg in der Vereinsgeschichte erzielt. Erstmals gehört eine Jugendmannschaft aus dem Handballdorf (1700 Einwohner) zu den 24 besten Teams ihrer Altersklasse in ganz Deutschland.

Ein Handballdorf feiert: Die A-Jugend-Handballerinnen der TG Hörste spielen kommende Saison in der Bundesliga.
Ein Handballdorf feiert: Die A-Jugend-Handballerinnen der TG Hörste spielen kommende Saison in der Bundesliga. Foto: Gunnar Feicht

Die Hörsterinnen besiegten im Auftaktspiel ihrer Dreier-Gruppe die HSG Nienburg 17:12 (9:6). Nachdem Nienburg in der zweiten Partie den VfL Bad Schwartau mit 20:15 bezwungen hatte, hätte sich die TGH im dritten und entscheidenden Duell mit den Gästen aus Schleswig-Holstein eine Niederlage mit vier Treffern Differenz erlauben dürfen. Doch vor bundesligareifer Kulisse von 400 Zuschauern wollten sich die Gastgeberinnen keinen Punkverlust erlauben und zeigten mit einem 19:16 (11:7)-Erfolg, dass sie wahrhaftig bundesligareifen Handball spielen.

Die Spielerinnen und das Trainergespann, zu dem auch Torwarttrainer Michael Kerschkowski gehört, tanzte nach dem Abpfiff des entscheidenden Spiels ausgelassen auf dem Spielfeld und organisierte anschließend eine spontane Aufstiegsfete. Chefcoach Dustin Lohde: »Ich bin überglücklich, dass wir es geschafft haben, nachdem die Mannschaft des Vorjahres das Ziel ja so knapp verpasst hatte. Die Truppe hat sich noch einmal super weiter entwickelt und ist gerade in solchen Turnieren gegen starke Gegner und in Partien mit Endspielcharakter gewachsen.«

»Kuhdorf on fire« – unter dieses Motto hatten die Hörster den entscheidenden Schritt zum großen Ziel in eigener Halle gestellt: Und die lautstarke Unterstützung von den Rängen war ein entscheidender Faktor, um die Nervosität zu überwinden und zwei Klassespiele abzuliefern. »Ich hatte gehofft, dass wir es am zweiten Tag packen. Dass wir als Gruppensieger schon am ersten Tag aufsteigen, damit hatte ich nicht gerechnet. Aber unsere Mannschaft kommt über die Stimmung und dieser Heimvorteil hat uns einen entscheidenden Schub gegeben«, ergänzte Lohde. Seit dem Aufstiegsmarathon des Vorjahres mit dem unglücklichen Ende in Magdeburg hatte der Coach eine Flasche Sekt im Auto, die jetzt endlich geköpft werden konnte.

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