Verbandsligist Steinhagen muss in Harsewinkel auf eine Notbesetzung zurückgreifen Ärger um Derby-Termin

Steinhagen  (WB/guf). Der Plan, die Kreis-Derbys in der Verbandsliga diese Saison Freitag abends anzusetzen, hat für positive Resonanz und gut besetzte Tribünen gesorgt. Beim bevorstehenden Duell TSG Harsewinkel – Spvg. Steinhagen am 15. April wird der Termin allerdings zum Ärgernis.

Steinhagens Sportlicher Leiter Dirk Blankert (rechts) ist sauer.
Steinhagens Sportlicher Leiter Dirk Blankert (rechts) ist sauer. Foto: Gunnar Feicht

Wegen der kirchlichen Trauung und der anschließenden Hochzeitsfeier von Spvg.-Kapitän Christian Blankert und Charlott Sterthoff an diesem Tag hatten die Steinhagener bereits vor geraumer Zeit um Spielverlegung gebeten. Die Hausherren ließen sich darauf nicht ein. Selbst als sich Steinhagen laut Dirk Blankert zu einem Freitag-Sonntag-Doppelpack Anfang April bereit erklärte und mit dem zweiten Spielpartner TSV Hahlen schon die neue Anwurfzeit klar gemacht hatte, kam der neue Termin nicht zustande.

Jetzt wird die Partie wie im Spielplan aufgeführt um 19.30 Uhr angepfiffen – in etwa dann, wenn für Christian Blankert und die Stammbesetzung bei der Hochzeitsfeier gerade das Menü aufgetischt wird.

Nachvollziehbar, dass Dirk Blankert, der Sportliche Leiter der Steinhagener »Ersten«, sauer ist: »Den Statuten nach ist Harsewinkel als Heimmannschaft leider im Recht. Sollten wir nicht antreten, würden wir uns 600 Euro Strafe plus Schiedsrichter- und Zusatzkosten ans Bein binden. Um das zu verhindern, muss ich jetzt Spieler zusammentrommeln, die bereit sind, dort für den Verein aufzulaufen, aber sportlich nicht konkurrenzfähig sein können.« Denn die Akteure der ersten und dritten Mannschaft sind nahezu ausnahmslos Gäste der Hochzeitsfeier. Und die zweite Mannschaft, die tags darauf gegen Gütersloh II um Bezirksliga-Punkte spielt, hat bekanntlich große Personalsorgen.

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