Handball-Verbandsliga: Mit Sieg gegen Spradow Zweifel beseitigen – Eike Weide hört auf Endspiel für die TG Hörste

Altkreis  (hn/guf). »Wir haben ein Endspiel.« Mehr muss Ralf Brinkmann aus dem Trainerteam der TG Hörste, vor dem alles entscheidenden Heimauftritt Samstag gegen die punktgleiche HSG Spradow nicht mehr sagen. Mit einem Sieg wären die Hörster alle Abstiegssorgen los.

Eike Weide, einer der Leistungsträger bei zwei Hörster Aufstiegen, will sich mit dem Klassenerhalt aus der Hörster »Ersten« verabschieden.
Eike Weide, einer der Leistungsträger bei zwei Hörster Aufstiegen, will sich mit dem Klassenerhalt aus der Hörster »Ersten« verabschieden. Foto: Gunnar Feicht

An etwas anderes als einen Erfolg gegen den Tabellenvorletzten mag in Hörste auch niemand denken. Trotz der 26:32-Niederlage am vergangenen Wochenende in Hüllhorst, wo die TGH Anschauungsunterricht erhielt, wie man als Mannschaft so ein Finalspiel angeht. »Hüllhorst hat alles reingeworfen, was sie haben und umgesetzt, was sie vorhatten. Die waren in der Abwehr griffiger«, erklärte Brinkmann den Unterschied zu seiner Truppe, die zwar nicht verkrampft, aber unterm Strich zu ideenlos und durchsetzungsschwach spielte, um als Sieger von der Platte zu gehen.

Das soll am Samstag alles anders werden. »Mit den Zuschauern in der Masch im Rücken werden wir dieses Spiel gewinnen«, führt der Trainer einen Zusatzfaktor an. Die Unterstützung der vielen Fans sei auch in Hüllhorst spürbar gewesen. In eigener Halle soll sich dieser Faktor auch in Toren und den noch benötigten zwei Punkten auszahlen.

TG muss Spradows Torjäger stoppen

Die sind aber nur drin, wenn Hörste die Spradower Torjäger in den Griff bekommt. Der schwergewichtige Frederik Iffland am Kreis (bislang 100 Saisontore), der Rückraum-Rechte Till Orgel (123/früher TV Werther) und Mittelmann Daniel Danowsky (148) gilt es besonders zu bearbeiten. Hinter dem Einsatz des erkälteten Hendrik Zöllner steht noch ein kleines, hinter dem des angeschlagenen Heiko Schuster ein größeres Fragezeichen. »Die Entscheidung über den Einsatz fällt erst beim letzten Training«, wollte Brinkmann keine endgültige Prognose abgeben.

Die fällt in Sachen Endergebnis deutlicher aus. Mit Blick auf das schwere Abschlussspiel eine Woche später beim Zweiten Möllbergen ist die TGH zum Siegen verdammt. »Die Jungs kennen diese Situationen. Im vergangenen Jahr haben wir ein Endspiel in Kinderhaus mit einem Tor gewonnen«, verweist Brinkmann auf das stabile Nervenkostüm.

Hörstes Spielmacher Eike Weide wird zum Saisonende bei der TG aus privaten Gründen aufhören. Patrick Sunderbrink, ohnehin nur als »Aushilfe« während der Serie zur TG Hörste gestoßen, wechselt zum Verbandsligadritten CVJM Rödinghausen.

Vorsorgliche Relegation der Tabellenvorletzten

Unterdessen tut sich vielleicht auch für den Tabellenvorletzten nach der Saison noch eine Hintertür auf, um Verbandsligist zu bleiben. Staffelleiter Andreas Tiemann hat am Freitag eine entsprechende Mitteilung verschickt: Sollte in der 3. Liga einer der beiden westfälischen Vertreter Soester TV oder SG Schalksmühle/Halver am Ende den drittletzten Platz belegen und damit an der vorsorglichen Relegation der Tabellen-14. teilnehmen, wird in Westfalen voraussichtlich eine vorsorgliche Relegation der beiden Verbandsliga-Vorletzten (Staffel 1 und 2) angesetzt. Der Sieger aus Hin- und Rückspiel (30.4./1.5. und 7./8.5.) hält die Klasse aber nur dann, wenn auch der westfälische Vertreter die Drittliga-Relegation erfolgreich besteht und damit je ein zusätzlicher Platz in der Ober- und Verbandsliga frei wird. Noch viele Einschränkungen also – der sichere Weg für Hörste ist allein ein Heimsieg über Spradow.

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