Handball-Oberliga: Loxten verliert gegen Gladbeck nach 15:14 noch 25:29 Spitzenreiter lange geärgert

Versmold-Loxten (WB). Im vorletzten Heimspiel der Saison haben die Sportfreunde Loxten Oberliga-Tabellenführer VfL Gladbeck ein Handball-Duell auf Augenhöhe geboten. Dass am Ende ein 25:29 (13:13) auf der Anzeigetafel steht, ist aus Sicht der Gastgeber zwar ärgerlich, aber zu verschmerzen.

Von Sören Voss
So geht es: Loxten hat Kreisläufer Jan Patzelt gegen die bullige Gladbecker Deckung in Szene gesetzt. Die Sportfreunde gestalten die Partie lange ausgeglichen, verlieren aber gegen den Spitzenreiter am Ende 25:29.
So geht es: Loxten hat Kreisläufer Jan Patzelt gegen die bullige Gladbecker Deckung in Szene gesetzt. Die Sportfreunde gestalten die Partie lange ausgeglichen, verlieren aber gegen den Spitzenreiter am Ende 25:29. Foto: Sören Voss

Der gravierendste Unterschied zwischen den beiden Kontrahenten tritt erst mit dem Abpfiff zutage. Während die Loxtener mit geschulterten Taschen schnell das Feld verlassen, feiern die Gäste noch im obligatorischen Jubelkreis. Wären aus diesem nicht die »Spitzenreiter«-Rufe unverkennbar zu hören, hätte man glatt vergessen können, dass Gladbeck in zwei Wochen die Meisterschaft feiern will. Es haben in dieser Saison in der Sparkassen-Arena jedenfalls schon Oberliga-Topteams ihre Visitenkarte in deutlich nachhaltigerer Manier abgegeben, als es die Mannschaft aus dem nördlichen Ruhrgebiet schafft.

Aus der Gegenperspektive betrachtet haben allerdings auch die überzeugenden Loxtener einen gehörigen Anteil daran, dass die Maschinerie der Gäste nie richtig ins Rollen kommt. »Das war eine ganz andere Darstellung als zuletzt gegen Sundwig. Gladbeck ist ein Gegner, den wir gut bespielen können. Leider haben wir dann in der zweiten Halbzeit den letzten Schritt vermissen lassen und, als wir zurücklagen, zu früh die Keule rausgeholt«, fasst Trainer Thomas Lay seinen Gesamteindruck der 60 Minuten zusammen.

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»Leider haben wir in der zweiten Halbzeit den letzten Schritt vermissen lassen und, als wir zurücklagen, zu früh die Keule rausgeholt«

Loxten Trainer Thomas Lay

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Wie schon beim 29:30 im Hinspiel wissen Lays Schützlinge den Favoriten auch im zweiten Aufeinandertreffen zu ärgern. Loxten hat gegen den robusten VfL-Innenblock gute Lösungen parat und zeigt sich bis zum 7:5 (12.) in erhöhter Spiellaune. Nach 10:12-Rückstand meldet sich SFL sogar mit dem 15:14 (33.) zurück, der Treffer von Elvir Selmanovic ist dann aber Loxtens letzte Führung.

Gladbeck hat bis dahin nicht geglänzt, nutzt nun jedoch eine kurze schläfrige Phase der Gastgeber abgezockt und mit schnellen wie plötzlich teilweise auch sehenswerten Spielzügen gnadenlos zum 23:19 (42.) aus. SFL hadert beim dritten vergeben Siebenmeter mit der eigenen Unkonzentriertheit und zudem jetzt mit der Zeitstrafen-Verteilung der Schiedsrichter. Auch der Doppelschlag des achtfachen Torschützen Timo Menger zum 24:28 (53.) reicht nicht mehr aus, um den Tabellenführer in Bedrängnis zu bringen.

Daten & Fakten

SF Loxten: Peters (ab 42.), Possehl (bis 42.); Selmanovic (5/1), Stinhans, Menger (8), Hölmer (4), Harting, J. Patzelt (3), Har­nacke (1), Kraak, N. Patzelt (1) und Steinkühler (3).

Gladbeck: T. Deffte, Schneider (ab 21.); Sankalla (4), Steinbach, Kunze, Singh Toor, Krönung (9/1), Mollenhauer (4/3), Bach (3), Giesbert (5), Kryzun, Janus (4), Tolstych.

Stationen: 4:2 (6.), 7:5 (12.), 10:12, 13:13 (HZ), 15:14, 15:17 (36.), 17:21, 21:23, 22:28 (52.), 25:29.

Z uschauer: 450.

Zeitstrafen: 7:3.

Siebenmeter: Loxten 1/4, VfL 4/4.

So geht es weiter: 16.4., 18 Uhr, Ahlener SG (A).

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